Die nächste Runde, diesmal drei Scheiben von Bands aus der Schweiz:
MOTHERS PRIDE – same (2007)
Eine Band aus Luzern die schon ziemlich lange im Geschäft ist.
Auf dem schlicht MOTHERS PRIDE betitelten Album von 2007 gibt's zwei bis drei feine Titel, allen voran den mit "boom-chicka-boom"-garnierten Reisser "Not Worth The Fame" (rechtfertigt alleine den erwerb dieser G-Box-Platte) oder das an Jayhawks/Beatles erinnernde "Old Enough To Die Young". Demgegenüber steht ein solcher wie Schwachsinn wie "Ease My Mind" (merke: wenn schon STATUS QUO dann aber richtig durchgezogen und mit genügend Druck serviert) oder der Langweiler/Gähner "Deep Blue Sea". Die ganze Chose bleibt deshalb unter dem Strich halbgar, mir scheint, MOTHERS PRIDE haben versucht auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen.
http://www.motherspride.ch/
PHON ROLL – Sunset Boulevard (1993)
Tja... Legende... eine der Bands aus der Schweiz von der ich immer und ewig schwärmen werde, die tischten haufenweise gute Musik auf und hatten wirklich Charisma. Die Berner Truppe um Sänger/Gitarrist Huri Hurban und die New Yorker Shouterin Chessy Weaver (sie war mal mit Kuno Lauener, verbandelt, Kuno übrigens Produzent dieses Albums) verstand es hier in einzigartiger Weise amerikanisch geartete Sounds (evtl. "Americana"?), Bluesrock-Grooves und ich behaupte mal frech, den alten Pubrock miteinander zu verschmelzen. Die frühen Rockabilly-Wurzeln der Band sind bei dieser Platte gänzlich verschwunden, haben Platz gemacht für Heuler wie "Ten Miles Away", "Winning Back", den orgelnden Stampfer "Rosie Sue" oder das betörende Cover "Nothing But A Child" von Steve Earle. 12 Songs... kein einziger Ausfall...
PHON ROLL (die nachdem sie einigermassen bekannt waren, das ursprüngliche "V" im Namen auf Geheiss eines gleichnamigen Konzerns in "PH" ändern mussten) hatten hier einen Volltreffer gelandet. 1995 folgte dann das vierte und (leider) letzte Album "Moon Not Same".
Weblink: Artikel Berner Zeitung
THE SHELL – Feel Free (2006)
Die kleine Tour-de-Suisse endet in der Ostschweiz, genauer gesagt bei THE SHELL in St. Gallen. Obwohl... die scheinen bereits um den halben Planeten gereist zu sein, haben diese Debutplatte beispielsweise in Hamburg und Malaga eingespielt. Tja, mit der Musik kann ich allerdings herzlich wenig anfangen. Sicherlich nicht schlecht (wenn man die nötige Geduld aufbringt), leicht duster angehaucht (Goth?), meistens sehr langatmig und zähflüssig. Sprich da geht ganz einfach zu wenig, die Konstrukte verlieren sich im Nirvana oder sonstwo. Spätestens nach einer Minute beginne ich das Gros der Songs zu zappen, habe nicht die Nerven ewig zu warten ob da wirklich noch was passiert. Tja... meist geht wirklich nichts, das Trio verliert sich in seinen Songs und kommt im Regelfall zu einem Ende ohne dass eine markante Stelle im Ohr hängen geblieben wäre. Ausnahme: Track No. 11,: "Let Go To Hold On", das rockt...
http://www.theshell.de
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