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Thema: Martin Turner´s Wishbone Ash in Burglengenfeld (bei Regensburg)

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    Standard Martin Turner´s Wishbone Ash in Burglengenfeld (bei Regensburg)

    Diese Zeilen hat mir ein Freund (und Gitarrist) gemailt und mit seinem Ok stelle ich sie hier ein.

    Martin Turner´s Wishbone Ash treten demnächst noch in Leverkusen, Dortmund, Hamburg, Dresden, Jena, Wetzlar und noch ein paar deutschen Städten auf.

    Stellenweise hatte ich tatsächlich eine Gänsehaut.
    Die Band hat wirklich etwas Besonderes. Die klassische Rock-Besetzung mit zwei Gitarren, Bass und Drums (ohne Keyboard o.ä.) liesse eigentlich einen straighteren Sound vermuten. Aber was die Musiker aus dieser Besetzung zaubern ist schon erstaunlich. Dabei bildet das Zusammenspiel von Martin Turner´s Bass mit dem Schlagzeug ein hartes Fundament, das einen Großteil der rhythmischen Akzente setzt. Martin Turner spielt den Bass mit dem Plektrum und erzeugt somit einen ziemlich rauhen Bass-Sound; er spielt dabei aber trotzdem sehr melodiöse Linien, eigentlich das perfekte Fundament für die beiden Gitarristen.
    Und beide Gitarristen waren wirklich hervorragend. Nicht nur solistisch (da gibts viele gute Gitarristen), sondern vor allem (und das sieht bzw. hört man seltener) im Zusammenspiel und der Rhythmusarbeit. Sie wechselten sich ständig ab beim Solospiel (auch mehrmals innerhalb eines Songs), wobei der andere jeweils die Rhythmusarbeit übernahm. Dabei legten beide Gitarristen eine enorme Vielseitigkeit an den Tag. Das Besondere war, dass sie sich immer wieder zu zweistimmigen Melodieparts trafen und so für den typischen Ash-Sound sorgten. In Kombination mit dem teilweise dreistimmigen Gesang ergab das einen schwebenden, epischen Gesamtsound, den ich so einer einfachen Rock-Besetzung niemals zugetraut hätte.
    Martin Turner´s Stimme zeigte an mehreren Stellen leichte Schwächen, was allerdings oft durch den Gesang der beiden Gitarristen kompensiert wurde. Nur an den Stellen, an denen er ganz alleine sang, merkte man es. Seine Stimme ist - trotz der Schwächen - eindeutig als DIE Stimme von Wishbone Ash zu erkennen!
    Und was noch dazu kam: die Musiker schienen auch noch Spass auf der Bühne zu haben. Zumindest in der zweiten Hälfte des Konzertes.
    Am Anfang war es schon schwierig, da fast kein Publikum da war. Ich schätze mal, es waren max. 100 Leute. Zudem machte die Band nach einer dreiviertel Stunde eine Pause, was der Stimmung nicht unbedingt zuträglich war.
    Aber nach der Pause packten sie die Klassiker aus und schafften es, das Publikum mitzureissen. Und die Stimmung sprang natürlich auch auf die Musiker über, so dass die zweite (längere) Hälfte des Sets wirklich unglaublich war und ich - wie schon erwähnt - ein paarmal eine richtige Gänsehaut bekam (bei Stücken wie "Warrior", "Throw Down The Sword" oder "Persephone").

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    Black Dog (16.11.2010), Mellow (13.11.2010), silverhammer (12.11.2010)

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