Belle & Sebastian
„Push Barman To Open Old Wounds“
(Jeepster/Soulfood)

Ein besonderer Leckerbissen. Belle & Sebastian haben es sich bisher zum Prinzip gemacht, keinen Track, der auf Single erschien, auf einem Album zu veröffentlichen und umgekehrt. Mit diesem Album wird erstmals dieses Prinzip durchbrochen. Wir bekommen hier alle Tracks der sieben EPs, die die Band für das Label Jeepster herausgebracht. hat – und zwar in chronologischer Reihenfolge. Das macht dann 25 kleine Perlen auf einer Doppel-CD. Jeder Song hätte das Zeug zu einem kleinen Hit gehabt, aber über die Ungerechtigkeit der Welt brauchen wir hier nicht zu lamentieren. Erstaunlich ist die musikalische Bandbreite, die hier geboten wird. Das geht von der intime Ballade bis zu fast übermütigen fröhlichen Stücken. Immer wieder werden kleine Geschichten erzählt weitab vom Einerlei vieler Veröffentlichungen. Songs mit einem Lächeln im Auge, die bei mir sofort ein gutes Gefühl erweckt haben. „Push barman to open old wounds“ ist ein Grafitti, das man in einigen Toiletten in Glasgow findet (siehe Cover). Es stand schon lange auf der Liste möglicher Albumtitel bei Belle & Sebastian. So