Gitarrenbands die ihre Instrumente mit Maschinengewehren verwechseln oder dermassen tief in den Keller runterstimmen, dass einem beinahe der Mageninhalt hochkommt sind bei mir schon lange durch.
Da kommt "The Life Pursuit" von Belle And Sebastian gerade recht: Traumhaft schöne Songs mit bezauberndem Gesang, meist verankert im Late-Sixties-Pop mit Querverweis auf die Glamrockszene der Siebziger. Und diese musikalische Welt in der Easy Listening auch kein Fremdwort ist, wird mir eh immer sympathischer, ein solch goldbraungebratener Track wie "Another Sunny Day" jedenfalls öffnet Herz und Seele, lässt einen von Frühling, Wärme und Liebe träumen. Ausserdem hätte er problemlos auf jedes Album von New Riders Of The Purple Sage oder Byrds gepasst. Ha, that's it, lasst uns tiefgefrorene Pfoten und Füsschen vergessen, lasst uns eintauchen in diese prickelnde, süffige Melange von Melodien die einen grossartigen Sommer ankündigen...
Etwas "härter" und gitarrenlastiger als die Vorgänger ist es geworden, was vielleicht an der Trennung von Belle (Isobel Campbell) liegen mag, die seither ja einige schöne Sachen gemacht hat. Dennoch sind die Vorgängeralben der Band aus Glasgow durchaus hörenswert, wenn man ruhige und folkig angehauchte Songs mag, die man zumeist gerne wiederhört.
Tigermilk
If you're feeling sinister
The Boy with the Arab Strap
Dear Catastrophe Waitress
Lesezeichen