Neues Jahr, neues Grabbelbox-Glück?
Tja, der heutige Griff in die Altplastikschachtel-Kiste beim Roten Riesen hat sich gelohnt, jedenfalls für einen Glücksritter wie mich. Her mit dem mülligen Soundzeux, her mit den als Schrott klassifizierten Unverkäuflichkeiten...
The Black Seeds - Into The Dojo (2007)
Hier ist's draussen momentan so kalt wie in einem Eisschrank, vielleicht noch frostiger. Da kommen mir die Neuseeländer The Black Seeds gerade recht: Reggae, Dub, sommerlich heiss und bei solchen durch den Raum flirrenden Gute-Laune-Groove-Monstern wie "Heavy Mono E", "The Prince" oder dem herzerwärmenden "One By One" müsste meines Erachtens eigentlich gleich Tauwetter einsetzen. Meine Güte, es ist erst Januar, aber diese Scheibe wird garantiert noch so manche unserer Gartenparties veredeln... tschagatschagatschagatschaga... irgendwann wirds wieder Sommer...
http://www.theblackseeds.com
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Spice And The RJ Band - The Will (2007)
Immer wieder Schweden, das Land in dem offenbar schon vor Jahren sämtliche Uhren stehen geblieben sind. Anders lässt es sich kaum erklären, denn sonst würde ich nicht immer wieder auf Alben stossen die dermassen kompromisslos in den Seventies verwurzelt sind. Spice And... ist ein unbeschwert drauflos agierendes Trio um den Gitarristen/Sänger Spice (Spiritual Beggars). "The Will" könnte man grob definiert in die Stoner-Ecke stellen, aber so ganz passt das dann auch nicht so ganz, das Album ist gar nicht mal so duster, die 12 Songs glänzen immer wieder mit gelungener, eingängiger Melodieführung ("Hold On") und den Hammonds von Gastmusiker Olle Blomström. Gitarren findet man hier natürlich auch, meist hart, laut, kernig, knurrend, in passenden Situationen aber auch mal samtpfotig sanft. Fazit: Klasse Rock-Scheibe die keine Wünsche offen lässt.
Web: Siehe irgendwo im myspace-Universum.
(myspace-Seiten mag ich immer noch keine, auch nicht anno 2009)
Sugarbeans - Second Hand (2007)
Zu denen finden sich fast keine Hinweise, die Website dieser Band (sugarbeans.net) ist offenbar nicht in Betrieb. Ich tippe anhand einiger Bilder im Booklet mal auf die Ecke London, Camden Town. Nun, die Indie-Truppe um Mastermind Ray Cole (Vocals, Guitar, Piano, Songwriting) pflügt sich luftig und unbeirrt durch die Songs ihres Anführers, erinnert mich mit dieser Lockerheit durchaus an The Fratellis. Scheppernde Gitarren, Reminiszenzen an New Wave, die Sixties, die Seventies. Vom Albumtitel "Second Hand" sollte man sich nicht täuschen lassen, stimmt nicht, bloss schlecht gewählt und wer weiss, vielleicht sogar ein übles Omen in Bezug auf die Erfolgsaussichten dieser witzigen Band...
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