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Thema: Oscar Peterson – Motions And Emotions

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    Standard Oscar Peterson – Motions And Emotions

    Oscar Peterson – Motions And Emotions

    Der kanadische Pianist war viele Jahre für das Schwarzwälder Label MPS aktiv.

    Selten war es, dass er über die bekannten Trioformate hinaus einmal Aufnahmen machte.
    Einige raren Einspielungen dieser Art auf VERVE sind bis dato nicht erhältlich.

    Doch hier eine geniale Zusammenarbeit mit dem nach Amerika ausgewanderten deutschen Arrangeur Claus Ogerman.

    Ferner sind Sam Jones (b) Bobby Durham (d) und ein nicht näher bezeichnetes Orchester beteiligt.

    Aufgrund dessen, dass Ogerman in New York agierte und Peterson im Studio des Hans-Georg Bruner dessen Flügel im Studio in Villingen unbedingt benutzen wollte, kam es dazu, dass zunächst die Orchesterparts eingespielt wurden und mit den zusätzlichen Aufnahmen im März 1969 im Schwarzwald fertig gestellt wurde.

    Diese Stücke hören wir auf der leider viel zu kurzen Platte:


    1.] Sally's Tomato (Mancini) 3:10
    [2.] Sunny (Hebb) 3:31
    [3.] By The Time I Get To Phoenix (Webb) 4:25
    [4.] Wandering (Caldwell) 2:58
    [5.] This Guy's In Love With You (Bacharach/David) 3:49
    [6.] Wave (Jobim) 6:06
    [7.] Dreamsville (Mancini) 3:00
    [8.] Yesterday (Lennon-McCartney) 4:05
    [9.] Eleanor Rigby (Lennon-McCartney) 3:09
    [10.] Ode To Billy Joe (Gentry) 2:40


    Wenn Jazzmusiker sich nach Ansicht einiger Puristen mit orchestralen Arrangements “zukleistern”,stand dieses eben schon oft im Kreuzfeuer der Kritik.
    (einige mögen bis heute Charlie Parker nicht verziehen haben, dass er mit „strings“ einige Aufnahmen einspielte)

    Nun gut, der Jazz kann durch solche Arrangements durchaus „konsumentenfreundlicher“ werden, in eine gewisse Rolle des Kommerz’ rutschen.
    Aber es kann auch eine wirklich gute und hochwertige Musik entstehen.

    Und wenn sich dann solche Hochkaräter wie Peterson und Ogerman zusammenschließen, kann eigentlich gar nichts schief gehen.

    So, und das ist meine bescheidene Meinung, ist es auch hier.
    Zwar am „Zeitgeist“ orientiert(das eine oder andere Stück hätte gut und gerne den einen oder anderen Soundtrack einer der damaligen Filme oder Serien bilden können), hören wir hier streng organisierte und fein ausgetüftelte Arrangements bekannter Klassiker aus Pop, Jazz und Filmmusik, denen Ogerman jedoch noch immer genügend Freiraum für kurze solistische Exkursionen des Protagonisten ließ.
    Peterson swingt und bluest sich hier durch die Stücke, dass es einen Hochgenuß darstellt, seinen perlenden Läufen zu lauschen....
    Auch lateinamerikanische Klänge, feiner Samba hier, sind zu vernehmen.
    Letztlich bleibt zu bemerken, dass hier eine hochunterhaltende Platte zum „easy listening“ , gleichwohl aber nicht auf einem solchen niederen Niveau, geschaffen wurde von 2 virtuosen Könnern, „motions“ und „emotions“ wurden hier treffend dargestellt.

    Ein kleines, aber sehr feines Album!

    Wolfgang
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