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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : In the Beginnings



remo4
02.05.2006, 01:53
Keine Ahnung wie es bei euch war, bei mir stand am Anfang Dixie.
Seit gestern bin ich einen Tag weiser geworden und erinnere mich an die erste Musik die mich damals so richtig packte.
Da war nix mit Rock, da gab's was von Mr. Acker Bilk aka Bernard Stanley Bilk auf die Ohren.

Meine Eltern standen auf Herrn Quinn und ein Onkel auf Mr. Bilk. Die Mucke von Acker Bilk gefiel mir besser. Der Onkel hatte noch Scheiben von Ellington, auch nicht schlecht.

Meine Frage: wer steht so wie ich noch auf Dixie? :vc:

Paddington
02.05.2006, 07:11
:wall: :wall: :wall: :wall:
Ich nicht. Ich musste gestern eine Dixieband über mich ergehen lassen. Das nervte nur, obwohl sie musikalisch eine Menge drauf hatten ...

Canvey
02.05.2006, 07:40
also, da geh ich auch in deckung. es reicht schon wenn ich mich jedes jahr ein paar mal auf dem einen oder anderen oldtime jazzfestival langweile. aber immer das selbe öde geschrammel! ich hab da einfach keinen kanal dazu! das die musiker möglicherweise kompetent sind, wird von mir aber nicht bestritten.

:wall:

derdude
02.05.2006, 07:51
in kleinen, zarten häppchen genossen... :vc:

firebyrd
02.05.2006, 08:10
...depends on....

Grundsätzlich, als Jazzer, swingt es unter der Fußsohle.
Aber wie auch in anderen Musikbereichen, ist für mich auch hier Qualität entscheidend.

Ich habe auch schon schlimme lokale Bands über mich ergehen lassen, die mit dem 10.000. "Icecream-Aufguß" nur noch Kopfschütteln hervorriefen.(bei mir, nicht bei der ansonsten johlenden Menge)


Dann habe ich hier auch schon Chris Barber live gesehen. Fantastisch war das, auch alle seine Mitstreiter.

Ansonsten ist es bei mir so, daß ich eigentlich lieber die farbige Variante aus New Orleans bevorzuge, aber das ist dann extrem stimmungsabhängig.

Lustige Anmerkung dazu eines puristischen Freejazz-Anhängers, den ich einmal bei einem Dixieland-Jazz-Konzert traf und der sich über die begeisternde Menge ironisch äußerte, dergestalt, daß "die ja noch mehr durcheinander spielen als die schlimmsten Freejazzer"!

Das lasse ich einmal so stehen...

Let's swing! Wolfgang:prost:

Mellow
02.05.2006, 08:12
Na ja, ich habe ein paar Harlem-Ramblers-CDs gebunkert, aber das auch nur weil ich den Banjospieler und Charlie-Watts-Spezi Chris Mitchell persönlich kenne.

http://www.harlemramblers.ch/

Ihre Zusammenarbeit mit Travis Haddix weicht hingegen gehörig von der Dixie-Schiene ab und kann in die Blues-Ecke eingeordnet werden.

:prost:

Ey Chris - was ist das Schönste auf der Welt?
Yes, I know, 20'000 Banjos auf dem Meeresgrund...

:ilol:

Canvey
02.05.2006, 08:22
Dann habe ich hier auch schon Chris Barber live gesehen. Fantastisch war das, auch alle seine Mitstreiter.

den hats für mich auch schon mal live gegeben. stimmt, der war gut. aber chris barber seh ich auch nicht unbedingt als den prototypischen dixiejazzer. der spielt ja auch noch den puren blues und anderes.



"die ja noch mehr durcheinander spielen als die schlimmsten Freejazzer"!


freejazzer spielen niemals durcheinander sondern immer miteinander. das hat alles seinen sinn und zweck. und was sind "schlimmste" freejazzer (mal so unschuldig provokativ gefragt)?

:baeh:

beatnik
02.05.2006, 08:43
@Canvey:

Egoisten ? Freejazz hab ich immer so verstanden: Alles Egoisten, jeder spielt nur für sich - und das machen alle gleichzeitig!

:wall:

firebyrd
02.05.2006, 10:12
.

freejazzer spielen niemals durcheinander sondern immer miteinander. das hat alles seinen sinn und zweck. und was sind "schlimmste" freejazzer (mal so unschuldig provokativ gefragt)?

:baeh:

ICH habe das ja auch nicht gesagt!!!!
Für mich gibt es keine schlimmen Freejazzer....

Sogar bei Weather Report zu deren Anfangszeiten, im Vergleich ja noch "harmlos", wurde in etwa gesagt: " We never solo, we always solo"....

Wolfgang:jau:

Triskell
02.05.2006, 12:20
Keine Chance! :baeh:

Thovo56
02.05.2006, 18:57
Sagen wir mal so: Ich mach keinen Aufstand, wenn irgendwo Dixie läuft, aber Platten davon hab ich (glaube ich:häh: ) keine.
Mein erster Musikkontakt waren klassische Symphoniekonzerte. Die liefen Sonntagsmorgens auf irgendeinem Radiosender, und das wirkt bis heute nach: Höre ich eine klassische Symphonie, ist sofort die Assoziation zu den Sonntagmorgen meiner Kindheit wieder da.
Über ein paar Schlager (als 11/12 jähriger fand ich Gitte toll!:rog: ), über die Tremeloes:rog: (meine erste LP) ging es dann aber schnell zu den härteren Dröhnungen (Deep Purple in Rock - die erste von eigenem Geld gekaufte LP, 12 DM 80 bei Horten am Krabbeltisch).:baeh:
Keine Zeit für Dixie. :drunk:

remo4
03.05.2006, 17:13
Auf Dixie bin ich durch einen netten Spielfilm um eine Amateurband gekommen.
Was mir an Dixie so gefällt, ähnlich wie bei Skiffle, die Musik wird nicht so ernst genommen, weder vom Publikum noch von den Musikern. Es ist Spaß angesagt und das fehlt oft beim restlichen Jazz, Rock und Blues.

:rck:

Canvey
03.05.2006, 17:20
Keine Zeit für Dixie. :drunk:

"the night they drove old dixie down" (u.a. allman brothers und viele andere), weiss eigentlich hier eine/r was das bedeutet (ich weiss es nicht)? fällt mir jetzt im zusammenhang mit der diskussion ein. hier kanns ja nicht um dixie als musikrichtung gehen?

:lesx:

remo4
03.05.2006, 17:23
Gemeint ist Dixieland Musik im Stil von Acker Bilk und Chris Barber,

firebyrd
03.05.2006, 17:28
Soweit ich weiß, hat das mit dem amerikanischen Bürgerkrieg zu tun.
Die Südstaaten wurden damals oft als DIXIELAND bezeichnet.
Als der Jazz aufkam, wurde der Begriff DIXIE als weißes Pendant zum sonst bestehenden farbigen Jazz benutzt. (Dixie = Dixieland = Jazz der weißen Südstaatler)

Robertson's SOng befaßt sich auch wohl mit dieser Thematik, als irgendein im TExt vorkommender General die EIsenbahn und sonstiges der Südstaatler bös zerstörte. VIelleicht also war das "die Nacht, in der die Südstaaten platt gemacht" wurden?????

Wolfdix

Canvey
03.05.2006, 17:31
Gemeint ist Dixieland Musik im Stil von Acker Bilk und Chris Barber,

ich steh auf dem schlauch!
aber was bedeutet der ausdruck?
was passiert da in eben dieser nacht?

:virrt:

@firebyrd :jau:

hat sich überschnitten. danke für die erklärung, tönt logisch.
betreffend dixie als jazz der weissen, wusste ich auch nicht. keine ahnung. aber wieder was fürs leben gelernt hier im forum. :lesx:

remo4
03.05.2006, 19:26
Nix geht über Nachschlagewerke und Google.
Der Song der Band befasst sich ausschließlich mit der Zeit nach dem Bürgerkrieg. Mit Dixieland sind die Südstaaten gemeint und die "gute, alte Zeit" war nach dem verlorenen Krieg vorbei.

Die Musik Dixieland kam aus New Orleans und St Louis.. Sie wurde nicht von Weißen gespielt! Die kamen erst Jahre später dran und meist in Europa.
Der Musikstil "Dixieland" oder "Dixie" kommt vom Namen der Original Dixieland Jass Band, die mit dieser Art Musik 1917 einen Millionenhit hatte. Louis Armstrong war einer der ersten Vertreter.

Bezeichnend für Dixie war nicht die Hautfarbe, sondern die Instrumente mit Bass, Drums, Banjo (oder Gitarre), Posaune, Trompete und Klarinette.
Dixie war der Vorläufer des Bebop.

Canvey
03.05.2006, 19:38
Die Musik Dixieland kam aus New Orleans und St Louis.. Sie wurde nicht von Weißen gespielt! Die kamen erst Jahre später dran und meist in Europa.
Der Musikstil "Dixieland" oder "Dixie" kommt vom Namen der Original Dixieland Jass Band, die mit dieser Art Musik 1917 einen Millionenhit hatte. Louis Armstrong war einer der ersten Vertreter.


ja, was nun? könnt ihr (remo4 und firebyrd) das mal untereinander ausdiskutieren. :lac:
ich werf jetzt selbst mal google an.

die original dixieland jass band ist mir schon ein begriff. aber ich dachte immer, deren "claim to fame" wäre das wort jass, welches später abgewandelt wurde zu jazz. ich will mich eigentlich nicht auf die äste rauslassen, aber wenn ich mich richtig entsinne, war der begriff jass ursprünglich gar keine bezeichnung für einen musikstil (ich hab das vor jahren mal gelesen und das gedächtnis wird auch nicht besser).

:virrt:

p.s.: gerade gefunden, anscheinend ist "am tag als conny kramer starb" ein cover von "the night they drove old dixie down" (natürlich mit anderen lyrics). interessant. ich hab das ding ja nicht in der sammlung, sonst würde ich jetzt sofort reinhören ob das so stimmt.

Thovo56
03.05.2006, 20:38
du hast recht, Conny Cramer basiert auf der Melodie von The Night they Drove Old Dixie Down. War ein Anti-Drogen Lied, von Juliane Werding. Ich hatte mal ne Freundin, die sang das immer, wenn ich mir eine dieser speziellen Zigaretten baute. Hat nicht lange gehalten, die Beziehung...

Black Dog
03.05.2006, 21:21
@ Canvey:

Glaub einem alten Zugucker der ZDF-Hitparade und regelmäßigem Lauscher aller möglichen Hitparadensendungen in den frühen 70ern. :blink:


DIe Hookline des Refrains von Conny Kramer hat sehr große Ähnlichkeit mit "The Night They Drove...."

Ob absichtlich oder unabsichtlich abgekupfert... egal. :prost:

firebyrd
03.05.2006, 21:38
Nix geht über Nachschlagewerke und Google.
Der Song der Band befasst sich ausschließlich mit der Zeit nach dem Bürgerkrieg. Mit Dixieland sind die Südstaaten gemeint und die "gute, alte Zeit" war nach dem verlorenen Krieg vorbei.

Die Musik Dixieland kam aus New Orleans und St Louis.. Sie wurde nicht von Weißen gespielt! Die kamen erst Jahre später dran und meist in Europa.
Der Musikstil "Dixieland" oder "Dixie" kommt vom Namen der Original Dixieland Jass Band, die mit dieser Art Musik 1917 einen Millionenhit hatte. Louis Armstrong war einer der ersten Vertreter.

Bezeichnend für Dixie war nicht die Hautfarbe, sondern die Instrumente mit Bass, Drums, Banjo (oder Gitarre), Posaune, Trompete und Klarinette.
Dixie war der Vorläufer des Bebop.


Die Original Dixieland Jass Band waren ABER WEISSE! SO!

Und ich glaube wohl kaum, daß die damals in den Südstaaten gebeutelten Farbigen "weißen" Jazz gespielt hätten, jedenfalls nicht unter dieser Bezeichnung.

Wolfdix again:jau:

Black Dog
03.05.2006, 21:40
The night they drove old dixie down.....


In den 80er Jahren gab es eine Fernsehsendung, die nannte sich die Knoff-Hoff-Show. (Von "No-Hau", ju nou ?)

Populärwissenschaftlich wurden dem vermeintlich tumben Fernsehzuschauer vermeintliche "Sensationen" präsentiert, die anschließend in oberlehrerhafter Weise auf ihre physikalischen Ursachen reduziert wurden.

In den Pausen zwischen den einzelnen Experimenten, die live im Studio durchgeführt wurden
(bei SAT1 läuft zur Zeit ein Recycling dieses Formats, mit Wigald Boning, wie doll ! :virrt: )
spielte eine Dixieland-Band.


Es gibt nur zwei Sachen, die mir an einem sonnigen Tag, wenn ich quasi open-air bin, die Laune verderben können.
(Manchmal passieren diese Dinge auch ohne jedwede Vorwarnung, zum Beispiel, wenn ich ein Shopping-Center betrete)
Das eine ist eine viertklassige Band, die Bluesstandards seelenlos vergeigt.
Das andere ist eine Dixiekapelle.

"Ice Cream" ist zum Höllentrip in zigfacher Variation mutiert.
Chris Barber habe ich ein paar mal durch den Musikladen
(noch ne TV-Sendung)
"erlebt".
Chris hat wohl auch den einen oder anderen Dixieland-Song gespielt. Das hat mich nie gestört.
Aber ich gebe höllisches Fersengeld, wenn ich irgendwo unter freiem Himmel ein Banjo und eine Klarinette höre und gleichzeitig Typen in gestreiften Westen sehe.

remo4
03.05.2006, 22:20
@BD
Du Dixie Ignorant Du...
Morgen kommen Armstrong und Barber in den Player...äh auf den Teller. :baeh:

@Firebyrd
und morgen wird ganz intensiv gegoogelt. :lesx:

Gast aka Black Dog
03.05.2006, 22:45
@BD
Du Dixie Ignorant Du...
Morgen kommen Armstrong und Barber in den Player...äh auf den Teller. :baeh:



Ich bin kein Ignorant, ich bin nur ein leidvoller Geschädigter. :flenn:



Take this:



Chris Barber habe ich ein paar mal durch den Musikladen ..."erlebt".
Chris hat wohl auch den einen oder anderen Dixieland-Song gespielt. Das hat mich nie gestört.


:baeh:





Nachtrag:
Hach... mein erstes "Gast"-Posting !

Cool ! :blink:

remo4
03.05.2006, 23:02
Ich bin kein Ignorant, ich bin nur ein leidvoller Geschädigter. :flenn:
Nachtrag:
Hach... mein erstes "Gast"-Posting !

Wer hat diesen Beitrag freigeschaltet? Hab ich bei der Rechtevergabe wieder mal nicht aufgepasst? Warst Du es am Ende selber? Wodurch bist Du durch diese phantastische Musik geschädigt worden? Nur weil Du die Lösungen bei Knoff Hoff nicht verstanden hast, muss jetzt ein ganzer Musikstil leiden?

Fragen über Fragen :häh:

Übrigens lief die Sendung noch lange in den 90ern und am Sonntag saßen Töchterchen und Remo4 immer vor der Glotze, kam direkt nach der Sendung mit der Maus, und staunten über die Wunder des Universums. :lesx:

Black Dog
03.05.2006, 23:18
Wer hat diesen Beitrag freigeschaltet? ....
Warst Du es am Ende selber?


Wer wohl ? :rog: Bin ich ein Spielkind oder bin ich es nicht ? :baeh:



Wodurch bist Du durch diese phantastische Musik geschädigt worden? Nur weil Du die Lösungen bei Knoff Hoff nicht verstanden hast, muss jetzt ein ganzer Musikstil leiden?


"Geschädigt" wurde ich durch zu viele minder bemittelte Musiker und Interpreten.

Die Lösungen bei dieser oberpeinlichen Knoff-hoff-Show habe ich sehr wohl verstanden, schließlich habe ich einen ordentlichen teuschten Bildungsabschluss. Was mir damals auf den Keks ging (die Dixiekapelle war quasi das Sahnehäubchen), war das Gehabe der Moderatoren, welches im Grunde genommen jeden Hauptschüler ohne qualifizierten Abschluss genervt haben müsste.

Lassen wir dieses Thema.... ich werde mich nie an das Niveau derjenigen gewöhnen, die meinen, Programm machen zu müssen für die dumpf-breite Konsumentenschicht.

remo4
03.05.2006, 23:31
Mein Töchterchen ist Jahrgang 1987. Anfang der 90er saßen wir gebannt vor der Glotze, staunten und diskutierten anschließend darüber.
Letzte Woche hatte Töchterchen ihre Abi Klausur in Physik mit einem glatten "Sehr gut", volle Punktzahl, abgehakt.
Knoff Hoff und die Sendung mit der Maus können auch neugierig machen.

Lassen wir das Thema trotzdem, es geht hier um Dixie. :rck:

Black Dog
03.05.2006, 23:38
Ich sehe die Welt mit meinen Augen.. es sind die Augen eines Mittvierzigers, dem damals dieses unsäglich-arrogante Gehabe tierisch auf den Sack ging... keine Ahnung, wie die Sendung damals auf Kinder wirkte.


Anyway... hast du weitere Namen außer Chris Barber im Angebot ?

Paddington
04.05.2006, 00:16
"Der tag an dem Conny Cramer starb" war eine offizielle Cover-Version. D.h. die Original-Komponisten haben ihr Geld bekommen. Also nichts mit Hookline geklaut.

remo4
04.05.2006, 01:44
Das ist schwer zu recherchieren.
Jeder schreibt von jedem ab und dann gibt es wieder einen Hinweis der etwas vollkommen anderes meint.

Das scheint klar:
Ohne die weiße Band wäre weder Jazz noch Dixie so schnell bekannt geworden. Wer hörte damals schon einer farbigen Band zu?
Dixieland ist eine Form des New Orleans Jazz. Gespielt auf Platte von weißen Musikern um es einem weißen Publikum schmackhaft zu machen. Die musikalischen Unterschiede sind kaum zu erkennen, oder nicht vorhanden. Louis Armstrong und andere spielten damals auch Dixie, sie waren nur nicht weiß.

Es war wahrscheinlich so wie: Elvis macht auf Rock 'n' Roll und Big Mama Thornton auf Rhythm 'n' Blues.

Für mich ist es Spaßmusik und wird gehört wenn nichts mehr geht, weder Blues noch Rock. So viele Platten stehen nicht in meiner Sammlung. Einige Sampler, ein oder zwei von Mr. Acker Bilk, dann eine Chris Barber, eine Armstrong und ein paar von der Barrelhouse Jazz Band und der Old Merry Tale Jazz Band.

firebyrd
04.05.2006, 07:55
Das scheint klar:
Dixieland ist eine Form des New Orleans Jazz. Gespielt auf Platte von weißen Musikern um es einem weißen Publikum schmackhaft zu machen. Die musikalischen Unterschiede sind kaum zu erkennen, oder nicht vorhanden. Louis Armstrong und andere spielten damals auch Dixie, sie waren nur nicht weiß.

.

Sehe ich nicht ganz so.
Die weiße Abspaltung vom New Orleans-Jazz war grundsätzlich erst einmal von der Spielweise technisch ausgereifter(so sind wir nun einmal, wir weißen "Akademiker"), aber auch dafür nachteilig weniger gefühlsmäßig geprägt. Die Musik war viel weniger ursprünglich, weniger bluesbehaftet, einfach glatter als die der farbigen Kollegen.
Die Grenzen wurden dann fließend, als farbige Musiker verstärkt in weißen Bands - und umgekehrt - spielten.
Sicherlich auch ein wichtiger SChritt auf dem Weg der weiteren Entwicklung des Jazz.

Wolfgang