Oh no, nicht schon wieder eine Entdeckung die mir den Teppich unter den Füssen wegreisst, nicht schon wieder eine Kapelle die mich zu Begeisterungsstürmen hinreisst, mein musikalisches Weltbild einmal mehr völlig unvollkommen erscheinen lässt...
Tja, ich kann mich nicht wehren, da muss ich wohl durch, die aus Saratoga/California stammenden ALO (respektive ANIMAL LIBERATION ORCHESTRA) treffen mit ihrem locker hingeworfenen, hochmelodiösen, immer spannend gestalteten Westcoast-Sound genau mein Bedürfnis nach Sommer, Sonne und „Seele baumeln lassen“. Obwohl, ist das überhaupt Westküstenrock? Da wird dermassen munter zwischen den Stilen getanzt, dass eine Katalogisierung wirklich schwerfällt, ALO finden mühelos ihren eigenen Pfad zwischen Pop und Indierock und all den unübersichtlichen Unterkategorien. Das Faszinierende ist, dass mich diese laidbacke Mischung auf Anhieb anspricht, es entsteht beinahe ein berauschender Zustand, andauernd wird meine Aufmerksamkeit von diesen vereinnahmenden Grooves, den süffigen Gitarren, den dezent hinterlegten, trotzdem voll integrierten Keyboards, den betörenden Melodien und dem butterweichen Gesang gefordert, einfach nur begeisternd.
Ich möchte mal behaupten, dass ich mit SOUNDS LIKE THIS meinen Sommersoundtrack für 2012 gefunden habe. Ja, that's it, und manchmal erinnern mich ALO mit ihrer Uferlosigkeit gar an die walisischen MAN... Mann, was für eine spannende, umwerfende Scheibe...
ALO – SOUNDS LIKE THIS (Brushfire Records, 2012)
01. Dead Still Dance (5:06)
02. Blew Out The Walls (6:04)
03. Falling Dominoes (5:06)
04. Speed Of Dreams (5:27)
05. Storms And Hurricanes (3:40)
06. Cowboys And Chorus Girls (7:45)
07. Bark Of A Tree (3:52)
08. Combat Zone (5:03)
09. Room For Bloomin’ (9:25)
10. Reviews (From Here To Zed) (8:33)
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