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Thema: Bernard Allison (und Malted Milk) am 1. Feb. 2011 in Nürnberg

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    Standard Bernard Allison (und Malted Milk) am 1. Feb. 2011 in Nürnberg

    Ein Konzert wegen der Vorgruppe zu besuchen, das ist eigentlich
    bisschen fragwürdig. Aber nachdem als "Support" von Bernard Allison
    ausgerechnet Malted Milk angekündigt waren, und das halbwegs in
    meiner Nähe, konnte ich nicht widerstehen, obwohl mich das aktuelle
    Album von Allison nicht so toll begeistern kann.

    Leider nur ca. 170 Besucher hatten den Weg in den Saal des "Hirsch"
    in Nürnberg gefunden; grade genügend, dass es nicht zu leer wirkte.
    Kurz nach acht -- und damit fast pünktlich -- gings los, mit "Malted
    Milk".

    Wie nicht anders zu erwarten, gelang es den Franzosen perfekt, das
    Publikum "aufzuwärmen" (was bei der Temperatur im Saal durchaus
    angebracht war...) Die Band trat ohne Saxophon und Trompete an,
    but aber trotzdem knapp 45 Minuten perfekte funkige Musik für die
    gute Laune, und die Stücke waren erkennbar so ausgesucht, dass die
    Stimmung nach und nach gesteigert wurde.

    Nach einer Pause für den Bühnenumbau erschien dann ca. um 21 Uhr
    Bernard Allison plus Band. Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen:
    Was firebyrd in seiner Kritik des Albums (The Otherside) schrieb, das
    kann ich jetzt nur bestätigen. Bernard Allison ist "live" ist ein ganz
    anderer als im Studio. Da sprang auch bei mir der Funke über --
    wenigstens in der ersten Hälfte des Konzerts. Was er und seine Band
    da boten, das möchte ich beinahe als Blues-Rock bezeichnen. Kein
    Pop, wenig Funk, durchdachte und virtuose Gitarrensoli, bluesiger
    Gesang. Fünf Punkte von mir!

    Nach gut der Hälfte des Konzerts legten der Chef und ein Teil seiner
    Band eine Kunstpause ein. Währenddessen begeisterte zunächst der
    Drummer mit einem minutenlangen fulminanten Solo die Zuhörer; ich
    hätte geschworen, dass da irgendwo ein zweiter Trommler versteckt
    sein müsste... Danach boten er und der Bassist (!) ein Duett, dass an
    Unterhaltungswert nur schwer zu überbieten sein dürfte.

    Für die zweite Hälfte des Konzerts (vielleicht wars auch nur ein Drittel)
    muss ich leider die von Firebyrd geäusserte Kritik bestätigen. Da hat
    sich Allison vor lauter Spielfreude nämlich stilistisch heillos verzettelt,
    irgendwo zwischen Funk, hartem Gitarrenrock und einer Spur Blues, die
    an dieser Stelle aber nichts zu suchen hatte. Das war stellenweise
    unterhaltsam, aber insgesamt musikalisch fragwürdig -- jedenfalls für
    meinen Geschmack.

    Kurz nach 23 Uhr war Schluss; das dankbare Publikum forderte
    minutenlang eine Zugabe, aber Herr Allison ließ sich seltsamerweise
    nicht dazu bewegen.

    P.S.
    Der Altersdurchschnitt des Publikums war erschreckend hoch...
    Geändert von Demon (02.02.2011 um 09:25 Uhr)

  2. Die folgenden Forenmitglieder sagen zu Demon vielen Dank für diesen Beitrag:

    remo4 (02.02.2011)

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