Tiamat „Wildhoney“
Eine Black Metal Combo mutiert zum 1 Mann Projekt und sucht nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Nix mehr Gebolze. Sumpfgeräusche, Akustische Gitarre, Feenchöre … Gegrowlt wird teilweise, aber auch „clear“ gesungen und rum wie num geht es sehr melodisch zu.
Man könnte diese Platte als „Wish you where here“ für die 90er beschreiben: Mystisch, elegisch, bedrohlich, abschließend meditativ.
Sehr fein und zeitlos.
Amorphis „Elegy“
Was für eine Idee: Man nehme ein Nationalepos und verrocke es in einem Stil zwischen Led Zep und Black Sab. Die Finnen haben nun also ihr Erbe verarbeitet.
Könnten sich nicht Equilibrium, Haggard, the Ocean oder wer auch immer in Deutschland mal der Nibelungen annehmen? Oder muss Achim Reichel erst 70 werden und eine Metalband gründen?
Therion „Theli“
Ehemals Black Metal Band. Seit Lepaca cliffoth immer mehr Klassik dabei. Theli ist wohl ohne Übertreibung der Sgt. Pepper des Gothikrocks:
Großes Orchester (ach so, das mochten ja einige hier im Forum gar nicht…)und Opernchöre satt, unterlegt mit wandlungsfähiger Metalrhythmik. Pathos? Na Klar!
Hier und da noch kurzes Growlen oder ebenso kurz klare Rockvocals. Auf den Nachfolgealben fehlen diese dann ganz, dann ruled der Chor total.
Kein Vergleich mit Blind Guardian oder Rhapsody.
Haggard “and thou shalt trust ... the seer“
War das ein Kopf an Kopf Rennen damals: Knapp nach Theli stieß ich auf Haggard:
18 Mann als Bandprojekt; 4 Rocker from the black Fraktion und der Rest aus Klassik und Folklore. Mit ihren ersten beiden Alben spielten sie nach meinem Dafürhalten alles an die Wand, was sich in diesem fusionierten Black-Gothik-Sopran-meets-Höllenhund-Genre tummelte. Wer braucht Nightwish oder Within temptation, wenn es Haggard gibt?
„And thou shalt trust…“ und der Nachfolger „Awaking the centuries“ sind hiermit dringend zum Antesten empfohlen.
The 3rd and the mortal „tears laid in earth”
Ja und bei dieser CD sachlich bleiben, fällt mir ganz schwer. Die ist… also die klingt….äh, wie sag ich’s…. GÖTTLICH?! Mal ganz bescheiden formuliert.
Müde dröhnende (Bass-?) Gitarren, Drums gaaaaanz schleppend. Und obendrüber eine Fee!
Kein klassischer Sopran, eher so aus der Renaissance-Richtung: Annie Haslam oder die Ougenweiden-Elfe damals…
Klar gibt’s da inzwischen inflationäre Klone von, aber hier rumpelt nix aus Effekthascher Gründen, sondern alles fliiiiiieeeßt.
Sigur Ros Enthusiasten – hier ist Nachschub.




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