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Thema: BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974-1976

  1. #1
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    Standard BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974-1976

    Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich mit der Erwähnung von „Poor Man's Moody Blues“ nicht gerade Freunde schaffe...
    Okay, soweit vorab mal die bereits andernorts gebrauchte Einführung (Time Honoured Ghosts).


    Ich bin jetzt mal ganz ehrlich, mit dem 74er-BJH-LIVE Doppelalbum war ich nie ganz zufrieden.
    Mit dem dargebotenen LIVE-Set schon, aber die Klangqualität ist doch eher bescheiden, irgendwie änderte da auch die Wiederveröffentlichung auf Electic-Discs nichts dran. Ich nehme mal an es lag damals an der Mikrofonierung, oder an zuwenig Spuren der Recordingmachine, oder an einer seltsamen Hallenakustik. Jedenfalls war die alte Doppelrille nie ein wirklicher 100%er Hörgenuss sondern eher eine ähnlich ärgerliche Angelegenheit wie bei Humble Pie und deren PERFORMANCE-Album, aber im Fall Pie gab es dann als Alternative irgendwann die wahnsinnige Live-Messe aus dem Friscoer Winterland...

    Nun bin ich aber auf diese umwerfende Sammlung von BJH-BBC-Aufnahmen (inklusive einer atemberaubenden Session bei John Peel) gestossen die nun tatsächlich und in echt das ultimativ Gelbe vom Ei sind, Aufnahmen die punkto Transparenz und Tiefenschärfe kaum zu überbieten sind. Spannend vor allem aber auch Barclay James Harvest die damals am Scheideweg standen, die sich vom episch ausufernden Progrock der frühen Seventies langsam aber sicher verabschiedeten, trotzdem aber noch jede Menge einschlägiges und ellenlanges Material aus der Frühphase mit an Bord führten. Bei solchen Radio-Broadcastings promoteten BJH denn vor allem auch die neuen Arbeiten, beispielsweise den von den Bee Gees „abgezweigten“ Protester „The Great 1974 Mining Desaster“ welcher zur Unterstützung der damaligen Bergarbeiterstreiks in UK gedacht war, „For No One“ oder „Paper Wings“, allesamt vom Album „Everyone Is Everybody Else“ (1974) und ebenfalls auf der 74er-Polydor-LIVE-LP vertreten. Eine Menge Überschneidungen natürlich mit dem originalen LIVE-Doppler und auch bei den verschiedenen hier vertretenen Sessions dieser DoCD, schon, aber wie vorhin erwähnt, brauchen sich diese bei Mütterchen BBC gefundenen Tapes nicht zu verstecken, sie bilden eine ausgezeichnete Ergänzung zum Originalalbum, können dieses aber locker auch gleich ganz ersetzen.

    Für Bluesrocksympathisanten und Verehrer härterer Gangarten ist das natürlich alles sauerstoffverarmte, durchsichtige Luft, aber wer ausufernde mäandernde sventiesgeprägte Gitarrensoli und mellotronerne Felswände so hoch wie die allerhöchsten Berggipfel mag, der stösst hier auf eine wahre Schatztruhe, vollgepfercht mit den wunderschönsten Bergkristallen die man sich überhaupt vorstellen kann.




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Name:	bjh_radio_broadcasts_74_76.jpg
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Größe:	21.4 KB
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    BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974 - 1976
    (2 CD, Polydor, 2008)

    Disc 1:
    01. Summer Soldier (10:40)
    02. Medicine Man (10:50)
    03. Crazy City (5:07)
    04. After The Day (7:33)
    05. Negative Earth (6:20)
    06. She Said (10:22)
    07. The Great 1974 Mining Disaster (6:55)
    08. Paper Wings (4:53)
    09. For No One (5:15)

    Disc 2:
    01. For No One (5:42)
    02. Paper Wings (4:03)
    03. The Great 1974 Mining Disaster (6:20)
    04. Crazy City (4:50)
    05. Negative Earth (5:36)
    06. Sweet Jesus (3:38)
    07. Hymn For The Children (3:32)
    08. Crazy City (5:49)
    09. Polk Street Rag (5:22)
    10. Rock'n'Roll Star (5:09)
    11. Suicide (6:26)

    PS.
    Und nun DAS worauf alle gewartet haben:
    Ich erkläre hiermit diesen Thread für offiziell eröffnet, DO THE BASH und so...
    Aber bitte nur mitbashen wenn man die Früh- oder Mittelphase von BJH kennt.
    Okay?
    Weil sonst bringt das niemandem nicht wirklich was...



  2. #2
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    Standard AW: BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974-1976

    Ich hoffe auf neue Erkenntnisse und/oder Anregungen, dennn bisher . . . . . deshalb finde ich bashen kontraproduktiv . . . also ich erwarte Infos . .


  3. #3
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    Standard AW: BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974-1976

    Nix mit Bashing.

    Aber auch nix mit "Die Fahne hochhalten".

    Barclay James Harvest waren immer mein musikmäßiges Nullsummenspiel.

    Die haben nicht genervt, aber sie haben auch nicht irgendwie beeindruckt. Auch bei Liveauftritten war das ok, es gab ja ein Feuerwerk. Und "Hymn" am Schluss, da blieb kein Auge trocken. Das machte die Welt nicht schlechter. Die sind für mich einfach so mitgelaufen, so dass ich mir bis heute keine Gedanken darüber machte, die waren einfach da. Immerhin hatten sie einen Song namens "Galadriel" in ihrem Frühwerk, da hörte ich den Namen zum ersten mal.

    Auf die Idee, eine Platte von ihnen zu kaufen, bin ich nie gekommen. Auf den Flohmärkten wurde einem das ja um die Ohren gehauen ohne Ende. Aber wenn die jemand mal auflegt, dann laufe ich auch nicht weg.

    Die sind halt einfach da.

  4. #4
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    Standard AW: BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974-1976

    okay, ich oute mich. ich hab sie. DIE single (und sonst nix)
    * support your local recorddealer *

  5. #5
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    Standard AW: BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974-1976

    Ich oute mich auch, ich habe SIE auch (sogar die ganze LP). Wieso wird mir immer ein Rätsel bleiben, weil ich nicht nur DAS Stück schrecklich finde. Ich kann nicht mal behaupten die geschenkt gekriegt zu haben, die hab ich selber gekauft.
    Ob die irgendwann mal etwas besseres gemacht haben hat mich aber nie mehr interessiert.
    Wir stellen die Normalität unverzüglich wieder her, sobald wir wissen was eigentlich normal ist.
    BeebleBlox - das Blog

  6. #6
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    Standard AW: BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974-1976

    Das Set beginnt mit zwei der....... ätschbätsch ! Nö, nicht der besten (so ein Votum ist immer relativ !) Songs, aber meiner liebsten Songs der Gruppe !

    Was danach folgt, wage ich in Frage zu stellen.
    Braucht es wirklich von einem halbe Dutzend Songs gleich zwei Fassungen ?
    ("Crazy City" wir sogar 3x verwurstet ! Hallo ?!?)
    Ist so was wirklich essentiell ?
    Die Frage geht an Mellow, der die CD, im Gegensatz zu mir, kennt.

    Soundquali hin oder her.... ich hätte mir lieber eine einzelne CD gewünscht, die die besten Radio-Aufnahmen konsolidiert und nicht, nach Augenschein, mit Masse statt Klasse zu punkten versucht.
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

  7. #7
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    Standard AW: BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974-1976

    Tjaa, also... also eigentlich wollte ich mich nicht schon wieder
    dazu verführen lassen, irgendwelches > 30 Jahre altes Zeugs
    zu "organisieren", nur um nicht Angst haben zu müssen, dumm
    zu sterben. Aber die Beschreibung klang zu verlockend:

    wer ausufernde mäandernde sventiesgeprägte Gitarrensoli und
    mellotronerne Felswände so hoch wie die allerhöchsten Berggipfel mag,
    der stösst hier auf eine wahre Schatztruhe,
    Exakt so ging es mir beim Anhören! Das ist Musik, wo sich in der
    Tat Felswände und Berggipfel vor dem geistigen Auge aufbauen. Wer
    das als seichte "Mädchenmusik" abqualifiziert, dem ist nicht zu helfen.
    Und wer das ignoriert, der weiß nicht, was ihm entgeht.

    Danke für die Vorstellung dieses Albums!

    Das früheste Album von BJH in meiner Sammlung ist "Gone to Earth"
    (1977); von den älteren Sachen habe ich in den 80ern zum letzten Mal
    was angehört (meine damalige Freundin hatte da ein oder zwei Platten).
    So rockig, progressiv und "ausufernd" wie nun hier habe ich das
    allerdings nicht in Erinnerung; liegt das vielleicht am Unterschied von
    Live-Auftritt vs. Studioalbum?

    Braucht es wirklich von einem halbe Dutzend Songs gleich zwei Fassungen ?
    [...] ich hätte mir lieber eine einzelne CD gewünscht, die die besten
    Radio-Aufnahmen konsolidiert
    Dito! Und die Ansagen auf CD1 find' ich nervig. Das ist ein Mal ganz
    originell, aber beim zweiten Anhören geht's mir schon auf den Wecker.

    Den stärksten Teil der Sammlung stellen für mich die Tracks 1...7
    auf CD2 dar; insbesondere bei der John-Peel-Session ist auch die
    Aufnahmequalität tatsächlich klasse. Die letzten 4 Tracks, also das
    Live-Konzert von 1976, hingegen sind m.E. schon wegen der
    Klangqualität verzichtbar.

    Eins noch: Jammerschade, dass "Mockingbird" fehlt!
    Geändert von Demon (23.10.2010 um 16:47 Uhr)

  8. #8
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    Standard AW: BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974-1976

    Zitat Zitat von Black Dog Beitrag anzeigen
    Braucht es wirklich von einem halbe Dutzend Songs gleich zwei Fassungen ?
    Hmmmh... Ansichtssache.
    Von anderen Künstlern wird ausnahmslos jede jemals eingespielte Note veröffentlicht, selbst wenn vielleicht ein mit Ruhm bekleckerter Gitarrist oder Sänger gnadenlos danebenliegt.

    Ich bin Musiker und da kommt es immer wieder mal zu Aufnahmen und schon *schwuppdiwupp* hat man vom ein und anderen Titel 5, 6, 7 Demoversionen gebunkert. Ich finde es immer wieder spannend zu hören, wie sich über die Jahre ein solcher Song verändern kann.

    Die Barclay-Broadcastings entstammen verschiedenen Mid-Seventies-Radio-Sessions die hier jeweils "en bloc" veröffentlicht wurden, Hut ab vor dieser Vorgehensweise, da hat es irgendein Produzent ganz genau genommen.

    Würden von eingangs erwähnten HUMBLE PIE Bänder von so exquisiter Güte auftauchen und einer die Frechheit besitzen da dran rumzuschnippzeln, ich bin mir sicher er würde geteert und gefedert werden.


  9. #9
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    Standard AW: BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974-1976

    Zitat Zitat von Mellow Beitrag anzeigen
    Von anderen Künstlern wird ausnahmslos jede jemals eingespielte Note veröffentlicht, selbst wenn vielleicht ein mit Ruhm bekleckerter Gitarrist oder Sänger gnadenlos danebenliegt.

    Ich bin kein Freund dieser Veröffentlichungspolitik.


    Archivmaterial - ja ! - wenn sich dadurch die Entwicklung einzelner Songs nachvollziehen läßt.
    Archivmaterial, nur um zu dokumentieren = definitiv nein.



    Die Aufnahmen der von dir rezensierten CD sind innerhalb von zwei Jahren entstanden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jene Songs in diesen zwei Jahren sich entwickelt haben, daher meine Nachfrage, ob dieses Material essentiell ist.
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

  10. #10
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    Standard AW: BARCLAY JAMES HARVEST – After The Day - The Radio Broadcasts 1974-1976

    Zitat Zitat von Black Dog Beitrag anzeigen
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jene Songs in diesen zwei Jahren sich entwickelt haben, daher meine Nachfrage, ob dieses Material essentiell ist.
    Keine Ahnung was für dich schlussendlich essentiell ist, das muss ein jeder mittels "in-sich-gehen" individuell für sich selbst entscheiden, ich schreibe niemandem vor was für welche Tonträger er sich anschaffen soll, ich kann bloss Tipps abgeben.

    Allgemein: Die Seventies finde ich besonders spannend da sich die Musik innert kurzer Zeit komplett wandelte. Ja, ich weiss, klingt unglaublich, heutzutage braucht man sich bloss noch alle 10 Jahre ein Album eines angesagten Acts anzuhören um dann konsterniert feststellen zu müssen, dass sich seit deren letzten Releases überhaupt nichts getan hat. Oder noch weniger. Die ewige Wiederholung des Erfolgskonzeptes eben, nur keine Experimente, die Plattenfirma goutiert sowas nicht.

    Barclay James Harvest waren anfangs 70er progressiv, veröffentlichten ihre Scheiben auf Harvest, ein Label bei dem die Künstler plus/minus Narrenfreiheit hatten. Der Wind drehte dann schlagartig, die Szene änderte sich, wer nicht nach neuen Wegen forschte wurde über Nacht zum Alteisen. naja, manchmal half auch das nichts, aber immerhin hatte man es versucht. BJH versuchten auch die Kurve zu kriegen und hatten sogar Erfolg damit. Allerdings kam mit dem kommerziellen Durchbruch auch die künstlerische Stagnation die brutal schnell aufs Abstellgleis führte.

    Für mich ist dieser Doppler "essentiell" da er breit gefächert die LIVE-Seite der Band in der Phase vor dem grossen Durchstarten beleuchtet und zudem das "offizielle" 74er-LIVE-Album klangtechnisch in den Schatten stellt. Ich gehe nicht soweit, dass ich Gitarrensolos herausfiltere und sie übereinanderlege... und jajajajajajaja... das von Version drei ist fünfzehneinhalb Sekunden kürzer als dasjenige von vor einem Jahr welches vier Jahreszeiten zuvor noch eine Minute und dreiundzwanzig Sekunden länger war... nein, Musik ist bei mir noch immer Gefühlssache, studierte Soundarchitekten gibts genug...


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