Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie gerne hörst Du Southern Rock?
Nicht ortsgebunden, aber stilistisch. Die Bands können auch aus Deutschland kommen, zum Beispiel Nocturn, oder Japan. Oft stark gitarrenlastig, mit und ohne Slide, aber fast immer härterer Rock mit Melodie.
Beispiele sind die Outlaws, Lynyrd Skynyrd, 38 Special oder Charlie Daniels und Marshall Tucker. Die beiden Bands rangieren oft unter Country, sind für mich aber mit ihren härteren Nummern eindeutig Südstaatenrocker.
0 - Nie
1 - Sehr selten, mehr zufällig
2 - Hin und wieder wenn mir danach ist
3 - Ganz gerne, es gibt etliche Alben in der Sammlung
4 - Das ist mein Hauptsammelgebiet, nichts geht über Southernrock. Man darf mich Experte nennen.
mich hättest du eigentlich nicht fragen müssen:
- der unverhohlen hohle Nationalismus, der einem aus vielen Stücken entgegen schlägt :wuerg: - ...I hope Neil Young will remember, a southern Man don´t need him around here anymore..."
- ich habe natürlich einiges hier stehen - ich kritisiere nur, was ich auch kenne / Allman Brothers, Outlaws, Lynard Skynard.. und noch das eine oder andere, das weiss ich wegen fast nimmermehr Hörens garnicht so genau...
deshalb: Antwort 1
Für mich gibt es drei große Südstaaten-Bands. Die Bluesvariante (Allman Brothers), die Rockvariante (Lynyrd Skynyrd) und die Countryvariante (Charlie Daniels Band), die drei mag ich. Auch etwa in der Reihenfolge. Danach vielleicht noch Marshall Tucker. Aber diese ganzen fast-beinahe-skynyrds wie Molly Hatchett, Outlaws, 38 Special etc. waren für mich immer nur die weniger talentierten Epigonen (jahaa, jetzt kann ich das Wort endlich auch mal verwenden *g*). Wobei die auch das eine oder andere nicht so schlechte Stück oder die eine oder andere nicht so schlechte Platte gemacht haben. Aber im Großen und Ganzen eher langweilig.
Black Dog
25.02.2008, 21:52
2 - Hin und wieder wenn mir danach ist
3 - Ganz gerne, es gibt etliche Alben in der Sammlung
Ich kann mich nicht entscheiden zwischen 2 + 3.
Wo ist denn da der Unterschied ?:bo:
Ganz spontan würde ich sagen: hin und wieder höre ich es ganz gerne, denn ich habe etliche Alben
(wie viele waren das noch genau ? Mehr als 20, mehr als 50 ?) in der Sammlung.
Ist ZZ Top noch Südstaatenrock ? Nö, aber Texas liegt doch im Süden.
Und Point Blank ? Südstaaten oder ja oder nein ?
:drunk: :lesx:
Black Dog
25.02.2008, 22:10
- der unverhohlen hohle Nationalismus, der einem aus vielen Stücken entgegen schlägt :wuerg: - ...I hope Neil Young will remember, a southern Man don´t need him around here anymore...
Wir hatten eine ähnliche Diskussion schon mal vor einiger Zeit und ich will das nicht alles aufwärmen.
Ich bin nur überrascht, dass von dir so eine holzschnittartige Aussage kommt, daher: wer solche Nägel reinhaut, sollte dies auch belegen können. :blink:
Ich glaube, es gibt einen großen Unterschied zwischen Nationalismus und Heimatverbundenheit. Die US-amerikanische Seele tickt da ganz anders als die europäische und ein gesunder Patriotismus gehört in Amiland dazu wie das Bier zum Steak.
Im übrigen war es Neil Young, der pauschal in jenem Song den Süden Angriff, worauf die Antwort von Lynyrd Skynyrd kam.
:prost:
In Amiland gibbet jede Menge Bier.
Die Amis sind irgendwie verrückt nach Bier. Bei meinen Reisen in die USA gab es in jedem Dorf eine Brauerei und nicht nur Budweiser. Jahreszeiten Bier ist eine der großen Moden. In jedem Monat eine andere Sorte. Im Sommer leichtes Bier, beinahe Radler, im Winter dunkles Bockbier. Dann das Gesöff vom Zapfhahn vom Fass und ab in den Krug, manchmal sehr lecker! Der Krug kommt auf den Tisch und man bedient sich.
Im Süden, da kenne ich Virginia und South Carolina ganz gut, hörten sich Rednecks und Farbige die gleiche Musik an. Als ich den Namen Charlie Daniels nannte, waren alle sofort begeistert was da so ein Typ aus Old Germany sich anhörte. Beinahe vor jeder Hütte gab es eine Südstaatenflagge und eine Flagge der USA.
Gastfreundschaft stand ganz weit oben, gerade im Süden.
Black Dog hat Recht, man darf Patriotismus nicht mit Faschismus und Nazitum verwechseln. Was einige Firmen treiben, darf man auch nicht auf den normalen Malocher und Südstaatler übertragen.
Das Thema hatten wir allerdings schon im alten Forum.
Die Volunteer Jam sagt doch alles, Rufus Thomas neben Ted Nugent.
Wir hatten eine ähnliche Diskussion schon mal vor einiger Zeit und ich will das nicht alles aufwärmen.
Ich bin nur überrascht, dass von dir so eine holzschnittartige Aussage kommt, daher: wer solche Nägel reinhaut, sollte dies auch belegen können. :blink:
Ich glaube, es gibt einen großen Unterschied zwischen Nationalismus und Heimatverbundenheit. Die US-amerikanische Seele tickt da ganz anders als die europäische und ein gesunder Patriotismus gehört in Amiland dazu wie das Bier zum Steak.
Im übrigen war es Neil Young, der pauschal in jenem Song den Süden Angriff, worauf die Antwort von Lynyrd Skynyrd kam.
:prost:
@Black Dog: deine Kommentare haben was, und das meine ich genau so! :jau:
Natürlich hast du mich auf dem kalten Fuss erwischt - sowohl was den Neil Young betrifft, also auch bei den Belegen oder besser den Belegstellen anhand von Texten. Die muss ich dir - ich gestehe es nicht ohne eine gewisse Pein - vorerst schuldig bleiben aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben)
widersprechen möchte ich allerdings bei der von dir erwähnten Heimatverbundenheit.
Erstens gibt es das Wort Heimat und die damit verbundene Assoziationskette (neurolinguistisch - sorry, aber ich arbeite in diesem Bereich) eigenartigerweise nur in der deutschen Sprache, ist also nicht us-amerikanisch konvertibel, folglichkann es dort per se keine "Heimatverbundenheit" geben, was sich selbst durch die viel gerühmte und zwanghaft vorgeführte Mobilität (Hollywood Thema Nr.2 - der unverbunden unverbindliche Mensch) der US-Amerikaner ergibt.
Zweitens besagt Patriotismus die Idenfikation mit dem eigenen Land, wobei man einen Unterschied zwischen Geburtsland und Wohnland machen könnte, wir wollen diese Haare aber hier nicht spalten. Dieser Patriotismus ist das Amalgam, das diesen Schmelztiegel US-Amerika überhaupt noch zusammenhält. Der funktioniert seit den grossen Nationalitätenkriegen in den Grossstädten des Nordens am Ende des 19. Jahrhunderts nach dem immer gleichen Muster bis auf den heutigen Tag und hin zum Irak-Krieg: Ihr seid keine xxx (Deutschen, Schotten, Italiener, Mexikaner, Neger etc. - ihr seid alle US-Amerikaner und your country needs you, NOW for the WAR). So funktioniert übrigens der Mythos "us-american dream" (auf den nicht nur der dümmere Teil der Menschheit weltweit immer noch und immer wieder gerne und bereitwillig hereinfällt) und die den Mythos fabrizierende Bereitsstellungsindustrie heisst Hollywood.
Drittens besagt Nationalismus eine Abgrenzung - und da wirds schon bedenklich - gegen "andersartiges" im spontan wahrnehmbaren Sinne, also Aussehen, Kultur- und Lebensgewohnheiten - und besonders in US-Amerika - Rasse....Dieses feeling, dass da unten weit südlich von Washington und besonders weit südlich von New York, die "Welt noch in Ordnung ist", das fand ich schon als junger Spund vor dreissig Jahren auffällig beunruhigend.....
Diesen Punkt Drittens fand ich früher in zu vielen Texten zu Musiken des "SüdstaatenRocks", als ich da wirklich noch Zeit dafür hingegeben habe und jetzt gehe ich Texte suchen, mein Herr
:blink:
komisch, bewusst such ich mir das genre nicht aus, aber alleine schon mit den allman brothers bin ich ziemlich bedient. natürlich gibts da noch die eine oder andere band die ich mir gerne anhöre ... ich muss mich betreffend den texten mal achten. das von roberto ins feld geführt nationalistische gehabe ist mir bis jetzt noch gar nie aufgefallen. andererseits, vielleicht hör ich mir auch die falschen südstaatler an.
:prost:
p.s.: wenn sich das nationalistische getue aber u.a. um die fahnenschwenkerei dreht, dann geht mir das sowas von am berühmten vorbei. da kann ich mich nicht drüber ärgern. ob da einer mit einer südstaatenflagge kommt oder das liechtensteinische bettlaken schwingt, das ist mir egal. dem mess ich keine bedeutung zu.
street66
27.02.2008, 09:54
Ich kann mich nicht entscheiden zwischen 2 + 3.
Wo ist denn da der Unterschied ?:bo:
Ganz spontan würde ich sagen: hin und wieder höre ich es ganz gerne, denn ich habe etliche Alben
(wie viele waren das noch genau ? Mehr als 20, mehr als 50 ?) in der Sammlung.
Ist ZZ Top noch Südstaatenrock ? Nö, aber Texas liegt doch im Süden.
Und Point Blank ? Südstaaten oder ja oder nein ?
:drunk: :lesx:
Ich stoße hier mal ins gleiche Horn
Black Dog
27.02.2008, 21:28
Ich danke dir @ street66. :jau:
Freut mich zu wissen, dass ich nicht alleine bin. :blink:
@ Scheffe:
Wat is nu ? 50 oder weniger ?
(ich hab versucht, es scherzhaft zu formulieren. Mit deinen vagen Formulierungen bringst du mich noch ins Grab. :blink:)
Black Dog
27.02.2008, 21:34
Ach.. was soll's. Ich habe jetzt mein Kreuz bei
Das ist mein Hauptsammelgebiet, nichts geht über Southernrock. Man darf mich Experte nennen.
gemacht.
Denn: wohnen wir nicht alle unter der Sonne ?
Die Sonne ist da oben und unser blaue Planet ist darunter, also irgendwie südlich davon. Also Südlicher Rock, was sonst ?
:blink:
gez.
ein Südrockliebhaber.
Black Dog
01.03.2008, 00:01
Hier stehen rund 50 Alben von folgenden Bands:
38 Special
Alias
Allman Brothers Band
Atlanta Rhythm Section
Charlie Daniels Band
Dixie Dregs
Doc Holliday
Doobie Brothers
Lynyrd Skynyrd
Marshall Tucker Band
Moon Dog Mane
Molly Hatchet
Outlaws
Point Blank
Raging Slab
Sea Level
Widespread Panic
Das sind etwa 10% des populären Southern Katalogs und etwa 2,5% meines Gesamtinventars.
Wow.... ich bin ein südlicher Experte. :ilol:
:ltr:
Wer sind Alias?
Von den anderen Bands, und einigen mehr, stehen auch hier etliche Alben, aber Alias kenn ich nicht.
Black Dog
06.03.2008, 22:26
Ich habe eine LP von Alias names "Contraband", erschienen 1979.
Einer meiner vielen Fischzüge (1980-82) aus einer Grabbelkiste, die es damals beim Quelleshop gab. Die haben ganz viele US-Cutouts für 2-3 Mark verhökert.
Alias bestand aus den Sängern Jimmy Dougherty und JoJo Billingsley sowie dem Gitarristen Derman Cogburn.
Mitgewirkt hat sonst noch die halbe Mannschaft von Lynyrd Skynyrd
- Wilkeson (b), Powell (keys), Pyle (dr) und ein weiterer Gitarrist namens BArry Harwood.
Produziert haben Steve Gibson und Mylon LeFevre.
Die LP klingt in Teilen wie Lynyrd Skynyrd, ohne jedoch deren Bluesanteile und eben nicht ganz so kräftig-derb.
Kein must-have, jedoch eine schöne Ergänzung am südlichen Himmel. :blink:
Danke für den Hinweis.
Bei Amazon in Deutschland eine Unbekannte, in den USA gibt es einige Exemplare in Vinyl. Ansonsten könnte es auch mir gefallen, die Besetzungsliste liest sich ganz gut.
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