Dieser geniale Gitarrist ist im Lexikon schon ausführlich mit Text und Bildern beschrieben, deshalb ist das hier "nur" eine bescheidene Ergänzung.
------------------------------------------------------------------------
MIKE BLOOMFIELD, Vocals/Guitar, geb. 28. Juli 1944 in Chicago.
Muddy Waters hatte es ihm besonders angetan. Deshalb lernt er schon im Teenager-Alter Gitarre und da ganz speziell den Blues.
Er spielte 1964/65 akkustik-Gigs mit Nick Gravenites und Charley Musselwhite, bevor er 1965 bei der Paul Butterfield Blues Band als Gitarrist einstieg.
1967
Die Paul Butterfield Blues Band spielte am 25. Juli beim „Newport Folk Festival“ und außerdem war die Band die Backing-Gruppe bei Bob Dylan´s „Electric Set“.
Daraufhin wurde BLOOMFIELD von Bob Dylan engagiert, um bei dem Album „Highway 61 Revesited“ als Lead-Gitarrist mitzuwirken.
BLOOMFIELD verlässt Paul Butterfield und gründet Electric Flag.
Die weiteren Musiker dieser Band sind:
Barry Goldberg, Keyboards
Buddy Miles, Drums
Nick Gravenites, Vocals
Harvey Brooks, Bass
Marcus Doubleday, Trompete
Peter Strazza und
Herbie Rich, beide Saxophon.
Am 16. Juni gibt die Band ihr Live-Debut beim „Monterey International Pop Festival“.
Ihr erstes Album „The Trip“, der Sountrack eines Peter Fonda Underground-Films, erscheint. Dieses Album erreicht Kultstatus.
1968
Das Album „A Long Time Coming“ erscheint bei CBS/Columbia Records und erreicht in den Charts Platz 31.
BLOOMFIELD verlässt die Band.
Buddy Miles hält die Truppe noch zusammen und veröffentlicht ein weiteres Album „The Electric Flag“, Platz 76.
Nach der endgültigen Trennung von E. F. tut sich Miles mit Jimi Hendix zusammen und Gravenites geht zur Big Brother & The Holding Company.
Das nächste Project im Dezember von MIKE BLOOMFIELD ist eine Jam-Session, welche auch aufgenommen wird. „Super Session“ mit Stephen Stills und dem Blood, Sweat & Tears-Gründer Al Kooper an der Orgel.
Diese LP erreicht Platz 12.
1969
Im Februar spielt BLOOMFIELD im Fillmore West, San Francisco einen Gig mit The Byrds.
Im März gibt es im Fillmore West eine 2. Live-Session mit Al Kooper, Elvin Bishop und bei einem Song Carlos Santana.
Die daraus resultierte DLP „The Live Adventures Of Mike Bloomfield & Al Kooper“ erreicht Platz 18.
Etwas persönliches: Den Blues auf dieser Doppel-LP ist genau der Blues, den ich liebe.
Carlos Santana erscheint auf diesen LP´s zum ersten Mal auf Vinyl.
Seine Karriere sollte ein paar Monate später beim „Woodstock-Festival“ so richtig beginnen.
Und was er da mit der „Santana-Band“ und auch solo gebracht hat, ist eine eigene „fast unendliche Story“.
Im April spielt MIKE in Chicago mit seinem Original-Idol Muddy Waters. Daraus entspringt die LP „Fathers & Sons“.
Im November bringt Columbia seine Solo-LP „It´s Not Killing Me“ raus.
Platz 127.
1970
MIKE BLOOMFIELDschreibt den Soundtrack zum Film „Medium Cool“.
Außerdem noch in Zusammenarbeit mit Nick Gravenites Songs für den Film „Steelyard Blues“ und Andy Warhol´s Film „Bad“.
Im Dezember gibt es einen RIAA-Gold-Award für die LP „Super Session“.
1973
Obwohl er eigentlich eher monogam veranlagt ist, also am liebsten allein arbeitet, nimmt er mit John Paul Hammond und Dr. John die LP „Triumvirate“ auf.
Platz 105 springt heraus.
1974
Für das Atlantic-Label ist im November die Reunion von Electric Flag angesagt..
Mit dabei MIKE BLOOMFIELD, Nick Gravenites, Buddy Miles, Barry Goldberg und am Bass Roger Troy.
Es erscheint die LP „The Band Kept Playing“.
1976
MIKE BLOOMFIELD gründet die Band KGB mit
Ray Kennedy, Vocals
Barry Goldberg, Keyboards
MIKE BLOOMFIELD, Guitar
Rick Grech, Bass (ex- Blind Faith) und
Carmine Appice, Drums (Ex-Vanilla Fudge).
Die erste LP „KGB“ erscheint und erreicht nur Platz 124.
MIKE BLOOMFIELD ist dermaßen über diese Chart-Position enttäuscht, daß er umgehend - bevor die 2. LP „Motion“erscheint - mit Rick Grech die Band verlässt.
Und er nimmt sich vor nie mehr in einem „dauerhaften“ Band-Verbund zu spielen.
1977
In Zusammenarbeit mit dem Magazin „Guitar Player“ erscheint die LP „If You Love These Blues, Play ´Em As You Please“. Es ist eine LP für Blues-Gitarristen und wird sogar für einen Grammy-Award vorgeschlagen.
BLOOMFIELD unterschreibt beim Klein-Label Takoma und dort erscheinen in den nächsten 4 Jahren einige, nicht auf Kommerz schielende, Blues/Roots LP´s.
„Analine“, “Between The Hard Place And The Ground“ und „Michael Boomfield“.
1978
Beim Cloud-Label erscheint die LP „Count Talent & The Originals“. Dazu hat er sich nochmal mit Gravenites und Mark Naftalin zusammen getan.
1981
Bevor sein letztes Album „Living In The Fast Lane“ erscheint und kurz nach Veröffentlichung des Albums „Cruisin´ For A Bruisin´“ findet man am 15. Februar in San Francisco MIKE BLOOMFIELD, nach einem Unfall unter Drogeneinfluss, tot in seinem Auto.
1984 erscheint bei Columbia „Bloomfield – A Retrospective“ und 1994 erscheint beim gleichen Label die CD „Essential Blues 1964-1969“.
--------------------------------------------------------------------------------------------
Wie oben schon mal erwähnt hat MIKE BLOOMFIELD sein Brett so gespielt, wie ich den Blues am liebsten höre.
![]()


Zitieren

Lesezeichen