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Thema: Traffic: Steve Winwood, Dave Mason, Jim Capaldi und Chris Wood

  1. #1
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    Standard Traffic: Steve Winwood, Dave Mason, Jim Capaldi und Chris Wood

    Am Anfang war Steve Winwood für mich ein Verräter und es sollte nie ein Platte von ihm gekauft werden.
    Als Fan der Spencer Davis Group war es eine Katastrophe, dass das wichtigste Mitglied ausstieg und eigene Wege ging. We Go Round The Mulberry Bush erschien und Paper Sun. Für mich war das damals Hitparadenmüll.
    Es dauert einige Jahre bis es zur großen Versöhnung kam. Die Songs wuden zwar wahrgenommen, aber immer mit einer Abwehrhaltung. On The Road schließlich haute mich um. Ein Kumpel legte es während einer Fete auf. Am nächsten Tag wurde das letzte Geld zusammengekratzt und die Suche nach Traffic ging los.
    Nach dem Ende von Traffic ging es mit Steve Winwood weiter und davor schon mit Dave Mason.
    Beide Musiker haben immer wieder spannende Soloalben auf den Markt geworfen und mich nie enttäuscht.

  2. #2
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    Standard AW: Traffic: Steve Winwood, Dave Mason, Jim Capaldi und Chris Wood

    Die ersten 3 Alben sind in der Tat für mich Rockgeschichte.

    Sie kommen sehr abwechlungsreich daher,stecken voller Einfälle.Der Spagat zwischen Beatwurzeln und Psychedelic-Sprengseln machen für mich den Reiz dieser Band aus.

    Erst als sie "progressiver" wurden und auch Jazzlastiger,verloren TRAFFIC für mich nach und nach an Bedeutung.Die 3.Lp war ja schon vom Namen her Richtungs weisend:

    LAST EXIT
    "Die Erinnerung ist das einzige Paradies,aus dem wir nicht vertrieben werden können"

  3. #3
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    Standard AW: Traffic: Steve Winwood, Dave Mason, Jim Capaldi und Chris Wood

    Ich bin Traffic Fan der ersten Stunde (meine erste LP mit 14 Jahren 'Hole in My Shoe') und halte gerade 'Last Exit' mit den Live Stücken 'Feelin' Good' und 'Blind Man' für genial. Bei den Traffic Alben halte ich die Live Alben 'Welcome To the Canteen' 'On The Road' und 'Shoot Out To the Fantasy Factory' für überbewertet.
    Die boots der Traffic gigs zu dritt und die als Bonusstücke veröffentlichten tracks des nicht erschienen island Live albums dagegen finde ich beeindruckend.
    Ich habe (in der Hoffnung aus die alte magic) alle Soloalben von Winwood, mason und Capaldi erstanden. Meist war ich enttäuscht, einige Capaldi tracks gut, die früheren Mason alben annehmbar, aber im Vergleich zu Traffic doch enttäuschend.
    Vor allem Steve Winwood hat eine völlig andere Richtung eingeschlagen und seine früheren Stärken für mich leider nicht mehr auf Vinyl bannen können. Die Live Acts sollen ja besser sein (habe ich nie gesehen).
    kanuro

  4. #4
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    Standard AW: Traffic: Steve Winwood, Dave Mason, Jim Capaldi und Chris Wood

    Ich hab Winwood nie als Verräter empfunden, da sie Spencer Davis Group mit Ausnahme der Singles damals kaum stattgefunden hat hier
    Paper Sun fand ich anfänglich auch grausam (ok, bei Licht betrachtet find ich es auch heute immer noch schlecht) aber der Rest der dann von Traffic kam? Große Klasse. Winwood Solo ist eine andere Schublade, aber ich mochte den Mann, die Musik und die Stimme schon immer, also ist das Kapitel Winwood weitergegangen. Von Dave Mason hab ich die Alone Together, die fand ich damals auch Klasse, danach kamen dann aber wieder andere Sachen und ich hab den etwas aus den Augen verloren. Von Capaldi Short Cut Draw Blood, nicht so mein Ding, irgendwann hab ich nochmal eine Single von ihm auf nem Flohmarkt gefunden die auch nicht so dolle war, danach war das Thema Capaldi durch.
    Wir stellen die Normalität unverzüglich wieder her, sobald wir wissen was eigentlich normal ist.
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  5. #5
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    Standard AW: Traffic: Steve Winwood, Dave Mason, Jim Capaldi und Chris Wood

    nix Verräter, aber enttäuscht war ich schon über Stevie's Ausstieg bei der SDG.
    Aber als dann "Don't want you no more" von Davis erschien, war ich wieder zufrieden.

    Der Traffic-Einstieg war für mich damals nicht ganz so leicht, die Musik war dann doch anders, doch mit der 2.LP (same) war es um mich geschehen.
    Traffic hatte mich gepackt!

    Allerdings verflachte mein Interesse (wegen anderer überwiegender) , bis "When the eagle flies" kam. Das war wieder "mein" Album...

    So ist es noch heute so, daß diese beiden Alben meine liebsten sind.....

  6. #6
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    Standard AW: Traffic: Steve Winwood, Dave Mason, Jim Capaldi und Chris Wood

    Paper Sun hat bei mir sofort eingeschlagen, denn von der SDG kannte ich damals nur die singles und die sind mir bis heute lieb geblieben. Traffic passte auch vom Alter her mehr zu mir, die SDG Fans waren damals alle einige Jahre älter als ich und als junger Spund kamen mir die "neuen" Musikrichtungen gerade recht.....

  7. #7
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    Standard AW: Traffic: Steve Winwood, Dave Mason, Jim Capaldi und Chris Wood

    Zitat Zitat von remo4 Beitrag anzeigen
    We Go Round The Mulberry Bush erschien und Paper Sun. Für mich war das damals Hitparadenmüll.

    Obwohls nicht unbedingt um die beiden Songs geht in diesem Thread, möcht ich dennoch was dazu loswerden:



    Mulberry Bush finde ich nicht so schlimm. Es ist halt ein Song, der sich mit der typisch englischen Pop-Idylle auseinandersetzt, die in den späten 60ern in den Songs vieler englischer Bands zu finden war. Naiv, verspielt, die Welt aus der Sicht eines Kindes usw. Was mich aber an dem Stück stört, ist der Aufbau, denn für einen 3-Minüter ist der Song viel zu konfus.


    Paper Sun ist dagegen ein Klassiker des gleichen Genres, der es aber vermeidet, kitschig zu werden und zudem noch einen Klasse Refrain hat. Sicherlich einer meiner liebsten Songs überhaupt. Dieses Stück zeigt (für mich), dass Popmusik, wenn gut gemacht, verdammt stark sein kann, nicht schwächer als die lauteren Spielarten des Rock.

  8. #8
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    Standard AW: Traffic: Steve Winwood, Dave Mason, Jim Capaldi und Chris Wood

    Beide Songs sind heute für mich so kitschig wie damals.
    Das war der pure Kommerz, damals wurde ein ganz schöner Rummel gemacht. Klar, der Industrie fehlte der Goldesel Spencer Davis Group. Jede Single ein Hit unter den ersten 10 und dann nix mehr. Da wurden Traffic und Spencer Davis noch einmal gemeinsam auf Platte gepresst um abzusahnen.

  9. #9
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    Standard AW: Traffic: Steve Winwood, Dave Mason, Jim Capaldi und Chris Wood

    ich war zwar auch etwas enttäuscht, als Stevie bei Spencer Davis ausstieg,
    aber Traffic gingen bei mir von anfang gut durch; völlig ohne ampeln, flüssig und ohne stau.
    Mulberry Bush ist vielleicht nicht der bringer, aber Paper Sun gefiel mir gut
    und Hole In My Shoe ist für mich immer noch einer der besten psych-pop-songs aller zeiten. wenn pop immer so guuuut gewesen wäre....

    die Last Exit ist sicher viel, viel besser, als sie damals immer gemacht wurde,
    aber auch die späteren, progressiv-jazzigen scheiben mag ich; fast alle
    (favoriten: The Low Spark; Shoot Out at The F.F.; John Barleycorn.)
    Welcome To The Canteen kann man, muß man aber nicht unbedingt haben.

    die solo-scheiben brachten es meiner meinung nach nicht; einzig die erste
    Dave Mason - Alone Together steht hier noch. Jim Capaldi-solo-lps kriegt
    man nicht für geld noch gute worte verkauft.

    ich hätte gerne einiges dieses raren materials, von dem kauro erzählt hat.
    heraus damit, kauro, erzähl uns ein paar details!

  10. #10
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    Standard AW: Traffic: Steve Winwood, Dave Mason, Jim Capaldi und Chris Wood

    Also mir gefallen gottseidank alle Werke von Traffic sehr gut. Die frühen Pop-Psych-Sachen mit Jazzeinwürfen und auch die späteren progressiveren Scheiben. Nur einzelne Songs im Gesamtwerk der Band wären für mich verzichtbar (z.b. Hole in my Shoe, Vagabond Virgin, Utterly Simple und viel mehr sinds nicht). Ansonsten ne Topband für Tango.


    Und Canteen gefällt mir auch schon recht gut, wie gesagt die letzten beiden, ausgedehnten Nummern sind besonders beeindruckend.

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