+ Auf Thema antworten
Seite 2 von 11 ErsteErste 1234567891011 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 106

Thema: Young, Neil

  1. #11
    Registriert seit
    10.01.2006
    Beiträge
    960

    Standard AW: Young, Neil

    sorry, mal wieder off-topic :

    Habe neulich eine wunderbare Version von Cowgirl in the sand gehört. Von Houssaine Kili, auf einer CD mit ansonsten nur arabischen Titeln. Mit nem Oud-Solo (die arabische Laute, Oud / Laute - der selbe Wortstamm). Andalusische Nächte würden Neil gefallen.

    WW

  2. #12
    Registriert seit
    27.06.2006
    Beiträge
    922

    Standard AW: Young, Neil

    On The Beach

    Das Cover lässt einige Schlüsse offen,oder nicht?

    Beginnt das Album wunderschön poppig(Walk On),folgt für meinerseits Murks(See The Sky About Rain).Folglich Qualitätssteigerung(Revolution Blues)verbunden mit herrlichen erdigen Slide-Klängen(For The Turnstiles)endet die 1.Seite mit nem Blues(Vampire Blues)dieser ist dahin geshuffelt,georgelt,genörgelt,mehr nicht!Ganz zum Schluss diese geile nervöse Gitarre von N.Y. Appetizer??

    Titelsong(On The Beach) schwer atmend in bester "Horse" Manier und wieder beendet er mit zittrigen Fingern am "Hals" diesen 7 Minüter.Noch einen leisen Blues(Motion Pictures)in bester Young-Ausführung.Es folgen 9 Minuten Blues,schon wieder Blues(Ambulance Blues),so empfindet man,wenn es ins Hospital abgeht oder man in diesem liegt!

    Mit Sicherheit nicht das Meisterstück,aber auch nicht die "Heulboje".Granaten waren schon im Studio,es sollte nicht wirklich sein.

    Musiker:
    Neil Young: Gitarre, Banjo, Mundharmonika, Piano, Gesang
    Ben Keith: Gitarre, Dobro, Piano, Orgel, Percussion, Bass, Gesang
    David Crosby: Gitarre
    Rick Danko: Bass
    Tim Drummond: Bass, Percussion
    Levon Helm: Schlagzeug
    Rusty Kershaw: Slide Guitar, Geige
    Ralph Molina: Schlagzeug, Gesang
    Graham Nash: Elektrik Piano
    Billy Talbot: Bass
    Joe Yankee: Mundharmonika, Tambourine
    George Whitsell: Gitarre
    Miniaturansicht angehängter Grafiken Miniaturansicht angehängter Grafiken Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	youngbeach.jpg
Hits:	52
Größe:	17.5 KB
ID:	8407  
    Geändert von remo4 (11.10.2009 um 10:09 Uhr)
    "Die Erinnerung ist das einzige Paradies,aus dem wir nicht vertrieben werden können"

  3. #13
    Registriert seit
    14.12.2005
    Beiträge
    0

    Standard AW: Young, Neil

    Tonight's The Night

    Im Jahre des Herrn 1975 erschienen. Ein sehr gutes Album, aber man braucht Nerven. Rohgeschliffen. Perfect unperfection. The Loner. Womöglich hat ihm der Starrummel mit Crosby, Stills, Nash & Young zu schaffen gemacht, mit Sicherheit der Drogentod von Bruce Berry, seinem Roadie. Düster. Verstörend. Bluesig. Der Titelsong ragt heraus, auch "Tired Eyes" und "Albuquerque" sind schon was ganz feines. Aber schon eher was für Fans und die geschlossene Gesellschaft.

    Ich geb gerne zu, dass einen spätestens ab hier der Neil Young Bonus anspringt, man mag ihn eben oder eben nicht.

    1) Tonight's The Night
    2) Speakin' Out
    3) World on a String
    4) Borrowed Tune
    5) Come on Baby Let's Go Downtown
    6) Mellow My Mind
    7) Roll Another Number (For the Road)
    8) Albuquerque
    9) New Mama
    10 Lookout Joe
    11) Tired Eyes
    12) Tonight's the Night, Pt. 2
    Miniaturansicht angehängter Grafiken Miniaturansicht angehängter Grafiken Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Night.jpg
Hits:	85
Größe:	8.1 KB
ID:	5034  
    Geändert von Sleeper (09.12.2007 um 00:33 Uhr)

  4. #14
    Registriert seit
    27.06.2006
    Beiträge
    922

    Standard AW: Young, Neil

    ZUMA

    Vollkommen passend der Hinweis vom Sleeper mit dem "NEIL YOUNG" Bonus.Spätestens ab diesem Album konnte ich nicht mehr vom Kanadier lassen.Mit "Tonight`s The Night" und seinem rauen,traurigem Charakter ging es gleich weiter mit ZUMA und einem der schönsten und besten Songs aus der Feder YOUNGS.

    Sind hier bei fast allen Songs CRAZY HORSE zu hören,mischen Crosby,Stills&Nash nur noch bei einem Song mit,ebenso ist Langzeit-Begleiter Tim Drummond auf einem Track mit dabei.

    Don`t Cry No Tears(da winkt leicht das Cinnamon Girl)eröffnet rockig diesen fabelhaften Longplayer.

    Danger Bird,ein herrlicher Slow-Blues mit gewohnt knackigen Gitarren-Attacken.

    Pardon My Heart,absolut gekonnt,vor allem diese dezente aber auch knarzende E-Gitarre im Background.

    Lookin For A Love,leichtfüssig wird hier der Country-Rock gestreift.

    Barstool Blues,typischer Young Rocker,das muss einem gefallen vor allem sein typischer Gesang,sonst wird es nie etwas mit NEIL YOUNG .

    Stupid Girl,Blues,wieder Blues,aber nimmt einen sofort gefangen,ob der ungewohnten Spielart

    Drive Back,diese Gitarre,diese Gitarre,die macht mich kirre,die ist mit dran schuld,das ich von Ihm mehr als 25 Scheiben besitze,aber nun kommt

    Cortez The Killer,eine Perle aus der Young-Krone,die für mich am hellsten leuchtet,ein Übersong,unbeschreiblich wie dieser Song mich berührt,beim Open-Air in HH spielte die Band diesen "Killer" als eine der Zugaben,es rollten die Tränen,ja sie rollten und Jersch war irgendwie sehr glücklich,dieser Song sollte niemals enden,diese Studio-Version find ich am stärksten,hier stimmt alles,der langsame verhaltene Beginn,sich steigernd und einen immer mehr gefangen nehmend,bis man nicht mehr genug bekommen kann.

    Through My Sails,ein herrlicher Abschluss mit C,S&N,der die angehende positive Stimmung dieses Albums perfekt umsetzt,zuviel war vor "Tonight`s The Night" geschehen.
    Geändert von remo4 (22.06.2008 um 09:03 Uhr)
    "Die Erinnerung ist das einzige Paradies,aus dem wir nicht vertrieben werden können"

  5. #15
    Registriert seit
    14.12.2005
    Beiträge
    0

    Standard AW: Young, Neil

    "American Stars 'N Bars"

    Mhhh, was soll man da sagen, wenn einen das Neil Young Virus schon 1977 hoffnungslos befallen hatte. Wären auf der Platte 10 Coverversionen deutscher Kinderlieder mit den Regensburger Domspatzen und als Bonustrack "Like A Hurricane", dann hätte ich mir das auch noch gekauft.

    So schlimm war es aber nicht. Und die Domspatzen waren auch nicht dabei, obwohl die ja richtig schön singen.

    Trotzdem wirkt die Platte seltsam unausgewogen und alles andere als aus einem Guss. Auf Country-Gefiedel steh ich nicht so, egal ob da Nicolette Larson im Background oder sonst wer noch bei ist. Und gefiedelt wird halt viel. Nicht das Gelbe vom Ei. Ach: "Hey Babe" ist auch noch drauf.

    1) The Old Country Waltz
    2) Saddle Up the Palomino
    3) Hey Babe
    4) Hold Back The Tears
    5) Bite The Bullet
    6) Star Of Bethlehem
    7) Will To Love
    8) Like A Hurricane
    9) Homegrown

    PS: Long May You Run hab ich ausgelassen, das Album läuft unter der Stills-Young Band, obwohl es in einigen Diskographien aufgeführt wird.
    Miniaturansicht angehängter Grafiken Miniaturansicht angehängter Grafiken Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Bar.jpg
Hits:	87
Größe:	11.2 KB
ID:	5054  

  6. #16
    Registriert seit
    14.12.2005
    Beiträge
    5,609

    Standard AW: Young, Neil

    American Stars'n'Bars ist eines der ersten Alben von Neil Young, auf dem auch Aufnahmen zu hören sind, die aus verschiedenen Jahren stammen.

    Diese Entstehungsgeschichte mag erklären, warum die LP uneinheitlich klingt.

    Young hat in späteren Jahren immer wieder LPs veröffentlicht, die neben den Songs, die extra für die LP produziert wurden, auch unveröffentlichte Stücke aus früheren Sessions waren.



    Seite 1 ist die Countryseite, aufgenommen im April 1977.
    Fünf Songs, auf denen neben Crazy Horse auch noch Ben Keith, Carole Mayedo( vi) sowie Linda Ronstadt und Nicolette Larsen zu hören sind.

    Die Songs 1-4 sind mehr oder weniger traditionelle Countrysongs, nicht zu üppig instrumentiert.
    Als ich diese Lieder 1979 erstmalig zu Gehör bekam, konnte ich nicht viel damit anfangen.
    Meine Countryphase begann erst sehr viel später und heute mag ich das Gefiedel.
    Song No.5, "Bite The bullet", ist elektrifizierter Countryrock. Hier darf das "Verrückte Pferd" auch mal lostraben.


    Seite 2 beginnt mit "Star Of Bethlehem", Emmylou Harris singt im Chor und das
    Lied ist eine hübsche, kleine Folkballade. Hätte gut auf Harvest gepasst.
    Aufgenommen Ende 1974 und ursprünglich geplant für ein Album namens "Homegrown".
    Die LP als Ganzes hat Neil Young nie veröffentlicht, allerdings wurden einzelne Lieder aus jenen Sessions in späteren Jahren hier und da auf anderen LPs eingestreut.


    "Will To Love" ist der erste von Longtracks auf Seite 2.
    Neil Young spielt akustische Gitarre und singt dazu, während im Hintergrund über 7 Minuten ein brennendes Feuer zu hören ist.
    Sehr sehr sparsam sind hier und da ein paar Klavier- Vibraphone- Orgel- und Schlagwerklänge zu hören.
    Ein gedämpfter, leicht melancholischer und sehr stimmungsvoll Song, den Mr. Young im Alleingang eingespielt hat und der mich an "Lotta Love" erinnert.


    "Like A Hurricane", aufgenommen im November 1975, spürt man noch den Einfluss seiner LP Tonight's The Night.


    ".... I get so blown away..." sing Neil im Text.


    "Heart Of Gold" hieß der Virus, den ich seit 1972 in mir trug und der trotz der LP Harvest bei mir noch nicht das Fieber ausbrechen ließ. So richtig fortgeweht und umgehauen hat mich erst dieser Monstersong, den ich erstmalig hörte, als ich den Film "Rust Never Sleeps" sah. Bis zu jenem denkwürdigen Tag hatte ich von dem Hurricane-Lied nur gelesen, aber noch nichts gehört.


    "Like A Hurricane" ist natürlich ein Song, der über die Jahre gereift ist und live einfach noch ne Spur besser kommt.


    "Homegrown" schließlich stammt auch aus dem November 1975 und ist ein rumpeliger, typischer Young-Crazy Horse-Rocker.
    Nichts aufregendes und irgendwie auch nicht der beste Abschluss für diese LP.



    ... das läuft hier ja ganz hervorragend, ich bin begeistert. Bin gespannt, wann der erste "Aussetzer" (Trans ?) kommt....
    Geändert von Black Dog (10.12.2007 um 13:50 Uhr)
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

  7. #17
    Registriert seit
    22.01.2006
    Beiträge
    3,785

    Standard AW: Young, Neil

    Oktober 1978 wars dann soweit - ab jetzt mussten wir uns daran gewöhnen auf ein kanckig rockigeres Album ein Klavierlastig gitarrenakustisches mit mehr oder weniger heftigem conutry-touch kennen zu lernen

    also 1978

    Come a Time

    zehn Nummern, ruhige Veranstaltung, ich bin dafür nicht der richtige Mann, mir ist country zu nahe am "feuchtes-Schiesspulver-und-scharzgebrannter-Brandy-verkaufen-und-Indianer-schlachten" - bemühe ich mich also....

    01 - goin´ back, vier-viertel, leichtestes Schlagzeug, akustische Gitarre und verhaltener Gesang, Neil Young baut ein Haus und geht mit einer Frau

    02 - comes a time, das Titelstück, lustig mit Fidelbegleitung, der Text belehrt über das unvermeidlich Kommende - this old world keeps spinning round

    03 - look out for my love, obwohl - wie auch das nächste Stück - mit Crazy Horse Begleitung, gehts dennoch ruhig zu. Klare Aufforderung an eine Frau: look out for my love

    04 - lotta love, ein Konzert Klassiker bis heute geblieben, klingt wie ein Überbleibsel aus den alten "Goldrush" - Tagen

    05 - piece of mind, Neil Young mit der weiblichen Hintergrundstimme von Nicolette Larson

    06 - human highway , I came down from the misty mountain, I was lost on the human highway - hier ein kryptischer Texter im Landlergewand

    07 - already one, reflektierender Text / what can I do?/ein nachdenklicher Text zu einer nachdenklichen Melodie, das passt zusammen... büsschen langweilig iss awwer schon

    08 field of opportunity - lustig fiedelnd erfahren wir, dass Neil - I was wrong before - hier nun will der lamentierende Text so recht nicht zur tralala Fiedel passen....

    09 - motorcycle mama, endlich mal ein bisschen Abwechslung durch eine elektrische Gitarre zu einer Art talking blues, aber nun schon zum neunten Mal
    im Vier-Viertel....

    10 - four stong winds, das letzte Stück, wish you would change your mind - indeed Neil, darauf warten wir bei dir auch, mach wieder "richtige" Musik, aber dafür lieben und bewundern die deutschen Krauts die us-amerikanischen Vorbilder ja, für diesen Bocksprung zur Verbindung der Unmöglichkeiten....so im Stil von fast-food hat was mit Ernährung zu tun.....

    wenige Monate danach kam als Trostpflaster im Juni 1979 dann Rust never sleeps als Vorgeschmack auf das Jahresende mit dem genialen Livekonzert, das auch verfilmt wurde..... doch darüber berichten jetzt die nächsten Artisten


    (kaum ist man mal drei Tage nicht im Zirkuszelt.....)

  8. #18
    Registriert seit
    14.12.2005
    Beiträge
    5,609

    Standard Neil Young: Rust Never Sleeps / Live Rust

    Rust Never Sleeps / Live Rust (1979)

    Es gibt Schallplatten, die sind so markant wie ein Leuchtturm in stürmischer See.

    Oftmals ist es nicht die Musik allein, die diesen Schallplatten zu ihrer geschichtlichen Bedeutung verhilft.
    Manche Scheibe erscheint einfach zur richtigen Zeit.

    "My my, hey hey, R'n'R is here to stay...."



    Nach einer Art Dürre- und Dunkelperiode Mitte der 70er Jahre war
    Comes A Time ein erster Lichtblick. Ein freudig erwartetes Album für diejenigen Musikliebhaber, die in Young in erster Linie den Country- und Folkmusiker sahen und für die die LP Harvest so etwas wie der bisherige Höhepunkt im musikalischen Schaffenswerk war.


    Doch wo war der Rockmusiker Neil Young geblieben, der Songs
    wie "Southern Man", "Ohio" (mit CS&N), "Down By The River" oder zuletzt "Cortez The Killer" verfasst hatte ?


    Der Rockmusiker Young feierte seine Auferstehung mit Seite 2 der LP Rust Never Sleeps.
    Vier Songs, aber was für welche. Punk war gerade drei Jahre alt und Mr. Young war hörbar nicht unbeeiflusst geblieben.


    Rust Never Sleeps
    wurde live mitgeschnitten und im Studio nachbearbeitet.

    Auf Rust Never Sleeps gibt es eine ähnliche musikalische Dramaturgie wie auf Tonight's The Night. Ein zweigeteilter Song steht am Beginn und Ende der LP.



    "Hey hey, my my - Rock'n' Roll can never die
    ...
    It's better to burn out than it is to rust"


    Young macht sich seine Gedanken über Elvis, einen gewissen Sexpistolero, über den Sinn und die Vergänglichkeit des Lebens.

    Wie oft sind diese Zeilen in späteren Jahren zitiert worden?

    Youngs Ruf als Godfather of Grunge hat auch mit
    Hey, hey, my my (Out of The Blue) / My my hey hey (Into The Black) zu tun.
    Nirvana's Kurt Cobain soll die oben zitierten Zeilen bei sich gehabt haben, als er seinem Leben ein Ende setzte.


    Seite 2 enthält die Rocker.
    Stilistisch einfachster Rock, stripped down to the bone - wie der Lateiner sagen würde - hart, rauh.
    Crazy Horse ist genau die richtige Band dafür.
    Einzige Ausnahme bildet "Powderfinger", das ähnlich elegisch gelagert ist wie "Cortez The Killer".


    Das Kontrastprogramm zu den elektrischen Rockern gibt es auf Seite 1 der LP.
    Fünf mal Folk mit Young als Sänger, mit einer Mundharmonika und einer Akustikgitarre.
    Sonst nix. Beeindruckend.


    # My My, Hey Hey (Out Of The Blue)
    # Thrasher
    # Ride My Llama
    # Pocahontas
    # Sail Away
    # Powderfinger
    # Welfare Mothers
    # Sedan Delivery
    # Hey Hey, My My (Into The Black)




    Die Dramaturgie dieser LP fand ihre Fortsetzung in einem Konzertfilm und einer Doppel-LP.

    "Live Rust" war das Soundtrackalbum zum Film, der die LP begleitete.



    2 Schallplattenseiten Neil Young solo, mit Gitarre/Mundharmonika und am Piano.
    Ein kleiner Querschnitt durch seine bisherigen Erfolge.

    2 weitere LP-Seiten: Neil Young mit Crazy Horse.
    Beginnend mit "Sedan Delivery" sind diese 7 Lieder in dieser Sequenz das intensivste, was ich je von Neil Young/Crazy Horse gehört habe.


    # Sugar Mountain
    # I Am A Child
    # Comes A Time
    # After The Goldrush
    # My My, Hey Hey (Out Of The Blue)
    # When You Dance I Can Really Love
    # The Loner
    # The Needle And The Damage Done
    # Lotta Love
    # Sedan Delivery
    # Powderfinger
    # Cortez The Killer
    # Cinnamon Girl
    # Like A Hurricane
    # Hey Hey, My My (Into The Black)
    # Tonight's The Night
    Miniaturansicht angehängter Grafiken Miniaturansicht angehängter Grafiken Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	NY_RNS.jpg
Hits:	79
Größe:	13.7 KB
ID:	5056   Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	NY_R.jpg
Hits:	85
Größe:	12.4 KB
ID:	5057  
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

  9. #19
    Registriert seit
    22.01.2006
    Beiträge
    3,785

    Standard AW: Young, Neil

    ich nehme mir mal für mich das Recht zu eurer Freude heraus und überspringe mal Hawks & Doves vom Oktober 1980, das ist nämlich so eine Art Zwilling zu "Comes a Time" und mit dieser Art Musik habs ich nun mal nicht so sehr... ich gehe also zu dem nächsten Album

    Re - Ac - Tor vom Oktober 1981. Es handelt sich dabei um eines der in Kritikerkreisen umstrittensten Alben in der Karriere von NY. Nun wissen wir, dass Kritiker normalerweise andere beurteilen, ohne sich selbst der Kritik durch eigene Produktion stellen zu müssen. Nun gut.

    Ein hartes elektrisches Album, das mit zum "godfather of grunge" Image von NY beigetragen hat. In der Musik wie auch den Texten spannt NY einen kaum weiter zu dehnenden Bogen von absolut nichtsagend banalen Texten und stupider Stampfemusik bis hin zu subtil morbider Kritik zu wunderschön dazu passender Musik.

    1 - Opera Star (3:44) - zur Einstimmung ein richtiger Draufhauer, einfache Melodie und Klopperschlagzeug dazu schneidende Gitarrentöne und die ständig wiederholte Botschaft für den Hörer: ".......Some things never change, they stay the way they are.
    You were born to rock, you'll never be an opera star..."

    2 - Surfer Joe and Moe the Sleaze (4:17) - auch das zweite Stück mit einer sehr eingängigen Grundmelodie, die aber zwischendurch reichlich schräge Gitarreneskapaden überlagert wird. Textlich ist mir die Geschichte von den beiden Typen am Strand bis heute nicht aufgegangen...

    3 - T-Bone (9:16) "Got mashed potatoes, ain't got no T-bone." das ist der ganze Text, den uns NY fast zehn Minuten rüberbringt zu einer marschmässig konstruierten Musik - ohne jeden weiteren Kommentar.

    4 - Get back on it (2:15) ich bin auf dem Nachhauseweg zur dir baby im Countrystil, gut zum home-draifen, das Stück will nicht recht ins Gesamtkonzept passen, ein typisches elektrisches Kantri Stückchen von NY

    5 - Southern Pacific (4:08) - die zweite Seite der alten LP macht für den Reiz und den Ausnahmecharakter des Albums aus. Schon das erste Stück im Lokomotiventakt und der traurigen Geschichte von einem Bremser verbreiten ein beklemmend schönes Klima, das zeigt, wozu NY in der Lage sein kann - das Stück könnte doppelt so lang sein ohne uninteressant zu klingen.

    6 - Motor City (3:13), ein rotzig-trotzig rockiges Countrystück zur Ehre der us-amerikanischen Automobilindustrie. NY verteidigt seinen alten Army Jeep gegen die Invasion aus Schlitzaugien ("....there´s too many Datsuns in this town..."). Dass mir die nationalistische Note am Text nicht gefällt ist mein persönliches Problem, dass die us-amerikanische Fortbewegungsmittelindustrie trotz NYs Trotzballade jedoch am versinken ist, lässt natürlich berechtigte Freude aufkommen....

    7 - Rapid Transit (4:39) ein solid rockiges Stück mit / für mich / wiederum sehr kryptischem Text, allenfalls vielleicht der Hinweis "...Every wave is new until it breaks..." bringt Licht ins Dunkel, warum der Text allerdings weitgehend gestottert gesungen wurde - keine Ahnung, die Melodie und die Läufe sind schematisch einfach gehalten und eintsprechend eingängig... ein Lückenfüller?

    8 - Shots (7:42) ein düstere Ballade über us-amerikanisches Weben und Wesen in vier Strophen über Kinder, Maschinen, Männer und Frauen und einem endlos erscheinenden Ende mit verzerrter Gitarre und Schüssen und Schüssen stellt NY ein Armageddon der Haltlosigkeit und des Niedergangs vor, das eigentlich keine Steigerung mehr zulässt an Düsternis und Aussichtslosigkeit - deshalb sei der Text hier zitiert:

    Shots
    Ringing all along the borders can be heard
    Striking out like a venom in the sky
    Cutting through the air faster than a bird
    In the night.

    Children
    Are lost in the sand, building roads with little hands
    Trying to join their father's castles together again
    Will they make it? Who knows where or when
    Old wounds will mend?

    Machines
    Are winding their way along, looking strong
    Building roads and bringing back loads and loads
    Of building materials
    In the night

    Men
    Are trying to move the borders on the ground
    Lines between the different spots that each has found
    But back home another scene was going down
    In the night.

    Lust
    Comes creepin' through the night to feed on hearts
    Of suburban wives who learned to pretend
    When they met their dream's end
    In the night.

    Shots
    I hear shots, I keep hearing shots
    I keep hearing shots
    I hear shots.

    In einigen Stücken entfesselt NY seine Gitarre, wie es nach dieser Platte bei den rockigeren Liedern nun zu einer Gewohnheit werden wird. Schon aufgrund der Texte schieden sich die Meinungen von genial bis schrottig und Stücke wie T-Bone erschreckten auch hartgesottene Fans, dennoch eine der, wie ich meine, beeindruckensten Platten von Neil Young

    - -
    Geändert von roberto (11.12.2007 um 23:12 Uhr)

  10. #20
    Registriert seit
    14.12.2005
    Beiträge
    0

    Standard AW: Young, Neil

    Hawks And Doves

    Bleibt mir die etwas undankbare Aufgabe mit "Hawks And Doves". Mit "Comes A Time" kann ich es nur bedingt vergleichen, da mir die Songs von "Comes A Time" viel näher gingen. Stilistisch ähnlich, von der Stimmung grundverschieden.

    Ich hab "Hawks And Doves" blind gekauft nach der ganzen "Rust"-Euphorie und bin bös enttäuscht gewesen. Ein ganz kurzes Vergnügen ist es, unter einer halben Stunde. Jahre später steh ich immer noch ratlos da, aber ein bisschen hab ich das Album doch liebgewonnen. Ein paar sehr persönliche Songs ("Stayin' Power", "Coastline"), ein Song, der vor dem Hintergrund des damaligen Nato-Doppelbeschlusses zu den unhörbaren zählte ("Hawks & Doves"), und der mir heute aus anderen Gründen gar nicht gefällt, wenn der Text auch differenzierter verstanden wird. Ein Rätsel von Anno 74, der für mich beste Song ("Old Homestead")

    Kein richtiger Bringer dabei. Man muss schon Geduld haben.

    Irgendwie hörte sich das nach "ich muss noch ne Scheibe machen, damit ich meinen vertraglichen Verpflichtungen nachkomme".

    Für Fans.
    Miniaturansicht angehängter Grafiken Miniaturansicht angehängter Grafiken Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Hawks.jpg
Hits:	78
Größe:	5.8 KB
ID:	5074  

+ Auf Thema antworten
Seite 2 von 11 ErsteErste 1234567891011 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 21.11.2006, 18:17
  2. Ärgerlich ! - ? - Neil Young & Crazy Horse - Re-ac-tor
    Von roberto im Forum Schallplatten und CDs
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 05.10.2006, 19:48
  3. Neil - The Heavy Concept Album
    Von remo4 im Forum Schallplatten und CDs
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 28.07.2006, 19:15
  4. LARRY YOUNG, der Organist
    Von firebyrd im Forum Die Jazz und Blues Ecke
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 22.03.2006, 02:00

Stichworte

Lesezeichen

Lesezeichen

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •