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Thema: Young, Neil

  1. #31
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    Standard Neil Young

    Ich mache es kurz.

    Landing On Water finde ich grauslich.

    Schreckliche Synthieklänge, schräcklich-schlüchte Computerdrums oder knallig-bescheiden klingende Echtdrums.
    Slap-Bass, was sonst. Oder Synthiebass. Und dauernd diese schnellen 4/4 oder Marschrhythmen. Oder Rhythmus leicht angefunkt.

    Ihr kennt diese ganzen Gruselsounds bestimmt noch aus der Erinnerung. Kein einziger Song bleibt mir im Ohr hängen. Das hat nicht mal wirklich Groove oder ist irgendwie besonders melodiös.

    Das ist höllisch-schröcklicher Synthierockpop. Die E-Gitarre kann man mit der Lupe suchen.

    Ok.... zur Ehrenrettung von Neil Young muss man einräumen, dass es vor 20 Jahren und mehr
    haufenweise diese ätzende Mucke gab. Die Industrie hatte die Werkzeuge (Computergedöns) zur Verfügung gestellt
    und auf ein mal konnten die Künstler ne ganze Menge Lärm produzieren, der kompositorisch oder sonstwie nicht mehr großartig durchdacht sein brauchte. Hauptsache, es knallte und bängte und zwiepte und so weiter.....

    Es gab Bands, die konnten damit durchaus umgehen, z.B. INXS oder Midnight Oil oder auch Thomas Dolby. Aber das Meiste war für mich schon damals einfach nur Schrott
    und wird auch mit dem Abstand von 20 Jahren nicht besser. Ich sagte es bereits mehrfach: die 80er waren einfach nur schrottig... siehe Neil Young.


    Vielleicht kann ja einer meiner Kollgen dem Album etwas abgewinnen ?



    @ Roberto
    (das ist mir der Jersch zuvorgekommen....ich hatte meinen Text schon fast fertig.....
    )

    Ich finde Mehrfachrezensionen interessant.


    @ Remo:
    "Mystery Man" ist eine Kompilation, die die Geffen-Jahre abdeckt und Tracks aus allen 4 LPs beinhaltet.


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  2. #32
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    Standard AW: Young, Neil

    das Jahr 1986 haben wir auch trotz landing on water überlebt und warteten entsprechend gespannt, vielleicht auch mit einem erwartungsvollen Hoffentlich oder Endlich auf den Nachfolger, der kein Bauchplatscher aufs allzu flache Wassr mehr werden sollte....

    so kam der Mai 1987 mit

    Life ins Land und in die Läden. Neil Young & Crazy Horse hiess die Firma diesmal wieder. Das verrückte Pferd ritten wie gehabt Frank "Poncho" Sampedro, Billy Talbot und Ralph Molina. Ein weiterer Reiter - vielleicht als Zugeständnis an die Zeit - war Bryan Bell, ein Synthiespieler.

    1 - Mideast Vacation, ein reichlich plumper Rocker, den es auch als Singleauskopplung gab. Die grungige Gitarre, die demnächst in de Vordergrund treten sollte, ist schon zu erahnen. Familie Young auf Mittlerer Osten Urlaub... Irgendwie steht die ganze Reise im Zusammenhang mit Ghaddafi und der CIA - textlixh ist das irgendwie Neil Young´sche Kryptik oder us-amerikanische Weltsicht - oder beides???

    2 - Long Walk Home, die B-Seite der obigen Single. Neil Young hat seine Standard Mundharmonika ausgepackt und beginnt recht nachdenklich aös das Schlachtengetümmel wieder einsetzt. Leider wieder ein ähnlich plumper Takt Uff-Bahhh - - Uff-Bahhh - - Uff-Bahhh, dafür gehts jetzt um Viet-Nam und eine patriotische Frage steht im Mittelpunkt (die sich ein vernünftiger Mitteleuropäer eigentlich ständig stellt, wenn er übers grosse Wasser schaut) --> (US-) America where have we gone???

    3 - Around the World, endlich ein Rocker über boys and girls, ist ja ganz gut, warum aber zur knackigen Gitarre diese soften Sünthiklänge

    4 - Inca Queen, von Trans bekannt (und dort bereits vorgestellt)

    5 - Too lonely, eine kurze schnelle 2einhalbminütige Nummer, von diesen Stücken hätten wir mehr erwartet

    6 - Prisoner o Rock´n´Roll, "too lonely" war ja vielleicht so eine Art Einleitung, Prisoner of Rock´N´Roll ist jedenfalls ein "echtes" NY & Crazy Horse Stück, bei dem die Füsse nicht auf dem Boden stehen bleiben

    7 - Crying Eyes, eine weitere Single Auskopplung dieses Jahres 1987, setzt die beiden vorhergehenden Stücke mit entsprechendem Antrieb fort, Neil Young lässt die Gitarre quietschen und schnarren...

    8 - When your lonely Heart breaks, zum verschnaufen eine hübsche und wohl geratene typische Ballade, bei der vielleicht der Süntesaiser ruhig fehlen dürfte, ein schön gefühlvoll gespielte Gitarre...

    9 - We never danced, das letzte Stück nochmals, wie es der Titel schon ahnen lässt, ein langsames Stück diesmal auf einem Süntiteppich und sehr Young- untypisch . . aber was mussten wir uns in diesem Jahrzehnt nicht schon alles von ihm anhören..na ja noch zwei Werke und treten wir gemeinsam in ein neues Jahrzehnt, in dem Neil Young ganz andere textlixhe und musikalische Saiten aufzog...

    Geändert von roberto (18.12.2007 um 00:53 Uhr)

  3. #33
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    Standard AW: Young, Neil

    das für Neil Young stellenweise unerquickliche Jahrzehnt ist noch nicht vorbei. Da gab es etliche Bruchlandungen und nach der Verschnaufpause mit Life geht es jetzt im Mai 1988 weiter mit der Veröffentlichung von

    Neil Young & The Bluenotes - This Note´s for you - um es vorweg zu nehmen: hier gehts um "Big Band Bues" mit einer rockigen Note.

    Die Band:

    Frank "Poncho" Sampedro - Tasten
    Chad Cromwell - Schlagzeug
    Rick Rosas - Bass
    Ben Keith - Alt Sax
    Steve Lawrence - Ten Sax
    Larry Craig - Bar Sax
    Claude caillet - Posaune
    John Fumo - Trompete
    Tom Bray - Trompete

    Die Musik

    01 - Ten Men workin´ , ein satter Einstieg rockig mit ansprechendem Gebläse

    02 - This Note´s for you, für mein Ohr eigentlich nur eine Variation des vorhergehenden Stückes

    03 - Coupe de Ville, das richtige langsame Stück für ein kleines tete-a-tete zur blauen Stunde

    04 - Life in the City, ebenso eingängig wie die ersten beiden Stücke mit ordentlichem Antrieb

    05 - Twilight, ein weiteres ruhiges Stück bei dessen Arrangement Youngs Stimme irgendwie fremd klingt, die instrumentalen Teile sind aber von grosser Schönheit....

    06 - Married Man, well I´m married man, respect my happy home - ein recht merkwürdiger Textanfang, das ganze kommt aber mit ordentlich fetzigem Gebläse daher

    07 - Sunny inside, der ideale Kracher für eine typische Bühne in Las Vegas - wer aber würde in LV eine Karte für ein NY Konzert kaufen, ein Anti-Drogen-Text.....

    08 - Can´t believe you´re lyin, so richtig bluesig verträumt - wer hätte gedacht, dass Neil Young diese langsam langezogenen Gitarrentöne so gefühlvoll rüberbringen könnte, da passt sogar seine Stimme zu den Schalldämpdern auf den Trompeten; man meint dieses Stück sei die Anwärmung für das letzte Stück, aber zuvor kommt

    09 - Hey, hey, nochmals im Neil Young typischen 4/4 Takt mit übertreibenden Bläsern, das passt zum ins Auto steigen und losfahren, der Schuss Humor in dem ganzen soll das wohl sein, aber auf auf zum letzten Stück

    10 - One Thing, ein sechs-Minüter, für mich eines der schönsten langsamen Stücke, die ich von NY kenne, erinnert stellenweise stimmungsmässig durchaus an "New York 1963 - America 1968" von den Animals. Lässig entspannt aber nicht unverbindlich kommt das aus den Lautsprechern und die ganze Zeit kommt keine Langeweile auf, dieses Stück sollte auf keiner NY-Kompilation fehlen....

    Fazit: ein recht untypisches Neil Album, das zwar als höchste Chartposition leider nur Platz 56 erreichte, aber seinerzeit nach der Rückkehr zu Reprise auf besseres hoffen liess, interessant ist es durch die für ihn ungewöhnliche Besetzung allemal. Der Firebyrd wird da sicherlich viel eleganteres und ausgewogeneres kennen und empfehlen, man sollte daher nicht vergessen, dass es sich bei NY weder um einen ausgemachten Bluesmann und schon schon garnicht um einen Jazzer handelte und handelt.

    In vierzehn Monaten (August 1989) kommt dann rechtzeitig zum Fall der östlichen Systeme das nächste Album Freedom auf den Markt, das Neil Young einen Mords-Hit und uns eine neue NY-Hymne bescherte

    Geändert von roberto (19.12.2007 um 04:15 Uhr)

  4. #34
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    Standard Neil Young

    Mit seiner ersten neuen Platte beim "neuen" alten Label Reprise geht die musikalische Überraschungstour der 80er weiter.

    Kein knackiger Rock, kein guter alter Folk- oder Countryrock, wie manch einer vielleicht erwartet hatte.


    Um es vorweg zu nehmen. Die Platte ist zwar untypisch für Young, doch sie funktioniert, wie ich finde... und ich finde sie gut.


    Zitat Zitat von roberto Beitrag anzeigen

    Neil Young & The Bluenotes - This Note´s for you - um es vorweg zu nehmen: hier gehts um "Big Band Bues" mit einer rockigen Note.


    Machen schon 4 zusätzliche Bläser aus einer gewöhnlichen Rockband eine "Big Band" ?


    Anyway.... bluesig ist das Ganze stellenweise, auch viel R&B alter Schule ist erkennbar. Mich erinnert das alles oftmals an die Blues Brothers und ihre Band. Mit dem Unterschied, dass hier alles Young-Originale dargeboten werden.

    Weiter bemerkenswert ist, dass Young nicht "seine" typische Gitarre spielt, sondern seine Stilistik und Sounds der Musik unterordnet.

    Die Texte sind sehr einfach und klar gehalten, da gibt es keinerlei kryptische Passagen oder Verse.

    Im Titelsong kritisiert Young diejenigen Musiker, die ihre Songs für Werbung zur Verfügung stellen.

    In "Life In The City" bezieht Young Stellung gegen soziales Elend.


    Ansonsten hat Roberto alles gesagt .....







    P.S:
    irgendwie schade, dass wir immer noch "nur" ein Quartett sind ...
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  5. #35
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    Standard AW: Young, Neil

    Einmal mehr wurde mir klar, dass ich wohl nach der "Live Rust" ins große Loch gefallen bin.

    Das ging bis "Mirrorball". Da hat sich Herr Jung wieder zurückgemeldet.

    Aber das kommt ja erst noch .....

  6. #36
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    Standard Neil Young

    Neil Young - Freedom

    Betrachtet man Youngs Werk, kann man zu dem Schluss kommen, dass immer zum Ende eines Jahrzehnts eine sehr gute Platte von ihm erschien, die eine vorherige schwächere Phase ablöste und Youngs Karriere revitalisierte.

    So geschehen 1969 mit Everybody Knows... (nach dem eher schwachen Ende von Buffalo Springfield) und 1979 mit Rust Never Sleeps.

    1989 erschien Freedom.
    Freedom kann als eine Art jüngerer Bruder von Rust Never Sleeps betrachtet werden, denn es gibt einige Gemeinsamkeiten und Parallelen.

    Rust Never Sleeps
    hatte "My my hey hey" als akustischen Eröffnungs- und elektrischen Schlusstitel. Gleiches wiederholt sich auf Freedom.
    Mit der Liveaufnahme "Rocking In the Free World" (solo-akustisch) beginnt das Album, eine elektrisch-rockende Bandversion beendet die CD. Der Song wurde fortan zu einem mehr oder weniger festen Bestandteil der Liveshows und gilt heute als ein Youngklassiker. Roberto hat diesen Song als Hymne bezeichnet.

    Während beim 79er Opus die leisen und rockigen Songs auf zwei LP-Seiten aufgeteilt wurden, mischt Young auf Freedom die Rocker und leiseren Songs.

    Nach dem ganzen synthetisch-modernistischen Krampf und dem aufgewärmten R'n'R und Old-School-Countryquark, den Young in den 80ern produzierte, klingt Freedom, wie auch schon der Vorgänger This Notes For You,
    sehr direkt, sehr frisch. Die Musik könnte live im Studio eingespielt worden sein und trotz vorhandener leiserer Songs ist es eine überwiegend rockende Platte geworden, mit folkigen Einsprengseln.

    "Crime In the City" dauert knapp 9 Minuten und ist einer jener für Young typisch-treibenden Erzählsongs.
    Nicht zu langsam, nicht zu schnell, eben in der Tradition von "Hurricane" oder "Cortez..."
    Die Akustikgitarre und mit Besen gespieltes Schlagzeug sind markant, dazu gibt es wunderbare klangliche Verzierungen durch die Slide von Ben Keith und etwas Saxophon. Mein Highlight auf der Platte, neben "Rockin' In the Free World".

    Die Besetzung auf dieser Platte ist fast identisch mit dem Vorgänger. Frank Sampedro von Crazy Horse mischt bei einigen Songs auch mit, Chad Crommwell (dr) und Rick Rosas (b) bilden, wie schon bei den vorherigen Platten, das Rhythmusfundament. Auch die Bläsersektion, ist -dezent -auf 2 Songs vertreten ("Crime In the City" u. "Someday")

    Auf "Don't Cry", einem beinahe hypnotischen Song, läßt Young das erste Mal dann seine Gibson krachen. "Hanging On A Limb" ist wieder eine Soloperformance vom Maestro, Linda Ronstadt steuert Gesang bei.

    "Eldorado" und "No More" sind weitere Glanzpunkte. Klassisch-schöne Rocksongs in bester Youngscher Tradition, mit tollen Melodien und Gitarrenklängen.
    "Eldorado" erzählt von Tijuana und einem Stierkämpfer und nicht nur inhaltlich geht es um Mexiko, wobei ich den Verdacht habe, dass der Text eine Parabel oder Allegorie darstellt.

    Dazwischen erinnern mich "The Ways Of Love" an Harvest; bei "Someday" denke ich, dass Keyboard - und Saxspieler von Bruce Springsteen um die Ecke schauen und auch das ganze melodische Konstrukt hat eine gewisse Verwandtschaft zum großen Boss.

    Den Oldie "On Broadway" hat Young zu einem wunderbar klaren, leicht rumpeligen Rocker umfunktioniert.
    "Wrecking Ball" ist eine Piano/Bass/Schlagzeugballade, das Arrangement und Feeling erinnert mich an Joe Jackson, der auch solche Songs fabriziert hat.

    Der Sinn der meist kryptischen Texte erschließt sich mir allenfalls bruchstückhaft. Nur auf dem "Titel"-Track "Rocking In The Free world" spricht Young Klartext.


    Rocking In the Free World 3:38
    Crime in the City 8:45
    Don't Cry 4:14
    Hangin' on a Limb 4:18
    Eldorado 6:03
    The Ways of Love 4:29
    Someday 5:40
    On Broadway 4:57
    Wrecking Ball 5:08
    No More 6:03
    Too Far Gone 2:47
    Rocking In The Free World 4:41



    Wie schon so oft stammen die Aufnahmen aus unterschiedlichen Sessions.
    Frank Sampedro und Ben Keith waren am Produktionsprozess beteiligt, verantwortlich waren wieder
    die "Volume Dealers" aka Young und Niko Bolas.

    Die Zusammenarbeit der beiden begann 1986 und dauerte etwa 10 Jahre. Für das 2006er Werk Living With War hat Young die Zusammenarbeit erneuert.
    Bolas hat als Aufnahmenkutscher und Produzent unter anderem für Kiss, James Taylor, Toto oder
    Melissa Etheridge gearbeitet.


    Für mich zählt Freedom eindeutig zu den besten Werken im Youngschen Musikkosmos.



    P.S:
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  7. #37
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    Standard AW: Young, Neil

    RAGGED GLORY

    1990 erschien dieses "Monster".Nur mit CRAZY HORSE in der Garage knallte NEIL YOUNG uns hier dermasen einen vor den Latz,das ich nur verwundert den Schädel schüttelte.Vor Verwunderung,sowie zum kleinen Headbangen in der Stube.Jetzt wurde es richtig knackig,stellenweise agressiv,die Gitarrensoli`s nahmen in ihrer Intensität Free-Formen an.

    So radikal abgef*!#t geil hab ich die Band vorher nie vernommen.Der eine oder andere Country-Rock-Schlenker taucht auf und brauch sich auch nicht zu erwehren,aber alle anderen Stücke strahlen eine Intensität aus,die ich so doch niemals erwartet hätte.2 Stücke gehen wie bei der "Everybody..." sogar über die 10 Minuten-Grenze!Und dann nochen diese Feedback-Enden,ich mag diese einfach gern!

    Bleibt zu erwähnen:

    -es wurde noch radikaler
    -ein Meisterwerk für mich

    Country Home 7:04
    White Line 2:59
    F*!#in' Up 5:53
    Over And Over 8:27
    Love To Burn 10:03
    Farmer John 4:12
    Mansion On The Hill 4:46
    Days That Used To Be 3:50
    Love And Only Love 10:18
    Mother Earth (Natural Anthem)* 5:11


    Musiker:

    Neil Young: Gitarre, Gesang
    Frank "Poncho" Sampedro: Gitarre, Gesang
    Billy Talbot: Bass, Gesang
    Ralph Molina: Schlagzeug, Gesang
    Geändert von remo4 (22.06.2008 um 10:05 Uhr)
    "Die Erinnerung ist das einzige Paradies,aus dem wir nicht vertrieben werden können"

  8. #38
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    Standard AW: Young, Neil

    unsereiner und ich ganz besonders freut sich ja immer, wenn vorne auf dem Cover draufsteht: Neil Young & Crazy Horse.... da erwarte ich weniger Landluft und dafür mehr Krawall....

    Nach Freedom wars im September 1990 dann wieder soweit mit

    Neil Young & Crazy Horse, Crazy Horse waren wie bei Live Rust die Herren Sampedro, Molina und Talbot.

    01 - Country Home, gibt den Aufmacher, eine siebenminütige CountryrockBallade, die genauso gut auf American´N´Bars 12 Jahre vorher hätte sein können, erfreulich allenfalls die Young´sche Rockerei

    02 - White Line, ein knackiger Rocker zum mitstampfen, einfach aber wirkungsvoll gestrickt

    03 - F!#In' Up, kann ja jeder lesen, wie er will, geradezu die Fortsetzung des vorherigen Stückes und in den kommenden Jahren fester Bestandteil der Titelliste

    04 - Over and over, ebenfalls rockig und im Unterschied zu den anderen Stücken mit choralem Hintergrundgesang - 8 Minuten hätten es aber nicht sein müssen

    05 - Love to burn, jetzt kommen gar zehn Minuten in die Länge gezogen, um eine Befindlichkeit auszubreiten, die man in zwei Minuten sicherlich spannend hätte abhandeln können, zumal alle Instrumentalisten nicht die Über-Solisten sind

    06 - Farmer John, schwerfällig stampfend und verzerrt kommt der Farmer von seinem Traktor runter oder aus seinem Stall am Abend mit so einem merkwürdigen gothictrashfeeling

    07 - Mansion on the Hill, zurück zu Nummer 4 nur eben halb so lang

    08 - Days that used to be, eine country-rockende Ballade über das, was halt vergangen ist

    09 - Love and only love, nochmals zehn Minuten, diesmal jedoch etwas aufgelockerter durch etliche Tempiwechsel, viel Gitarrengefriemel, das aber bei Neil Young son "vom-Hocker-reissend" eh nicht ist

    10 - Mother Earth (Natural Anthem), wie es sich seit Woodstock werden in US-Amerika Hymnen nun mal verzerrt gespielt, und diese ist wirklich verzerrt, dass dann die Gitarre in den Hintergrund tritt, wenn NYs süssliche Stimme den Ton angibt verstärkt den dissonanten Höreindruch noch um etliches.....

    Ein neues Album in fast komplett bekanntem altem Gewand aus den 70ern, lediglich die Knöpfe wurden ausgetauscht, sprich alles, was an Verzerrern auftreibbar war, zugeschaltet. Nicht unbedingt ein Muss, aber eine interessante Platte, wenn man Neil Youngs musikalischen Werdegang nachverfolgen möchte.

    Auf diesem Album wird die Gitarre fast ausschliesslich verzerrt gespielt, um uns auf die kommende Epoche einzustimmen, nicht schlecht, aber etwas zu langatmig. Für das Geld gibts aber dann auch satte 60 Minuten Musik bei nur zehn Stücken. Für mich ist dieses Album die Vorstufe, oder wenn es besser klingt, die Generalprobe zum einige Jahre später kommenden Mirrorball. Wer den Kauf in Betracht zieht, sollte lieber gleich zur "Glitzerkugel" greifen, da blieb dann das Destillat und die Essenz dieser vorher erfolgten Übungen übrig. Ragged Glory übertraf aber Freedom noch um zwei Plätze und erreichte den Gipfel mit Position 15 in den Bestenlisten.


  9. #39
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    Standard AW: Neil Young

    Zitat Zitat von Black Dog Beitrag anzeigen
    ...................Für mich zählt Freedom eindeutig zu den besten Werken im Youngschen Musikkosmos.



    P.S:
    Mehrfachrezensionen sind reizvoll
    .
    jetzt hast du ja zwei Rezensionen.... , schade ist und bleibt bis jetzt allerdings, dass hier offensichtlich nur ein Quartett am Werk ist

  10. #40
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    Standard AW: Young, Neil

    Macht nur weiter, ich lese gerne mit und schliesslich seid ihr alle vier Young-Experten.



    PS.
    Nach "Rust Never Sleeps" war bei mir der young'sche Ofen aus, für meine Ohren gab es dann zuviel Wiederholung. Aber "Everybody Knows This Is Nowhere", "After The Goldrush" und "Tonight's The Night" höre ich mir auch heute noch gerne an.


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