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Thema: Deep Purple - So what?! (2013)

  1. #1
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    Standard Deep Purple - So what?! (2013)

    „’ck habma die neue Pörpel jekooft.“
    „Un’? Issn die so?“
    „Na ja sind Pörple eben, aba Ritschi fehlt an allen Ecken und Enden.“
    „ha’kma jedacht. Un’ Olle Lord sicher ooch.“
    „Yep. Traurig. Hab ma gleich hintaher die Mäschinhäd aus Jarahsche jeholt. Ilona wa’ nich da, weeste. Also erst ma raus mit der neuen „Silly“ aus die Anlage und mit Heiwehschtar volle Pulle Wohnsimmer jerockt! Hab aba denne bei Schmohk on de Tümpel widdor runterjedreht, sonst hätte Ilonans Wellnsittch Hörsturz jekricht und ick Theater.“
    „Arme Sau. Is ehm allet nich mehr wie früa.“
    „Wem sachste det. Noch n Bierchen?“
    „Ja, aba nich aus Kühlschrank. Ick muss ofpassn mit die Werte, sonst schimpft der Doc wieda.“


    So oder ähnlich lauwarm wird dieser Tage die Welt der Altrocker zur Kenntnis nehmen, dass ein neues Werk der alten Herren erschienen ist.

    Ich bin kein die hard Purplianer. Die Truppe rangierte bei mir immer so am Rande mit. Zeitweilig brauchte ich sie gaaaar nicht. „Child in time“ und „Smoke on the water“ sind Meilensteine der Rockgeschichte. Das ist wahr. Aber da hört es mit der sagenhaft überschätzten MK II Besetzung auch schon auf.

    Ich mag die “Book of Talisym”, die “Who do we think we are”, die “taste the Band” und die “Purpendicular”.

    Irgendwie war es deshalb mal wieder Zeit, reinzuhören, was die inzwischen so machen.
    Schock! Wrummm und reife Vielseitigkeit umschmeichelt das rockgeschichtlich geschulte Ohr! Man hört: Hier muss aber jemand ganz extrem Spass bei der Arbeit gehabt haben! Sowas kommt also raus, wenn man 70 ist, der Kontostand stimmt, Studiokosten deshalb keine Rolle mehr spielen – und die Küchenhilfe lieber mit dem jungen Gärtner schläft, statt dem greisen Hausherrn 1.Hilfe zu leisten.

    Das Beste, was Deep Purple auf die alten Tage passieren konnte, war – Steve Morse in die Band zu nehmen. Der Airy ist ebenfalls ein erprobter bunter Hund gewesen, bevor er Jon Lord ersetzte und nun feuern beide einen musikalischen Zitatenschatz der Extraklasse ab, der einfach Spass macht. (Wer mehr davon will, dem sei die Steve Morse CD „Major Impact“ empfohlen: Wie hätte Queen Kansas gespielt, wie Foreigner Led Zeppelin usw.)
    Seit Jahren spaltet ja sein Einfall, Smoke on the Water mit einem Jazz-Intro zu versehen die Fan-Gemeinde. Mir gefällts. Klingt immer wie Heavy-Benson bevor das Richie-Riff ertönt.
    Auf „So what?!“ gibt’s nun verstärkt Asia, Dream Theater, Yes Einflüsse um die Ohren aber alles gut getränkt in Deep Purple Soße, dank Gillanvoice.

    Überhaupt Gillan: der running-(Gähn!)-gag ist ja allgemein an seiner Stimme herumzumäkeln.
    Das fällt bei dieser Pladde nu aber äußerst schwer, weil er konsequent die hohen Presstöne meidet und eher ausgeglichen in mittleren Tonlagen altersweise herumgrummelt. Es macht sogar Spass auf die Texte zu achten: Ich empfehle nur „Hell to pay“ mal so als Anreiz. Der alte Herr hat Schluss gemacht mit „I love you, I need you“ (siehe Küchenhilfe oben). Er betrachtet die Welt abgeklärt aber originell aus dem Lehnstuhl und die Typen um ihn rum steuern deutlich mehr musikalischen Einflussreichtum bei, als auf „Machinehead“ und „In Rock“ jemals zu finden war.
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    das Krächzen der Raben/ist auch ein Stück/dumm sein und Arbeit haben - das ist das Glück. (Gottfried Benn)

  2. #2
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    Standard AW: Deep Purple - So what?! (2013)

    Die Scheibe steht definitiv nicht auf meiner Einkaufsliste.
    Sollte sie mir mal zulaufen, werde ich sie mir - dank deiner Beschreibung - aber anhören.
    http://www.22-pistepirkko.net/
    sound like nothing you´ve heard before, from nowhere you´ve been

  3. #3
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    Standard AW: Deep Purple - So what?! (2013)

    DEEP PURPLE?

    Mit SO WHAT ?! wurde die Planetenladen-Filiale (die mit dem Ring drum) beschallt als ich letzten Freitag dort vorbeischaute. Klar, neue Produkte müssen beworben werden (?! Erschien just letzten Freitag), dann lassen wir mal dröhnen hat sich wohl der Angestellte in der Tonträgerecke gesagt. Ich kriegte zwei bis drei der neuen Nummern mit und fühlte mich irgendwie schuldig weil ich nicht grad den aufgebahrten Stapel mit den ?!-CD’s (seltsam, das stand nur die Deluxe-Edition mit DVD für knapp 26 Alpendollars) aufsuchte um mir so ein Ding zu krallen. Was ich da überhaupt wollte in dem Planetenring-Laden? JUDY COLLINS (die 5er-Box), und einen Blick ins meistens gut bestückte Independent-Regal werfen. Anyway, ich entschied mich gegen DP, obwohl die Gelegenheit bestanden hätte, vielleicht auch weil zuhause die neue LES SAUTERELLES auf mich im Briefkasten wartete…

    Mit vielen der „alten“ Dinosaurier-Bands bekunde ich mittlerweile Mühe, DEEP PURPLE sind kein Einzelfall (Behauptung: ihr letztes, wirklich innovatives Aufbäumen war mit BOLIN/HUGHES/COVERDAVE), die letzte LED ZEPPELIN (die Live-O2) liess mich auch kalt. AEROSMITH haben letztes Jahr auch mal wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben, ZZ TOP glaub‘ ich auch, trotzdem hab‘ ich mich keine Sekunde lang drum gekümmert, selbst die aktuelle Platte von GOLDEN EARRING hab‘ ich bislang ignoriert. Bei YES blicke ich schon lange nicht mehr durch bei deren kurioser Personal- und Veröffentlichungspolitik, am Besten hält man sich an Umfeld-Produkte bei denen OLIVER WAKWEMAN (nicht Papa RICK) mitmacht. Vielleicht ist es eine latent aufkommende Alterssturheit, eine gewisse Abgebrühtheit? Oder ganz einfach der Kick nach neuer frischer, frisch von der Leber produzierter, unverbrauchter Ohrware? Die Liste in diesem Bereich ist jedenfalls ellenlang!

    Manche der ehemaligen Heroes haben für mich im Lauf der Jahrzehnte ihre glänzende Lackschicht endgültig verloren, nicht unschuldig dran sind auch dutzende katastrophale Alben der späteren Schaffensphasen.
    Schon mal die letzte NAZARETH gehört?
    Meine Güte, einen unsortierteren Gemischtwarenladen hab‘ ich noch selten gehört.

    URIAH HEEP?
    Phuuuuh… Schwamm drüber… und bei den STONES warte ich jetzt bloss noch drauf, dass sie LADY GAGA covern. Einzig bei BLACK SABBATH könnte ich mir vorstellen dass… trotz all der Enttäuschungen der letzten 35 Jahre!

    Und wieso habe ich nie kein Wort über die letzte RUSH verloren?
    Weil sie mich nicht überzeugt hat und ich die Fassade nicht beschädigen wollte?

    Manche schaffen es noch immer mich zu berühren.
    BTO, HOT TUNA, FAIRPORT, die letzte Scheibe von STATUS QUO (trotz der scheusslichen, überflüssigen und grässlichen Neuaufnahme von „In The Army Now“) oder die oben genannten LES SAUTERELLES, sogar die BEACH BOYS oder THE VIBRATORS, THE DAMNED oder die HAWKLORDS… ich glaube die Liste ist ziemlich lang. Klar, auch hier gibt’s manchmal Ausfälle, man muss für sich persönlich falls man interessiert ist, eben jeden neuen Tonträger für sich bewerten.

    Und deshalb mmer wieder die Fragen:
    Brauch ich das?
    Trifft das meine Stimmungen?
    Verstaubt der Silberling nach zweimaligem Anhören im Regal?

    Die Gillanvoice?
    In den Eighties noch versuchte er in der Tonlage seiner Jungspundjahre zu singen, die von mir besuchten DP-Gigs waren in diesem Punkt ein Debakel, peinlich, nicht nur wegen der Streitereien auf der Bühne. Bei dem einen Konzert in Zürich packte BLACKMORE die Gitarre ein, der Rest der Band bestritt den Zugabenteil allein. Auf der Tour zu seinem Solo-Album NAKED THUNDER (1990) hatte IAN GILLAN das dann glücklicherweise eingesehen, die Stimme war runtergekommen, die Songs wurden entsprechend der gealterten Stimmbänder angepasst und die von mir besuchte Show war schlicht grossartig …

    Das grundsätzliche Problem ist hausgemacht, schlussendlich bin ICH die Hürde die ein Tonträger nehmen muss, eine unbelastete Punkband hat es oftmals einfacher als altgediente Recken.

    Fazit:
    ICH bin Herr meiner Playlist.
    ICH bin Herr meiner Gefühle.
    ICH mach‘ den Daumen rauf oder runter, wenigstens unterm eigenen Kopfhörer, auch wenn’s manchmal schmerzt und Gewissensbisse verursacht und einen in fürchterliche Abgründe stürzt,
    so wie bei DEEP PURPLE

    Geändert von Mellow (03.05.2013 um 22:27 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Deep Purple - So what?! (2013)

    Den Humor, auf der Grenze zur Selbstironie, konnte ich der Band in den letzten dreißig Jahren nicht absprechen.
    Was nun, Deep Purple? Aufbruch zur Welttournee, zur letzten! Verabschiedung in Würde!

    Die Hardrockpioniere haben sich zu einem - höchstwahrscheinlich - letzten Album aufgerafft, acht Jahre nach dem letzten Studioprojekt.
    Bob Ezrin (Kiss, Alice Cooper, Pink Floyd) als Produzent für dieses Unterfangen zu verpflichten, war keine gute Idee.
    Der Sticker auf der CD (Perfect Strangers Meets Made In Japan) auch nicht.
    Seit wann braucht diese Band solche marktschreierischen Maßnahmen?
    Seit wann braucht diese Band Sessionmusiker? In den Credits wird nicht nur Bob Ezrin als Musiker erwähnt.
    Ich denke, dass Ezrin nach den Aufnahmesessions das Album nach eigenem Gutdünken verunstalten durfte.
    History repeating. Phil Spector and The Beatles.

    Michael Bradford sorgte auf den beiden letzten Alben für ein wohltuendes Maß an Erneuerung. Ezrin glänzt auf diesem Album als Restaurator.
    Bei aller Liebe zur Band, das neue Album mutet über weite Strecken wie eingeschlafene Füße an.
    Made In Japan wurde legendär durch unbändige Spielfreude. Aktuell? Fehlanzeige!
    Tastendrücker Don Airey "glänzt" durch das Hervorkramen antiquierter Klänge (von ELP bis Deep Purple) und teils unerträglichen Bombast.
    Jon Lord würde sich im Grab umdrehen, angesichts dieser "Performance".

    The times, they are changing.
    Das Intro im Eröffnungssong auf zwei Minuten zu dehnen, bei einem Song unter fünf Minuten.... die Gewichte stimmen nicht mehr.

    Deep Purple war eine Band, deren Oktanzahl dir den Atem rauben konnte.
    Aktuell? Rock für Rentner. Die Drehzahl aller Songs hält sich in überschaubaren Grenzen.
    Gut die Hälfte ist eine schlaffe Kopie dessen, was mich auch schon bei beim Album Perfect Strangers nicht erfreute.
    Besagtes Album hatte jedoch einen Riffrocker, einen Ohrknaller, den ich auf diesem Album nicht finde.

    Es gibt drei hübsch-gemütliche Songs auf dem Album.
    Das melancholische "All The Time In The World" und den entspannten Rausschmeißer "It'll Be Me", der mich durch seine Lässigkeit an "Anyone's Daugher" erinnert.
    Mit Hardrock hat das vorliegende Album nichts mehr zu tun. Mit altersreifem Spätwerk auch nicht.
    Der Blues "Blood From A Stone" weckt Erinnerungen an Morrison & Co.

    Ian Gillan ist immer noch gut bei Stimme, Steve Morse liefert einige interessante Momente.



    Ich lege mir jetzt Fireball auf ....
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

  5. #5
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    Standard AW: Deep Purple - So what?! (2013)

    Alte Männer sollten keine Rockmusik mehr spielen.
    Und wenn doch, dann braucht es mich nicht zu interessieren.


    So hätte ich bis vor paar Jahren von vorneherein über ein neues Album
    von Deep Purple geurteilt, aber heute nicht mehr. Dass Rockmusik nicht
    zwingend mit Jugendkultur verbunden ist, habe ich inzwischen kapiert.
    (Sebst mit dem Spätwerk der Stones habe ich mich mittlerweile versöhnt.)
    Ein alter "hard Purplianer" bin ich auch nicht, also sollte ich an das Album
    unvoreingenommen rangehen können.

    Gestern nun habe ichs gleich zweimal angehört - übrigens ohne vorher
    diesen Thread gesehen zu haben! (@bludgeon: 4PS stehen daher noch in
    der Warteschlange )

    Nach dem ersten 6 Tracks war ich allerdings nahe am Abschalten: Schöner
    Sound, gewiss, auch keine Kritik am Gesang. Aber langweilige und
    uninspirierte Kompositionen. Nichts, was hängenbleibt. Ein paar schöne
    Momente in "Out Of Hand" und "Hell to Pay" konnten es auch nicht
    rausreißen. Erst ab Track 7 schien mir das Album deutlich zuzulegen:
    Gute Melodien, interessante Arrangements ("Blood from a Stone" klingt
    so gar nicht nach Deep Purple!), schöne Orgel-Arbeit. In "Vincent Price"
    werden die Spielereien der 70er wieder zelebriert, wenn auch nun eher
    augenzwinkernd. Und zum Glück war das, was ich hörte, die sogenannte
    "Deluxe-Ausgabe" des Albums, denn der dort zu findende Bonustrack
    "It will be me" ist ein famos swingender Rausschmeißer, das Tüpfelchen
    auf dem i.

    Mein Fazit:
    Für den Unterhaltungsfaktor gibt's von mir *** 1/2. Aber für Rock-Musik
    fehlt doch bisschen der Thrill, der Kick, das Knallige, Provozierende oder
    Coole. Also leider doch Alt-Herren-Rock... Rock-Faktor: höchstens **.

  6. #6
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    Standard AW: Deep Purple - So what?! (2013)

    Postscriptum:

    Beim Schreiben obiger Rezension hatte ich paar Tracks des Albums
    nochmal angespielt. Diese Bemerkung
    Zitat Zitat von Mellow Beitrag anzeigen
    URIAH HEEP?
    Phuuuuh… Schwamm drüber…
    hat mich dann dazu angeregt, unmittelbar danach das 2011er-Album
    von Uriah-Heep
    zum Vergleich aufzulegen. Yeah, das rockt wirklich!

  7. #7
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    Standard AW: Deep Purple - So what?! (2013)

    Na, da hab ich ja voll ins Schwarze getroffen.
    Geschmäker sind verschieden. Klar.

    Zitat Zitat von Black Dog Beitrag anzeigen
    Deep Purple ... Rock für Rentner. Die Drehzahl aller Songs hält sich in überschaubaren Grenzen
    Selbstverständlich! Die Herren sind 70! Sollen ausgerechnet DIE den Rock&Roll erneuern? Was kann man von „Alten Herren“ erwarten?
    Selbstkarrikatur oder Denkmalpflege.
    "Bananas" war ersteres, die neue Scheibe rechne ich zu letzterer Kategorie.

    Sie pflegen nicht nur das eigene Denkmal, sondern das ihrer großen Zeit. Sie zitieren sich hier durch die früher mal Erfolgverheißenden 70er Jahre Effekte verschiedener Stilistiken und trotzdem bleibt genügend Deep Purple als Grundlage übrig.

    Zitat Zitat von Black Dog Beitrag anzeigen
    .... war keine gute Idee.
    Der Sticker auf der CD (Perfect Strangers Meets Made In Japan) auch nicht.
    „A 70s adventure“ – wäre der bessere Coveraufkleber gewesen.
    (70year old Rockers are rockin' the 70ies!)

    Solisten können durchaus auch mit 70 noch frisch und niveauvoll glänzen: Ian Hunter, Eric Burdon. Die spielen ihre Vorstellungen mit Mietmusikern ein und Ruhe is’!
    Als Band zu altern ist schwieriger, weil der Altersstarrsinn bei allen gleichzeitig zuschlägt.

    Dieser Tage spielte hier „John Lee’s Barclay James Harvest“ in der Nähe und keiner wollte es mehr sehen. Zu „Les Holroyd’s BJH“ wären genauso wenig Leute gekommen. Dämliche Bandspaltungen aus nichtigen Gründen sind die Alternative, die man seinen ehemaligen Idolen nu wirklich nicht wünscht.


    Zitat Zitat von Black Dog Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass Ezrin nach den Aufnahmesessions das Album nach eigenem Gutdünken verunstalten durfte.
    Vielleicht hatten Gillan and Company ja wirklich keine Lust, wie er in Interviews derzeit behauptet und dann lieber den Glover reden lässt. Vielleicht haben dann Glover und Ezrin im Alleingang herumgemischt, bis der Laden stimmte. Kann ja sein. Is’ mir letztlich völlig wurscht.

    Das Ergebnis klingt deutlich besser als die letzten Veröffendlichungen von Nazareth, Kiss, Wishbone ash (auch so ein Alt-Herren-Combo-Spaltungstrauerspiel).

    Ich sortier’s zu den gelungenen Lebenszeichen alter Herren a la Uriah Heep, Bachman Turner, Asia.
    das Sakramentale/schön - wer es hört und sieht/ doch Hunde und Schakale/ die haben auch ihr Lied
    das Krächzen der Raben/ist auch ein Stück/dumm sein und Arbeit haben - das ist das Glück. (Gottfried Benn)

  8. #8
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    Standard AW: Deep Purple - So what?! (2013)

    Zitat Zitat von bludgeon Beitrag anzeigen
    Die Herren sind 70! Sollen ausgerechnet DIE den Rock&Roll erneuern?
    Was kann man von „Alten Herren“ erwarten? Selbstkarrikatur oder Denkmalpflege.
    Mehr zeitgemäßere Nummern wie "Blood From A Stone", und solche wie "It Will Be Me",
    die - für mich - authentisch und voller Spielfreude rüberkommen. Aber eben nicht die
    Pflege der alten Denkmäler, deren Größe man nicht mehr erreicht.

  9. #9
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    Standard AW: Deep Purple - So what?! (2013)

    Zitat Zitat von bludgeon Beitrag anzeigen
    Das Ergebnis klingt deutlich besser als die letzten Veröffendlichungen von .... Wishbone ash (auch so ein Alt-Herren-Combo-Spaltungstrauerspiel).
    Diesen Kommentar habe ich vor Jahren anscheinend nicht wahr genommen.
    Kann so nicht stehen bleiben.

    Daher sage ich erst heute: Einspruch, euer Ehren.

    Wishbone Ash ist kein Spaltungstrauerspiel. Martin Turner, einst Mitgründer, verlies die Band, als es nicht mehr rund lief. Andy Powell, ebenfalls Mitgründer, hielt die Fahne hoch. Für eine Reunion Ende der 80er Jahre kam Turner zurück und verlies die Band nach ca. fünf Jahren wieder. Andy Powell hielt die Fahne hoch.Als die Band wieder Erfolge in kleinem Rahmen hatte, gründete Turner ein Konkurrenzunternehmen, um am Erfolg zu partizipieren.

    Seit über zehn Jahren versucht Turner, am Erfolg der von Powell geführten, einzig wahren Band namens Wishbone Ash, teilzuhaben. Alles, was er bisher zu Stande brachte, waren blutleere Neueinspielungen der frühen Jahre. Für mich deutlich zu wenig.
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

  10. #10
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    Standard AW: Deep Purple - So what?! (2013)

    Zitat Zitat von Demon Beitrag anzeigen
    Mehr zeitgemäßere Nummern wie "Blood From A Stone", und solche wie "It Will Be Me",
    die - für mich - authentisch und voller Spielfreude rüberkommen. Aber eben nicht die
    Pflege der alten Denkmäler, deren Größe man nicht mehr erreicht.
    Zeitgemäß? Der Blues ist doch über hundert Jahre alt!



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