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Thema: Golden Earring

  1. #21
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    Standard AW: Golden Earring

    @ Canvey:
    Das Eisen schmieden, so lange es heiß ist ? So lautet wohl die Devise hier.

    Ich hab echt nicht mit so einem Tempo gerechnet, dass ihr hier vorlegt. Vor allem habe ich nicht mit WW gerechnet, der heimlich, still und leise aus der Tiefe des Raumes kam.



    Na also, dann leg mal vor mit der On The Double .... ich hab derweil schon etwas zur Eight Miles High vorbereitet.

    Aber es können und dürfen ruhig zwei oder drei Sichtweisen zu einer Platte geschrieben werden, das macht's nur noch spannender.
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

  2. #22
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    Standard AW: Golden Earring

    @ Mellow: Schön und zutreffend beschrieben, finde ich.


    Zitat Zitat von Mellow Beitrag anzeigen
    "Born A Second Time" ein weiteres gelungenes Statement, diesmal aber mit gezupfter Gitarre und mit Barrys Flöte, sie waren eh nicht mehr die einfallslosen 4/4-Takt-Rocker, als weiteren Beweis möchte ich mal auf die Ballade "Nothing Can Change This World Of Mine" verweisen.

    "Born A Second Time " hatte ich ganz anders in Erinnerung, vermutlich eine Verwechslung aufgrund des Titels. Heute nach gefühlten 20 Jahren erstmals wieder gehört. Tja..... und die von dir angesprochene Ballade geht mir natürlich runter wie Öl !
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

  3. #23
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    Standard AW: Golden Earring

    Zitat Zitat von Willi Winzig Beitrag anzeigen
    GOLDEN EARRINGS – Winter Harvest, Polydor B.V. 1967

    ....
    Ihre verkorkste Debut kam 1965 auf den Markt ...
    Fred Haayen, der bis in die 80er Jahre Produzent der Ohrringe blieb, war damals ein blutiger Anfänger und hatte wohl noch nie ein Studio von innen gesehen.

    So übel find ich das Debüt dann gar nicht. Aber klaro, sie übten noch.
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

  4. #24
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    Standard AW: Golden Earring

    Zitat Zitat von Black Dog Beitrag anzeigen
    Aber es können und dürfen ruhig zwei oder drei Sichtweisen zu einer Platte geschrieben werden, das macht's nur noch spannender.
    habe ich auch schon gedacht. wär vielleicht auch ganz spannend. da müsste ich aber darauf achten, dass ich kein review lese von einer platte die ich später noch einstelle. ich versuch da halt möglichst unbeeinflusst von kürzlichen statements zu sein.

    Geändert von Canvey (15.04.2009 um 23:03 Uhr)

  5. #25
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    Standard AW: Golden Earring

    Aus der Frühphase kenne ich nullstens was, und wenn ich mir die Rezis hier so durchlese hab ich auch nichts verpasst, Nederpop ist jedenfalls nichts für mich. Aus der späteren Phase sind mir nur die Singles im Gedächtnis geblieben, Back Home und Buddy Joe finde ich heute noch gut, Radar Love kann ich nicht mehr hören. Liegt nicht am Song selber, eher daran das ich den schon gefühlte 10 Mio. mal gehört hab. Der einzige Longplayer den ich mir jemals angeschafft habe war Moontan, da wird die Radarliebe geskippt, wegen Vanilla Queen und Candys Going Bad aber durchaus noch gehört. Wieso das nie mehr Alben von GR geworden sind weiß ich eigentlich selber nicht, ich fand die immer gut, aber möglicherweise war in den entscheidenden Zeitpunkten immer irgendwas da was ich besser fand. Ich warte jetzt mal die Komplettbesprechung der Diskografie hier ab und guck denn mal was ich mir vielleicht zulegen sollte.
    Wir stellen die Normalität unverzüglich wieder her, sobald wir wissen was eigentlich normal ist.
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  6. #26
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    Standard AW: Golden Earring

    Zitat Zitat von Zaphod Beitrag anzeigen
    .... Ich warte jetzt mal die Komplettbesprechung der Diskografie hier ab und guck denn mal was ich mir vielleicht zulegen sollte.

    Ich presche jetzt mal etwas vor - geht wohl, glaub ich, weil meine Empfehlung nichts mit den "klassischen" Earring-Alben zu tun hat, sondern eine besondere Kompi ihrer Erfolge ist. - Für den Tipp müsstes du ansonsten noch ziemlich lange warten, die 2CD ist nämlich erst 2008 erschienen: "GE - The Long Versions". Ein Superteil - hat mir den Earring-Spaß wieder voll zurückgebracht. Technisch natürlich perfekt. Die Titel wurden z.T. neu eingespielt - oder es wurden unbekannte (z.T. Live-)Versionen verwendet.

    Von Twilight Zone, Just..Peace in my heart bis Eight Miles High

    fünf Daumenhoch


    WW

  7. #27
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    Standard AW: Golden Earring

    Golden Earrings - On The Double

    1969 kam und mit dem ersten Album der "Goldenen Ohrringe" in diesem Jahr, kam auch eine weitere musikalische (Zwischen)Wende. Es sollte noch bis zum gleichjährigen "Eight Miles High" dauern, bis die Band eine Reihe gleichwertiger Alben aufs Parkett legte. "On The Double" scheint mir eine der weniger bekannten Alben der Holländer zu sein. Vielleicht auch, weil die Hits fehlen? Oder, weil die meisten Songs doch etwas weniger eingängig sind als erwartet?

    Keine Ahnung! Jedenfalls, wer einen Nachfolger à la "Miracle Mirror" erwartet hatte, der stand damals wahrscheinlich ganz schön im Regen. Und Golden Earrings hielten einem da keinen Schirm hin. Durch das musste man schon selber durch. Der Vorgänger hatte die Band kurzzeitig auf die Erfolgsspur geführt, mit der sie ihren Anspruch als eine der führenden kontinentaleuropäischen Popbands zementieren konnten. Ich schreibe hier ausdrücklich von Popband, weil, die Beatband war definitiv tot und die Rocker wurden erst mit Moontan geboren (nochmal, ich kenn aber "Together" nicht, den Vorgänger von "Moontan").

    Während "Miracle Mirror" zum ersten Mal die Popqualitäten (im positiven Sinn) der Holländer aufblitzen liess, schien man sich hier höheren Weihen zuwenden zu wollen. Wie die ersten Platten der Band in die Beatlandschaft jener Zeit passten, ist dieses Album hier ein Zeitdokument, welches bei einer Blindhörsession fast sicher zielgenau dem richtigen Jahr zugeordent werden würde. Was gibt es hier? Abgesehen von etwa "Song Of A Devil's Servant", dem Opener, der noch an "Miracle Mirror" denken liess, kams hier faustdick. Golden Earring schienen ihr Poppublikum fast vollständig vergessen zu haben und kamen mit der Art anspruchsvoller Unterhaltungsmusik über die Rampe, die damals, gegen Ende der 60er, so angesagt war. Pop hatte nicht mehr nur den Clown in der Manege zu spielen. Viele Bands und ein Teil des Publikums sahen sich unterwegs im Auftrag eines höheren Gedankenguts.

    Wenn man bedenkt, wie sich Golden Earrings positioniert hatten bis dato, kann man die Hinwendung zum Feuilleton nur als Fehler bezeichnen. Grossartige Musik, keine Frage. Alle 19 Songs der Doppel-LP Original Tracks und erstaunlich gut gemacht. Objektiv betrachtet war es ein Fortschritt. Nur was das Image der Band anging, wahrscheinlich ein herber Rückschlag. Niemand hatte auf eine holländische Progressivband gewartet, die schon auf so vielen verschiedenen Hochzeiten zum Tanz gespielt hatte. Man höre sich mal "High In The Sky" an. Wirklich kein Song mit dem man einen Blumentopf gewinnen kann, gschweige in den Hitparaden nach vorne kommt. Den Golden Earrings traue ich eben schon zu, dass die nicht unbedingt für das Sonntag morgen Matinée Publikum spielen wollten, sondern die wollten Erfolg haben. Und zwar dringend.

    So gesehen dürfte man diese LP im nachhinein als völligen Fehlschlag werten, wenn auch die Songs für sich alleine ohne weiteres bestehen können. Es ist vielleicht auch die Frage, was man von der Band erwartet. Der Bruch ist für mich jedenfalls so nicht voraussehbar. Es kann sein, dass man damals versucht hat, sich an die progressive Szene anzuhängen, weil das gerade weltweit grosse Wellen schlug. Zu der Zeit wurde Pop und Rock ja ohnehin "erwachsen". Wer immer der Band diese Richtungsänderung vorgeschlagen hat, hat ihnen damit, kommerziell gesprochen, wahrscheinlich nicht unbedingt das Beste getan. Mit dem Nachfolger wurde das dann aber hurtig korrigiert. Und wie! Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

    Beim Hören dieser 4 LP-Seiten ertappt man sich dabei, dass man einiges konzentrierter bei der Sache sein muss, als beim dritten Album. "I'm A Runnin'" z.B. stellt als Song einen unausgesprochenen Anspruch, dem man als Hörer erst mal gerecht werden muss. Als Backgroundmusik eignet sich das garantiert nicht. Mindestens ein Song läuft auch auf einer ganz frühen Funkschiene. Das kann auch, man kann ja innerhalb eines Doppelalbums ohne weiteres experimentieren. Eigenartig auch "I Sing My Song", ich kann mir nicht helfen, aber ich stell mir vor, wie der getönt haben müsste, wenn er für den Vorläufer oder den Nachfolger komponiert worden wäre.

    Ich sag damit nicht, dass das Album zum Trübsal blasen taugt oder als Background wenn man Calculus im 125sten Semester hat. Aber man muss schon wissen, auf was man sich einlässt. Die Leichtigkeit ist definitiv weg, und das rettet nicht mal ein Track wie "Mitch Mover" tatsächlich. Als Zeitzeuge der ausgehenden 60er-Jahre ist dies allerdings ein wertvolles Dokument. Auch als Beweis, dass sich eine Band musikalisch in eine Sackgasse begeben kann. Komisch, in diesem Zusammenhang mit Sackgasse zu sprechen, wars doch eigentlich ein Fortschritt. Man muss einfach wissen, was einen erwartet, dann kann man mit dem Album sehr gut leben. Die Songs selbst sind ausgesprochen gutes Handwerk und gegen Schluss gibt’s dann mit "God Bless The Day" auch noch einen Song der wieder Echos von "Miracle Mirror" mit sich trägt.

    Aber, das war ein sehr kurzes Intermezzo, und mindestens bis zum mir bekannten Moontan, ist die Band nie mehr auf dieses Feld zurückgekehrt und hat das beackert. Vielleicht auch so etwas wie eine Kuriosität im Schaffen der Golden Ear(-)ring/s. Eine Kuriosität anderer Art das Bild einer weiblichen Brust, wenn man das Gatefoldcover aufschlägt. Irgendwie scheint das damals zur Undergroundszene gehört zu haben. Oder mindestens zu jeder x-ten Veröffentlichung die hip sein wollte. Aber, bevor sich jemand in Unkosten stürzt und eine Original-Lp um jeden Preis erwerben will, wegen dieses Bildes (ja klar, ihr doch nicht!), so toll ist das nun auch wieder nicht. Schlechte Bildqualität, unmöglicher Winkel und mir entgeht doch glatt die Symbolik dahinter mit dem Handshake davor. Wahrscheinlich ist das eine versteckte Botschaft.

    Seite 1

    1. Song Of A Devil's Servant
    2. Angeline
    3. Pam Pam Poope Poope Loux
    4. Hurry, Hurry, Hurry

    Seite 2

    1. My Baby Ruby
    2. Judy
    3. Goodbye Mama
    4. Murdock 9-6182
    5. Just A Little Bit Of Peace In My Heart

    Seite 3

    1. The Sad Story Of Sam Stone
    2. High In The Sky
    3. Remember My Friend
    4. Time Is A Book
    5. Backbiting Baby

    Seite 4

    1. I'm A Runnin'
    2. I Sing My Song
    3. Mitch Mover
    4. God Bless The Day
    5. The Grand Piano

    Wenn jemand mal dazu kommt hier reinzuhören, nur zu. Ich wäre gespannt, was jemand anders darüber denkt.

    Geändert von Canvey (16.04.2009 um 19:52 Uhr)

  8. #28
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    Standard AW: Golden Earring

    Gehobener Nachhilfeunterricht für das 125. Semester, dieses Seminar hier. Und das bei den Einschreibegebühren ..... klasse gemacht!

  9. #29
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    Standard AW: Golden Earring

    Hut ab @ Cnavey, ehrlich, und das aus dem Mund eines "On The Double"-Geschädigten.

    Nicht weil das Doppelalbum etwa schlecht wäre (eher "anders", ich schliesse mich hier mehr oder weniger deiner Einschätzung an), nein, die Platte hat mich immer masslos geärgert weil sie jahrzehntelang ein Phantom, ein unerlegbarer Geist geblieben ist. Im Alpenland war die nicht erhältlich, für mich jedenfalls, noch nicht mal an Börsen. Da ich GOLDEN EARRING regelrecht verfallen war, riss ich alles von ihnen an mich was mir in die Fänge geriet, die Tracklist wurde immer erst nach dem Kauf studiert. So auch "Sing My Song", eine abgespeckte deutsche 1-LP-"On The Double"-Variante (Pressung von 1970, immerhin mit 12 Songs der Originalausgabe) des Labels Karussell.

    Ganz klar ohne Busen, man kann das Teil drehen und wenden wie man will, kein Busen. Dafür mit potthässlichen Krabbelkäfern die aus einer zerplatzten Eierschale flüchten, klassischer Frakturschrift (sollte das etwa progressiv sein?) und Werbung für Cream und Hendrix auf dem rückseitigen Cover. Da habe ich eh lange herumstudiert wie der Grafiker auf die Käfer gekommen ist, das hat mich echt beschäftigt. Ohne eigentliches Endergebnis, ich nehme an der Kerl war ein Beatles-Freak früherer Tage. Vielleicht unzufrieden mit seinem Job. Oder ganz einfach eine Niete.

    Genug des Verrisses der in diesem Fall nicht unbedingt GOLDEN EARRING gilt:
    Insgesamt fehlten hier zwar die ganz grossen Würfe, mit "High On The Sky" gab es aber auch hier wieder einen meiner earring'schen Langzeitfavoriten. Der riecht förmlich nach Patchouli und dem Zeug was früher in den grossen selbstgedrehten Zigis verdampft wurde. Natürlich wieder mit diesen soften Strings und diesmal mit gemütlich vor sich hin trabenden Kongas... also den Bogen wie man so einen Schmachtfetzen richtig zusammenfaltet hatten die 'raus...

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  10. #30
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    Standard AW: Golden Earring

    aha, das ist die variante davon? das cover ist auf der pophistory vol. 16 abgebildet (im innenteil). ich wär da jetzt nie drauf gekommen, dass das die "on the double" ist. hab mich kürzlich noch gewundert, als ich das ding gesehen habe.


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