+ Auf Thema antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 28

Thema: 13th Floor Elevators

  1. #1
    Registriert seit
    13.12.2005
    Beiträge
    4,773

    Standard 13th Floor Elevators

    Verfasst am: So Jan 23, 2005 9:44 pm von Sergius Titel: The 13th Floor Elevators


    Das war eine der klassischen Garagenbands um 1967 herum. In den USA schafften sie damals mit dem Song "You're gonna miss me" einen unerwarteten Chartserfolg. Von ihren Platten kenne ich nur das grandiose Debutalbum, wo auch der erwähnte Hit drauf ist.

    Die Elevators kamen aus Texas, und das ist wie wir wissen, bis in die heutigen Tage nicht gerade DER US-Staat der mit Freaks dieser Art besonders tolerant umgeht.

    Die Band und vor allem ihr auffälliger Frontmann Roky Ericson war bekannt für ihren exzessiven Drogenkonsum und Ericson war offenbar eine etwas labilie Persönlichkeit. Es gab oft Ärger mit der Polizei und Ericson landete mehrfach auch in der Psychiatrie und hat dort Schlimmes erlebt.

    Jedenfalls lösten sich die Elevators bald auf, reformierten sich wieder und Ericson blieb auch als Solist aktiv.

    Wer weiss noch mehr über diese interessante Band?

  2. #2
    Registriert seit
    13.12.2005
    Beiträge
    4,773

    Standard AW: 13th Floor Elevators

    Die Antworten.

    Sleeper

    Erickson war ein ganz tragischer Fall. Er wurde gegen seinen Willen in die Psychiatrie eingewiesen, was hierzulande zum Glück nur drei Tage lang möglich ist, bis ein Richter sich die Sache anschaut. Er konnte sich dann noch einmal absetzen, wurde aber wegen seines Drogenkonsums weitere drei Jahre "behandelt". Und eine Zwangsbehandlung mit Neuroleptika ist für uns unvorstellbar, schlichtweg nicht mehr nachzuvollziehen.

    Man muss sich das so vorstellen, dass man selbst die einfachsten alltäglichen Tätigkeiten nur unter großen Schwierigkeiten erledigen kann, es fehlt jeder Antrieb und man leidet unter Nebenwirkungen, die vor allem die Motorik schwer schädigen.

    Ende der sechziger war der Stand der Dinge der, dass aus dieser Zeit Langzeitschäden ohne Ende gibt, sogenannte Spätdyskinesien, weil die Bandbreite der verfügbaren Medikamente bei weitem nicht dem heutigen Stand entsprach und andere Behandlungsmethoden wie Elektroschocks oder Insulintherapie häufig eingesetzt wurden.

    Dass er nicht psychotisch war, kann man vielleicht daraus ersehen, dass er mit Hilfe der Familie 1972 aus der geschlossenen Abteilung der Nervenklinik entlassen wurde und es fertigbrachte, weiterhin Platten aufzunehmen und versuchte, seine Karriere wider in Schwung zu bringen.

    Der Dude

    ja, von den elevators gibt es ein paar sachen, darunter auch einige liveaufnahmen

    the psychedelic sounds of the 13th floor elevators 1966
    live in san francisco 1966
    easter everywhere 1967
    live in texas 1967
    live 1968
    bull of the woods 1969

    dann habe ich noch auf lp "fire in my bones"(mäßige qualität)

    eine weitere gute nummer neben "you´re gonna miss me" ist "rollercoaster"

    die solo-scheiben von erikson sind aber wirklich große klasse:
    mit und ohne aliens:
    gremlins have pictures 1986
    don´t slander me 1986
    i think of demons 1987
    the holiday inn tapes 1987

    mit wirklich erstklassigen songs: night of the vampire; cold night for alligators; before in the beginning; i walked with a zombie; bloody hammer;heroin; i am; stand for the fire demon; i have alway been here before; etc

    da sind sowohl rocker als auch schöne langsame balladen dabei - roky erickson & the aliens - gehören in jede sammlung.


    einsteiger album "gremlins have pictures" - da ist so ziemlich alles drauf.

    gruß
    der dude

    Firebyrd

    Genau! Roky Erickson's Soloscheiben sind ganz besondere "Rohdiamanten", Musik mit einem ganz besonderen Charme!
    Neben der CD "I think of demons" habe ich noch die LPs "same" (1980 CBS) , die komplett auf der CD enthalten ist und "The evil"(1981 415 Records) mit einigen Überschneidungen. Das ist irgendwie fesselnde Musik....

    ..auch die der Elevators, vor allem "The Psychedelic SOunds"!(das Debut)
    Mit dem Blueser Lightnin' Hopkins haben die Elevators m.W. dann auch noch eine Aufnahme gemacht(Titel im Moment nicht parat)


    Gruß,

    Wolfgang

    Hier der Nachtrag:

    Die Scheibe mit Hopkins heißt "Free Form Patterns", damals(1968) auf dem International Artists Label veröffentlicht und mit dem Bassisten und Schlagzeuger der Elevators sind lediglich 2 Mitglieder dabei.

    Gruß,

    Wolfgang

  3. #3
    Tango Whiskyman Besucher

    Standard AW: 13th Floor Elevators

    Von den Elevators hab ich bisher die Psychedelic Sounds sowie Bull Of The Woods, mir fehlt also das zweite Album, Easter Everywhwere. Daher halte ich mich mit einem Gesamtfazit über das Schaffen der Band zurück.

    Ja, Rockys Story ist tragisch, aber fast genauso tragisch ist für mich Bull Of The Woods, das vor lauter guten Songideen strotzt, die aber bestenfalls dürftig umgesetzt wurden.

    Psychedelic Sounds ist natürlich wesentlich besser, die Qualität der Aufnahmen eindeutig besser und der Drogenkonsum muss wohl auch niedriger gewesen sein. Nicht alles ist genial, das war immerhin 1966, da konnte man von der Band keine Luftsprünge erwarten, aber immerhin. Vor allem "You´re Gonna Miss Me", "Reverberation", "Fire Engine" sowie das grossartige "Thru The Rhythm" mit seinem Killerrhythmus gehören zu meinen liebsten Songs.

    Die Band war auch dewegen wichtig, weil sie zu einer Zeit auftauchte, als die zukünftigen Richtungen Acid/Psychedelic Rock sowie der Garage Rock noch nicht voll entwickelt waren und somit hatten sie auf beide Einfluss. So kommt es mir zumindest vor!

  4. #4
    Registriert seit
    20.01.2006
    Beiträge
    1,423

    Standard THE 13TH FLOOR ELEVATORS - Die Erste Psychedelische Band

    Jenseits von Eden liegt Texas

    Die 13th Floor Elevators gründeten sich im Herbst 1965 in Austin, Texas aus zwei lokalen Gruppen, den Lingsmen und den Spades. Die Lingsmen steuerten John Ike Walton (drums), Stacey Sutherland (Git.), Benny Thurman (Bass) und Tommy Hall (Jug, Gesang) bei, die Spades nur den Gitarristen und Sänger Roky Erikson, der dafür aber gleich sein bestes Stück 'You're Gonna Miss Me' mitbrachte.

    Zuvor waren sie eine Bande halbstarker Taugenichtse. Sie fuhren in Pick-Up Trucks herum, mit einem gemeingefährlichen, zähnefletschenden Köter auf der Ladefläche und einer Schrotflinte auf dem Beifahrersitz
    (das ist wohl in Texas bis heute noch ganz legal).
    Ihre Haare waren natürlich viel zu lang, sie trugen abgeschabte Röhrenjeans und staubige, verkratzte Stiefel dazu.
    James Dean hätte seine Freude an ihnen gehabt.

    Im übrigen delektierten sie sich nicht nur an örtlichen Bieren, sondern auch im besonderen Maße an Peyote, jener aus Kakteen gewonnenen sehr halluzigen wirkenden Substanz. Sie hatten ihre Trips also schon lange, bevor die eher synthetische Variante LSD ihren Einzug hielt.
    Natürlich wurden sie von ihren reaktionären Landesgenossen nicht besonders geliebt, die lokalen Sheriffs sprachen immer mal gerne bei ihnen vor und die Gutbürgerlichen hielten eine Reihe von Beschimpfungen für sie parat.

    Ganz anders dagegen kamen sie bei Ihresgleichen an. Schon gleich zu Beginn sollen sie ihr Publikum in tranceartige Zustände versetzt haben; hervorgerufen durch erste, noch rudimentäre Lightshows, pulsierende Rhythmen, übersteuerte Gitarren und den völlig einmaligen Klang eines
    elektrisch verstärkten Tonkruges (geblasen von Tommy Hall).
    Den Effekt des Jugs würde ich mal als Bass-Im-Quadrat beschreiben.

    Im Grunde genommen war ihre Musik 3- und 4-taktiger R'n'B, aber durch o.a. Verfremdungen versetzten sie ihre Hörer in eine neue Dimenson. Das waren Klänge, die bewußtseinsverändernde Wirkung haben sollten, oder auch im bewußtseinsveränderten Zustand zu genießen waren und natürlich meist von im Zustand der Bewußtseinsveränderung (Peyote, LSD) befindlichen Musikern eingespielt wurden.
    (Historkier behaupten heute, daß die Elevators den Grateful Dead und Jefferson Airplane um etwa zwei Monate voraus waren, daß scheint glaubhaft, weil die Dead und Airplane erst auf die LSD-Trips des Chemikers Stan Owsley warten mußten, die damals noch in der Entwicklung waren).

    Gleich ihre erste Single, eine Neuauflage von 'You're Gonna Miss Me' sollte ein Klassiker seiner Art werden. Geprägt von typischen Pretty Things-artigen Akkordfolgen, natürlich mit krächzender Harmonika und Schreigesang, durchgehend untermalt vom psychedelisch blubberndem Jug, dazu ein pumpender Rhythmus.
    Ca. 8 Jahre später sollte dieses Stück ein Aufhänger für den ersten
    Garagen & Psych-Sampler Nuggets werden, in den 80ern gehörte es für jede gute Neo-Garagen- oder -Psych-Band zum festen Repertoire; es dürfte mittlerweile genau so oft aufgenommen worden sein, wie Gloria oder Hey Joe.

    Die erste LP The Psychedelic Sounds Of erschien bereits im Frühjahr 1966 auf International Artists, einem lokalen Label des Entrepreneurs Leland Rogers, der, soviel als Abschweifung, noch eine Reihe anderer, ähnlich guter Texas-Bands auf dem Label hatte
    (z.B. The Golden Dawn, Lost & Found, Endle St. Cloud; sie machten
    Elevators-ähnliche Mucke).

    Auf Psychedelic Sounds Of finden sich dann neben You're Gonna Miss Me noch viele weitere zu Klassikern gewordene Stücke, von Rock'n'Roll-Abräumern bis zu schmerzlichen Klagegesängen.
    Eine der Hauptwirkungen geht sicherlich von diesem alles in Schwingungen versetzenden Electric Jug aus, aber es sind auch immer wieder die kurz vor dem überschnappen stehende Stimme Rokys oder die für damalige Verhältnisse schon sehr wirklichkeitsfremd gestimmte Gitarre Stacey's, die Effekte erzielen.
    Roller Coaster (beschreibt das auf und ab eines Trips), Fire Engine (komplett mit heulender Feuerwehrsirene und das herzzerreißend klagende Don't Fall Down mit Hintergrundharmonien wurden zu weiteren Nummern, die junge Bands in den 80ern zum sofortigen Nacheifern bewegten.

    Die Elevators waren auch eine der ersten Bands, die ins aufblühende San Francisco zogen, schon 1966 spielten sie im legendären Avalon, spielten z.B. mit Big Brother & The Holding Company (deren Sängering Janis Joplin ja ebenfalls aus Texas stammte) und natürlich den Grateful Dead oder Quicksilver Messengers Service.
    Bei diesem und nachfolgenden Besuchen spielten die Elevators durchaus als Headliner, umso erstaunlicher, da es Geschäftspolitik von Leland Rogers war, die Band mit einer mystischen Aura zu umgeben; gibt's die Band überhaupt, oder ist das nur eine Sage...
    (man hat besonders hier in Europa viele Jahre daran gezweifelt).

    Sie erhielten also über ihre Plattenfirma nicht die nötige Publizität, sie mußten sich allein am Markt durchsetzen, was der Verbreitung ihrer Platten sicherlich nicht half.
    Zurück in Texas nahm man 1967 Easter Everywhere auf, jetzt nochmal etwas LSD-mäßig abgefahrener, obwohl im Grunde genommen immer noch auf dem Fundament der 1. LP aufbauend.
    Slip Inside This House, She Lives (In A Time Of Her Own) oder Levitation (d.h. 'freies Schweben') erklären schon im Titel, was da musikalisch abgeht. Außerdem übergab Benny Thurman den Bass an Dan Galindo.
    Gekleidet waren sie nun im San Francisco Stil, mit Kaftans, indischen Hemden und Perlenketten, ihre Haare waren auch noch länger geworden.

    Keine Fragen, daß die Sheriffs jetzt mächtig daran interessiert waren,
    die Jungs wegen Drogenbesitzes in die Finger zu kriegen. Roky war zu diesem Zeitpunkt auch schon sehr mitgenommen und seine Verläßlichkeit
    bei Auftritten und Plattenaufnahmen ließ sehr zu wünschen übrig. Als er schließlich nocheinmal verhaftet wurde, behauptete er (auf Anraten seines Mangements) ein Außerirdischer zu sein (das glaubte er mittlerweile allen Ernstes sogar selbst) und so kam es zu keiner Verurteilung, sondern der Einweisung in die Nervenheilanstalt.
    Weniger Glück hatte Stacey, er landete im berüchtigten Hochsicherheits-Knast von Huntsville.
    Die Elevators waren erstmal auf Eis gelegt.

    Aus alten Bändern zusammengestellt, schob International Artists eine
    Live nach, in schlechter Tonqualität und keinesfalls live (der Applaus war hinzugemischt worden). Für manche Fans ist dieses Teil trotzdem unverzichtbar, weil es 2 unveröffentlichte Eigenkompositionen und drei Coverversionen enthält (die Elevators spielten fast nur eigenes Material). Besonders Bo Diddley's Before You Accuse Me sollte noch zum weiteren Hit unter den Fans werden.

    In Texas, wo alles möglich scheint, wurde es schließlich auch möglich, Roky aus der Nervenheilanstalt freizubekommen. Er war jetzt noch mehr gezeichnet (auch von den en mass verabreichten Psychopharmaka)
    und so verwundert es nicht, daß die letzte LP Bull Of The Woods
    (1968) nicht mehr ganz die schwindelden Qualitätshöhen erreichte.
    Guter, psychedelischer Hardrock war das, besser als das, was viele andere machten, aber nicht mehr auf einer Stufe mit den ersten beiden LPs. Eigentlich war Bull nur ein unfertiges Werk, denn Roky war bereits wieder in die Anstalt eingeliefert worden, wo er noch einige Jahre zubrachte.

    Die Elevators hatten sich erledigt.

    Ein zurück gab es nicht, denn Stacey wurde ein paar Jahre später nach einem gewalttätigen häuslichen Krach von seiner Frau erschossen.
    Das ist in Texas scheinbar nicht unüblich. Tom Hall verschwand nach
    California ohne weitere musikalische Spuren zu hinterlassen. Und Roky's Dachstube blieb auch nach der Anstaltsentlassung fast so gestört, wie die des Leidensgenossen Syd Barrett.

    Nun, ganz so geschädigt war er wohl doch nicht, denn als man im Zuge der Neo-Garage/Neo-Psych in den 80ern wieder nach den Elevators rief, kam Roky noch einmal zum Vorschein und lieferte eine Reihe von teilweise recht guten Solo-LPs ab. Seine Bands trugen so bezeichnende Namen wie The Aliens (die Außerirdischen) und in seinen Texten sang er 'I Have Always Been Here Before' oder 'Creature With The Atom Brain', aber auch 'Don't Slander Me' (Zerreiß Dir nicht das Maul über mich).
    In Interviews behauptet Roky schon einmal, er habe die Beatles gegründet oder sogar erfunden... Trotzdem sind Roky Erikson & The Aliens (CBS 1980) oder Clear Night For Love (New Rose '85) empfehlenswerte Scheiben.

    Die Poltik der Mystifizierung führte dazu, daß schon in den frühen 70ern keine Elevators-LPs mehr zu bekommen waren; alles längst gestrichen. Auch basierte jedwedes Wissen über die Band hauptsächlich auf Hörensagen. Das war eben die Welt vor dem Internet.
    Deshalb wurde es als kleine Sensation gewertet, als das zu Virgin Records gehörende Unterlabel Radar 1979 die ersten beiden LPs wiederveröffentlichte. Virgin muß wohl gehofft haben, die Gruppe irgendwie den jungen Punks schmackhaft machen zu können. Die Erwartungen wurden aber noch übertroffen, denn natürlich griffen auch die ursprünglichen Fans und Sammler zu.
    Das führte seither zu einer ganzen Lawine von Vinyl- und CD-Veröffentlichungen, remastert, re-remastert und re-re-remastert.
    Dazu gab es endlose Compilations mit immer dem gleichen Material; jeder Ton der Elevators wurde verwertet. Die Fachpresse stürzte sich auf Roky, dessen Interviews man mit einem lachenden und einem weinenden Auge lesen muß.

    Mittlerweile ist die so unendlich obskure Story der Band, hundertmal und bis in alle Details ausgewalzt, in jedem guten Fachmagazin dargeboten
    worden. Es gibt jetzt keine Mysteriositäten mehr. Deswegen will ich auch noch das letzte Geheimnis, das des Namens verraten (okay, viele von Euch wissen es): die Amis sind ein abergläubisches Volk, deshalb gibt es in vielen Aufzügen keinen 13. Stock, sondern 12a, 12b, dann 14).

    Mit ihren brillianten musikalischen Ideen und einer nie zuvor dagewesenen Umsetzung hätten die 13th Floor Elevators jederzeit eine psychedelische Variante der Rolling Stones oder Pretty Things abgeben können. Diese verdammte lysergische Droge hat sien daran gehindert.
    Aber es fahren immer noch jede Menge Rotznasen in Pick-Ups und Röhrenjeans durch Texas.
    Vielleicht kommt da nochmal etwas; James Dean würde auch seinen Spaß daran haben.
    Miniaturansicht angehängter Grafiken Miniaturansicht angehängter Grafiken Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	13th.jpg
Hits:	126
Größe:	22.3 KB
ID:	2916   Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	13th1.jpg
Hits:	117
Größe:	9.3 KB
ID:	2917   Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	live.jpg
Hits:	129
Größe:	29.6 KB
ID:	2918  

  5. #5
    Registriert seit
    14.12.2005
    Beiträge
    4,397

    Standard AW: THE 13TH FLOOR ELEVATORS - Die Erste Psychedelische Band

    *gg* zaubert mir ein schwer illegales grinsen ins gesicht – die musik und der text.
    klingt ausgesprochen sexy – stopp. sex meine ich gar nicht. rock n roll. genau rock n roll ist es. gnadenloser rock n roll und die jungs waren nicht nur gut drauf, die waren schon drüber. voll reingekippt.

    leider klingt nicht nur der jug dumpf sondern eigentlich alle aufnahmen eher blechern, spröde wie bei eingen bands die demo-versionen. zerbrechlich. zerbrechlich wie die menschen die dahinter stehen. roky hat´s besonders hart erwischt. die elektro schock therapien wurden ja sozusagen verfilmt in „einer flog über das kuckucksnest“.

    trotzdem schätze ich seine „aliens“ – nicht umsonst gehören die zu meinen insel-scheiben.

    allerdings möchte ich wahrlich nicht in seiner haut stecken: heroin, night of the vampires, two headed dog, i think of demons, i walked with a zombie, don´t shake me lucifer, bloody hammer, stand for the fire demons, creature with the atom brain – ich möchte die wesen nicht alle sehen müssen die roky ständig begleiten.

    hier läuft gerade die psychedelic sounds (was sonst) – gewaltig. ein monument. rockgeschichte.

    ich habe mir da mal so eine charly box eingetreten (auf 3 cd´s):

    The Psychedelic Sounds Of The 13th Floor Elevators
    Live In San Francisco
    Easter Everywhere
    Live In Texas
    Bonus Tracks
    Live
    Bull Of The Woods

    und einige bonus tracks, man glaubt dann alles zu haben – aber denkste auf dem 85er vinyl reissue „fire in my bones“ gibt´s immer noch aufnahmen aus der „sump n else“ tv show mit „gloria“, „you really got me“, „mercy mercy“. (den sound kann man sich wohl vorstellen – das eignet sich nicht mal zum selber digitalisieren).

    die scheibe hat mir einmal der sandro ganz begeistert in die hand gedrückt, als es das ton-um-ton noch gab, es sei ihm hier an dieser stelle dafür gedankt. *seufz* die nächste erinnerung.

    ich hole jetzt mal ein stiegl-zwickl aus dem keller.

    einige, infos am rande:

    ein gerücht sagt: angeblich wollte janis joplin in die floor elevators einsteigen.

    ein zweites: bei der aufnahme von „two headed dog“ war doug sahm involviert. weiß da jemand mehr darüber?

    ach ja, und: lelan rogers ist der bruder von kenny rogers.
    * support your local recorddealer *

  6. #6
    Registriert seit
    14.12.2005
    Beiträge
    5,494

    Standard AW: THE 13TH FLOOR ELEVATORS - Die Erste Psychedelische Band

    @ Badger:

    Deine Artikel machen schon mächtig Appetit.
    (Auch wenn dein Urteil manchmal gnadenlos vernichtend ist)

    Sehr schön geschrieben !

    Ich hab neulich schon bei deinem Artikel über Cactus gestaunt. Das war auch so'n Appetitanreger. Ich musste mir dann sehr genau in Erinnerung rufen, dass vor mehreren Jahren ein paar Platten von Cactus bei mir gar nicht gezündet haben.

    Wie gerne würde ich jetzt das eine oder andere nachvollziehen, was du zu den Elevators geschrieben hast, aber ich Trottel musste ja meine 2-CD-Kompilation verkaufen.




    @ dude
    Zwischen Rock'nRoll und Sex gibt es keinen Unterschied.
    Nur die Darreichungsform ist verschieden.


    Ich hab mich immer gefragt, wie Countrysänger Kenny Rogers (zusammen mit First Edition) in seiner frühen Schaffensphase so einen psychedelischen Song wie "Just Dropped In (To See What Condition My Condition Was In)" machen konnte.
    Nun weiß ich es. Bei dem Bruder kein Wunder....
    Geändert von Black Dog (14.12.2006 um 22:21 Uhr)
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

  7. #7
    Tango Whiskyman Besucher

    Standard AW: THE 13TH FLOOR ELEVATORS - Die Erste Psychedelische Band

    Ja, der Einfluss dieser Band war sehr wohl immens. Mir gefällt dieser frühe Acid-Garage-Sound eigentlich sehr. Die erste LP klingt ja auch noch recht gut, die dritte hab ich auch, und die hör ich mir ungern an; überall gute Songideen, aber die Umsetzung ist sehr verwaschen. Ein Jammer.


    Easter Everywhere fehlt mir noch.

  8. #8
    Registriert seit
    20.01.2006
    Beiträge
    1,423

    Standard AW: THE 13TH FLOOR ELEVATORS - Die Erste Psychedelische Band

    @tango,
    du wirst dann wahrscheinlich mit den ersten beiden und vielleicht noch der
    'Live' ganz gut bedient sein; während die 'Bull...' eher etwas für fans ist.

    @dude,
    das dachte ich mir schon, daß du die Elevators und auch Roky wieder mal komplett im regal stehen hast. sie waren ja auch das fundament, auf dem so
    vieles basiert, was zu unserer lieblingsmucke gehört. man kanns drehen und wenden, wie man will, die Elevators haben angefangen.
    und selbst wenn nicht immer alles geklappt haben sollte, dann hätten sie immer noch den innovationsbonus.

    @blackdog,
    schön, daß dir die story gefiel. einstmals verkaufe teile kann man ja immer
    nochmal kaufen, vorausgesetzt, das sie dir nunmehr gefallen.
    im übrigen; auch ich bin bei vielen bands erst nach einer gewissen gewöhnphase zum fan geworden; so geht es vielen anderen auch. besonders mit einer band, wie den Elevators, die ja alles andere als poppig und eingängig
    waren.

  9. #9
    Registriert seit
    14.12.2005
    Beiträge
    4,397

    Standard AW: THE 13TH FLOOR ELEVATORS - Die Erste Psychedelische Band

    Zitat Zitat von badger
    Zuvor waren sie eine Bande halbstarker Taugenichtse. Sie fuhren in Pick-Up Trucks herum, mit einem gemeingefährlichen, zähnefletschenden Köter auf der Ladefläche und einer Schrotflinte auf dem Beifahrersitz
    (das ist wohl in Texas bis heute noch ganz legal).
    Ihre Haare waren natürlich viel zu lang, sie trugen abgeschabte Röhrenjeans und staubige, verkratzte Stiefel dazu.
    James Dean hätte seine Freude an ihnen gehabt.
    wenn ich das so lese und der "soundtrack" ja auch schon vorhanden ist, könnte das schon das drehbuch für einen tarantino film sein.
    * support your local recorddealer *

  10. #10
    Registriert seit
    29.10.2006
    Beiträge
    558

    Standard AW: THE 13TH FLOOR ELEVATORS - Die Erste Psychedelische Band

    @derdude:
    „two headed dog“ wurde von Doug Sahm produziert. Der mochte den ganz besonders, spielte öfters "You´re gonna miss me" oder 1994 auch "You don´t know(how young you are)".

+ Auf Thema antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Stichworte

Lesezeichen

Lesezeichen

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •