Birtha

BIRTHA – in meinen Augen das vergessen gegangene weibliche Gegenstück zu Grand Funk Railroad!

Völlig abgedreht ging es da zur Sache, keine typischen Schmuserockballaden wie man das von einer Girl-Band erwarten würde (oder dann nur am Rande der Record Company zuliebe), sondern wild schreiende Rocker die ihre Instrumente beherrschten und die einen Höllenlärm damit erzeugen konnten. “Fine Talking Man” endet beispielsweise in einem furiosen orgiastischen Vokal-Finale wie man es sonst höchstens noch bei Janis Joplin zu hören bekam. Dieser frische, lebendige Dampfhammerrock amerikanischer Prägung war aber nicht von einer Plattenfirma als Gag “erfunden” worden, Birtha spielten eigene, im Kollektiv erarbeitete Songs und hatten sich mit jahrelangem Touren einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeitet, ehe man sich bei ABC Dunhill’s Probe-Label 1971 einen Plattenvertrag an Land ziehen konnte. Die erste Langrille wurde von Gabriel Mekler betreut und der verstand es ausgezeichnet, diesen wilden, mit messerscharfen Gitarrenlicks durchsetzten Heavyrock in seiner rohen Form perfekt in Szene zu setzen und zu konservieren.

Im Gegensatz zu “Fanny”, der anderen grossen amerikanischen All-Girl-Group der frühen 70er, blieb Birtha der kommerzielle Durchbruch verwehrt. Dass man allerdings von der männlichen Musikerkonkurrenz akzeptiert wurde zeigte sich als man in North Carolina auf einem Rockfestival spielte und Fleetwood Mac, Alice Cooper und James Gang mit Birtha-T-Shirts herumliefen.

“Can Chicks Play Rock?” wurde im Zusammenhang mit Birtha im Melody Maker einmal gefragt. Wer sich einmal durch die beiden Alben dieser Rockband gehört hat, der wird diese Frage ohne zu zögern bejahen…

Einzig Rosemary Butler blieb nach der Auflösung der Gruppe in der Musikszene aktiv. Als Backgroundsängerin findet man ihre Stimme auf Platten von James Taylor, Linda Ronstadt, Bonnie Raitt und unzähligen anderen Künstlern.

mellow

 

BIRTHA:
Shele Pinizzotto – Guitar, Vocals
Rosemary Butler – Bass Guitar, Vocals
Sherry Hagler – Keyboards, Vocals
Liver (Olivia) Favela – Drums, Harmonica, Vocals

Discography:

  

Birtha (LP, Probe, 1972)
Can’t Stop The Madness (LP, Dunhill, 1973)

CD-Reissue, See For Miles:
Birtha/Can’t Stop The Madness ( See For Miles, 1997)

www.birtharocks.com

(Visited 122 times, 1 visits today)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eins × 4 =