Umfrageergebnis anzeigen: Bewertung

Teilnehmer
2. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • 1 = sehr gut

    2 100.00%
  • 2 = gut

    0 0%
  • 3 = überwiegend brauchbar

    0 0%
  • 4 = überwiegend nicht mein Fall

    0 0%
  • 5 = schrottig

    0 0%
+ Auf Thema antworten
Zeige Ergebnis 1 bis 2 von 2

Thema: Albania - Are You All Mine / LIFE AFTER DEATH IS ON THE PHONE

  1. #1
    Registriert seit
    14.12.2005
    Beiträge
    5,470
    Danke
    371
    Erhielt 569 Mal Danke in 288 Beiträgen

    Standard Albania - Are You All Mine / LIFE AFTER DEATH IS ON THE PHONE

    Albania war eine kurzlebige schottische Gruppe, mit nur einem Album und einer Handvoll Songs, die nur auf Singles erschienen.

    Die Anfänge reichen bis 1978 zurück, 1979 hatte sich die Gruppe mit
    K-Y McKay (aka Robert Strain) -voc/g
    Nick Ash -keyb/g
    Andy Hamilton -sax,
    Dusty McSheffrey -b
    Jonnie Kilometer (aka Jonnie Miles) -dr

    endgültig formiert.


    Ende 1980 erschien die erste Vorab-Single, im Frühjahr 1981 wurde die LP Are You All Mine veröffentlicht. Ebenfalls 1981 kamen zwei weitere 45er mit Albumauskopplungen auf den Markt. Es folgten 1981/82 Aufnahmen für drei weitere Singles, von denen die letzte - dank Labelpleite (Stiff Records) - nicht mehr erschien.
    Dann war Schluss.

    1996 erschien die CD LIFE AFTER DEATH IS ON THE PHONE
    Darauf sind alle Songs des Albums sowie sechs weitere Titel enthalten.

    ~~~

    Die zehn Tracks des Albums sind melodisch, dynamisch, meistens eingängig und überwiegend mit dem typischen Rhythmus der damaligen Zeit (New Wave) unterlegt.
    Gitarrensounds stehen weniger im Vordergrund, der Gesamtsound ist vielmehr durch Orgel und Synthesizer und natürlich das Saxophon geprägt. Das Ganze klingt sehr organisch und Abwechslung bringen nicht zuletzt einige Gastmusiker (Flügelhorn, Kornett, Violine, Akkordion) und weiblicher Gesang.

    Wollte man das Ganze vergleichen, fällt mir als erstes Fischer Z ein...
    Sänger KY McKay hat jedoch die ausdrucksstärke und angenehmere Stimme, oft ist es jedoch eine Art von Sprechgesang, etwa in der Art, wie Hendrix "sang", allerdings hat McKay einen ganz anderen Klang in der Stimme
    ...yep, es gibt hier und da natürlich die für die damalige Zeit typischen Anleihen bei Reggae und Ska.

    In seiner Vielfalt hätte das Album auch David Bowie oder John Cale gut zu Gesicht gestanden. Einige Songs durchzieht eine verhaltene Melancholie, hauptsächlich verursacht durch die Texte und die Art des Gesangs. Und dann gibt es noch diesen einen mörderischen Song, doch dazu später....


    so-ok!
    - der Opener ist ein grooviger Song, der von Madness sein könnte, wenn er schneller im Tempo wäre.
    Dusty begeistert mit einem schön-knackigen Bass.

    albania (are you all mine)
    - der Titeltrack wird durch eine Synthiemelodie eröffnet, der Rhythmus klingt nach osteuropäischer Folklore (remember 17 Hippies ?) und dann setzt auch noch eine Violine ein...

    addicts of the first night
    "Now three is company and two's a bore
    and true love always ends up on the floor"

    - beginnt ebenfalls mit einer kleinen Synthiemelodie, die oft wiederholt wird.
    Der Song verharrt in einem eher gemächlichen Rhythmus.... die Orgel und wieder das Saxophon setzen Akzente.


    take it away
    - beginnt ruhig, bleibt ruhig, es orgelt, ein paar Pianotupfer, Akzente vom Saxophon.... prägnant der Bass.


    french farewell
    "clear as crystal charismatic and cold
    I edge into the night"

    - wechselt zwischen bedächtigen und schnelleren, optimistisch klingenden Passagen, die mit einer klaren Akustikgitarre verziert sind.
    Der Schlussrefrain wird durch eine Frauenstimme begleitet.


    cold light of day
    "So here we are adrift on this planet
    Somewhere a bomb drops some is crying"

    - eröffnete damals die zweite Seite der LP.
    Ein schneller Song, mit skamäßigem Rhythmus.
    Der einzige Song, der in der Melodie etwas schwächelt, dafür mit Saxophon glänzt.

    the great zambesi
    - ein mörderisch-unheimlich klingender Gitarrensound
    (oder stammt's doch aus dem Synthie ??),
    bohrend sich den Rücken hochfressend.... ,
    ein mittelschneller Rhythmus,
    das Saxophon klingt nach billiger Kaschemme.


    kaytie king
    "Waoooo... life after death is on the phone <--- sic !
    Waoooo... you see its not every gost
    Who wants to spend their death alone!?"


    - Pianotupfer, Pianointro... dann pumpender Bass, Ska-Rhythmus.. und McKay besingt eine unheilvolle Liebe... sehnsuchtsvolles Saxophon... eine entfernte, irgendwie amorphe, fürchterlich verfremdete Frauenstimme...



    - men in a million (an historical reconstruction, dedicated to E.P. Thompson)
    "Up in the air ... the sky is so blue
    What are we doing here Joe.. I wish it was raining
    ...
    Sayonara, Sayonara,
    Why isn't it raining..."


    Der Killersong auf dem Album. Sechseinhalb Minuten erzählen von einem kleinen Moment, der vor einem schrecklichen Augenblick lag, vor 60 Jahren. Beeindruckend und irgendwie genial umgesetzt, Gänsehaut garantiert.



    - deathwatch (dedicated to Romy Schneider)
    Without the love and dignity
    "There's nothing in this world for me"

    - McKay wurde durch den gleichnamigen Film (deutscher Titel: Nachtblende) inspiriert.
    Mittelschnell, monoton.... sparsames Arrangement, kein Sax... irgendwie irre. McKay wirkt abgehetzt, singt abgehakt.


    ~~~


    Die Bonustracks auf der CD LIFE AFTER DEATH IS ON THE PHONE sind von unterschiedlicher Qualität. 5 Songs, die nur auf Singles erschienen und ein unveröffentlichter Track.

    Größter und auffälligster Unterschied zur LP ist der Gesang von McKay. Die stimme klingt dunkler, anders.... und er singt auch mehr.
    Weiter fällt auf, dass Albania ihre musikalische Identität verwässert und teilweise aufgegeben haben, die auf der LP so bestechend war.

    word is out (non LP-Track und B-Seite vom Albumtitelsong)
    Ein Song, auf dem mal die Gitarren dominieren und der fast gar nicht zu Albania passt.Hübsch.
    today and tomorrow
    Klingt wieder vertrauter, weil das Saxophon ab und zu auftaucht, doch auch hier: eher gitarrenorientiert.
    i told you so
    Der dritte Song, der mit Gitarre beginnt. Die Motels lassen grüßen.

    Mit little baby und could this be love folgen die extended dance-remixe der insgesamt fünften Single, produziert hat Mike Thorn. Irgendwo zwischen New Wave und Disco.
    "Little Baby" klingt gut, wenn man über den Drumcomputer hinweghören kann (stört nicht wirklich). Mit bluesartiger Harmonika. Ein unwiderstehlicher Rhythmus. Irgendwie lassen Soft Cell grüßen.
    "Could This Be Love" ist dann Wave-Disco pur, der stampfende Beat killt fast das gar nicht mal uninteresante Arrangement (Sitarsounds). Klingt verdammt nach Soft Cell und Konsorten.

    Die Schlussnummer ist der beste und interessanteste der Bonustracks.
    go go go kommt im keltisch angehauchten Sound mit teilweisem Reggaerhythmus daher. Das Arrangement umfasst nur Violine, Cello, die Uilleann Pipes von Paddy Maloney sowie etwas Cembalo/Klavier und Trommeln.

    ~~~

    Ein feines Scheibchen.
    Die CD ist als UK-Import erhältlich...., falls ich jemandem auf den Geschmack gebracht haben sollte.


    Bild gibt es hier
    Geändert von Black Dog (31.12.2005 um 01:55 Uhr)
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

  2. #2
    Registriert seit
    14.12.2005
    Beiträge
    5,470
    Danke
    371
    Erhielt 569 Mal Danke in 288 Beiträgen

    Standard AW: Albania - Are You All Mine / LIFE AFTER DEATH IS ON THE PHONE

    Ab nach oben ... Umfrage eingefügt.
    music was my first love and it will be my last (John Miles)

+ Auf Thema antworten

Lesezeichen

Lesezeichen

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •