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Thema: Duarte, Chris - Blue Velocity

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    Standard Duarte, Chris - Blue Velocity

    Chris Duarte - Blue Velocity (Blues Bureau)

    1. Amy Lee
    2. Do It Again
    3. Hard Mind
    4. Something Wicked
    5. I'll Never Know
    6. Sun Prairie Blues
    7. Never Gonna Change
    8. R U 4 Real?
    9. Out in the Rain
    10. Leave Her Be
    11. Met My Match

    auf der letzten europa-tournee hab ich ihn leider verpaßt, jetzt kehrt der
    texanische bluesrocker (4 jahre nach dem 4. album) seinem fünften werk zurück; nachdem er schon im letzten jahr mit der Bluestone Company (mit musikern der japanischen southern-rock-truppe Savoy Truffle), ein gruppen-album vorlegte hatte. jetzt spielt wieder das alte trio mit Dustin Sargent (bass) und Damien Lewis (drums).

    Chris wurde ja immer unter den circa 1001 definitiven Stevie Ray Vaughan-Nachfolgern gehandelt, und das nur, weil er mal den ein oder anderen Vaughan-verwandten akkord einsetzte. doch gingen alle seine früheren alben
    stilistisch weit über Stevie Ray hinaus; er kann auch mal heavy oder grungy werden, zuweilen stellt sich ein zacken metall ein. das ist eine ganz andere bandbreite, die lediglich im kern blues-rock war.
    nun, mit Blue Velocity hat Chris seine stilausflüge stark zurückgenommen und orientiert sich wieder mehr an genre-standards. so gibts dann mit Amy Lee und Do It Again richtige blues-rocker; das 10-minütige Sun Prairie Blueserinnert an frühe ZZ Top; auf gar 13 minuten bringts das langsam hochköchelnde Something Wicked; mit Hard Mind gibts einen Stevie Ray-/Bugs Henderson-artigen shuffle; richtig heavy wirds mit Never Gonna Change und zwei cover von Savoy Truffle (I'll Never Know; Out In The Rain) zeigen uns, wies klingt, wenn ein texaner japanischen southern rock nachspielt. Irgend etwas aus dem rahmen fallendes muß es aber bei Chris immer geben, hier ists die recht experimentelle
    und nicht völlig gelungene ballade R U 4 Real.

    das ist natürlich alles keine wirklich neue mucke, ebensowenig wie z. b. die grob vergleichbaren Buddaheads irgend etwas neues bieten. doch im gegensatz zu anderen aktuellen gitarrenhelden liefert uns Chris bei all seinen jazz-, blues- und rock-beeinflußten soli einen eigenen ton und eigene song-ideen.
    Blue Velocity ist eines seiner stärksten alben und immer dann zu empfehlen, wenn man beim hören wach werden will.
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