Chris Rea – Back To The Blues Roots 2

Christopher Anton Rea lebte seine musikalische Leidenschaft noch weiter aus !!

Nicht nur der weltweit berühmte und geschätzte Christopher Anton Rea kehrte irgendwann dem Pop-Rock den Rücken und zu seiner musikalischen Leidenschaft Blues-Musik zurück. Auch hier in Deutschland haben wir mit Nobert Egger einen sehr erfahrenen, leidenschaftlichen Blues-Man der aktuell wieder seine Blues-Wurzeln wiederbelebte und seine älteren sowie auch aktuelle Aufnahmen der City Blues Connection mischt und gut restauriert auf der Zusammenstellung »40 Years: 1979-2019« wieder veröffentlicht hat. Mit seinem variablen Projekt Natural Blues geht er sogar mindestens zwei Schritte weiter und verknüpft brandaktuelle Themen mit der Urkraft des Blues, wie damals in den Anfängen. Alles hier im Rockzirkus detailliert nachzulesen, nur unten den Links folgen. Aktuell gibt es eine neue EP mit fünf Titeln, unter anderem »I Can´t Breathe«. Dazu gibt es später einen eigenen Beitrag. Aber kommen wir zurück zu Chris Rea.

City Blues Connection

NBlues: Shame On You Mr. Trump

NaturalB: I Can´t Breathe (2020)

Audio-CD´s sind in der Regel kein besonderer Augenschmaus. Schon wegen des kleinen Formats, da ändert auch das ein oder andere aufwendiger gestaltete Booklet nichts daran. Das ist ja auch nicht ganz so schlimm, denn schließlich geht es ja hauptsächlich um die Musik. Und trotzdem geht es auch anders. Das beweisen die earBOOK aus dem Hause edel CLASSICS, bei denen großformatige Bildbände in LP-Format 280 mal 280 Millimeter die herkömmlichen einfachen Plastik-Hüllen und/oder kleinformatigen Digi-Packs ersetzen. Eine echt fabelhafte Idee !! Der Druck der jeweils etwa 75 bis 150 Seiten ist meist exzellent und die Bilder sind Schwarz/Weiß oder Farbig oder auch gemischt. Ich beobachte seit Jahren, die Beliebtheit dieses Formats nimmt weiter zu.

Chris Rea: Promo_1

Nach dem riesigen Erfolg des earBOOK »Blue Guitars« (2005) mit europaweit fast 200.000 verkauften Exemplaren, erschien dann mit »The Return Of The Fabulous Hofner Bluenotes« (2008) ein weiteres Premium-Werk von Chris Rea. Zusammen mit den vertrauten Musikgefährten Martin Ditcham (Schlagzeug), Robert Ahwai (Gitarre), die schon beim Vorgänger Blue Guitars mit an Bord waren, auch noch Neil Drinkwater (Keyboards) sowie Bass-Ikone Colin Hodgkinson (zurzeit bei Ten Years After) arbeitete Chris Rea an seinem ambitionierten Musik-Opus. Das Paket besteht aus 1. zwei Vinyl’s im 10 Zoll Format (darauf befinden sich alle 16 Titel der The Delmonts von CD1), 2. Insgesamt drei CDs in schicker Vinyl Optik und Haptik mit ausschließlich neuem Material aus Chris Rea’s Feder, plus 3. einem 80-seitigen Buch. Auf diesen großformatigen 80 Seiten gibt es eine Menge Bild-Text-Material. Wie schon beim Vorgänger viele Reproduktionen von Chris Rea Gemälden, passende zeitgenössische Fotos der 50iger und 60iger, Fotografien berühmter Hofner/Höfner Gitarren (siehe Kapitel unten) sowie auch alle Song-Texte. Im Buch wird die fiktive Geschichte der The Delmonts erzählt, einer Instrumental-Band aus den späten 50igern, die sich in den 60igern zu der Blues-Band The Hofner Bluenotes weiterentwickelt. Man hat beim Betrachten der Fotos im Buch den Eindruck das Buddy Holly mit seinen The Crickets oder Cliff Richard und seine Shadows an der nächsten Ecke auftauchen. Chris Rea, der komplett alle Songs neu komponiert hat, spielt mit seiner Band auf der ersten CD (oder zwei LPs) in einem Art Kopfkino als The Delmonts die Musik im Stile der Spotniks, Shadows und Ventures mit Original Höfner Gitarren ein !! Es sind alles (wie damals üblich) circa dreiminütige Musik-Stücke mit hoher Dichte und enormen Spaßfaktor die da vom Stapel gelassen werden. Dann entwickelt sich die Band musikalisch gewissermaßen auf der zweiten und dritten CD bis sie zur Mitte der 60er Jahre zu einer vokal unterstützten Blues-Rock-Band werden. Diese Fiktion war sogar in der Vergangenheit durchaus in einigen (auch bekannten) Fällen Realität. Wem das earBOOK zu üppig ist, es gibt auch ein Best-Of als Single-CD. Ist aber nichts für echte Blues und/oder Rea Fans.

Dancing Down The Stony Road

Hofner Blue Notes

Blue Street (Five Guitars)

Da sein ehemaliges Label EastWest (Warner Music) auf weiteres Material im bekannter seichter poppigen Art bestand, gründet Chris Rea kurzerhand zum Millennium mit Jazzee Blue sein eigenes Label und VÖ seitdem dort. Erste Werke waren »Dancing Down The Stony Road« (2002) und die beiden Solo-Alben »Hofner Blue Notes« und »Blue Street (Five Guitars)«. Damit hatten sich Chris und seine Mitspieler warm gespielt für sein erstes Mammutwerk »Blue Guitars« (2005). Mit dem ebenbürtigen Nachfolger wollte Chris Rea die Blues-Geschichte mit einem bluesigen Hauch der Sechziger ergänzen. Auch eine kleine Hommage an sein Idol B.B. King, wie er selbst sagt. Auf seiner Europa-Tour 2010 startete er in Deutschland spielte im Vorprogramm instrumental als The Delmonts und präsentieren auch live Songs aus dem Blue-Guitar-Album als Hofner Bluenotes. Es ist die Musik, die ich schon immer spielen wollte, richtige Gitarrenmusik, sagt Chris Rea und das höre ich auch vom Natural-City-Blueser Nobert Egger. Norbert hat mit seinen angekündigten Auftritten zwar wegen der Pandemie kein Glück. Das fehlte dann Chris Rea leider auch, denn nach seiner Santo-Spirito-Tour 2012 ist er leider gesundheitlich nicht mehr in Lage Konzerte oder Touren durchzuführen.

Karl Höfner: Promo_1

Die Wurzeln von Höfner Zupf- und Streich-Instrumente liegen in Schönbach im geschichtsträchtigen Vogtland (heute Luby, Tschechien), der Gründer des Familienbetriebs ist 1887 der erst 23-jährige Gitarren-Geigen-Bauer Karl Höfner. Bereits in den 20igern führten die Söhne Josef und Walter das Unternehmen dann weiter bis zum Marktführer im deutschsprachigen Raum und auch zu internationaler Bekanntheit. Nach dem Krieg wechselte der Firmensitz 1948 nach Möhrendorf, dann 1950 nach Bubenreuth, beide zwischen Forchheim und Erlangen gelegen. Mitte der 50iger wurde aufgrund der Elektrifizierung auch in der Musikszene, der Massivholz Halbresonanz-E-Bass Modell 500/1 (Beatle-Bass) auf den Markt gebracht. Der bekannteste Käufer war früh Paul McCartney, der auf diesem Instrument bis heute noch spielt. Dieses Instrument machte Höfner zu einem der gefragtesten Hersteller von Premium E-Bässen weltweit. 1994 wurde das Familienunternehmen in die britische Boosey & Hawkes Group eingegliedert, der Firmensitz in den nahe gelegenen Ortsteil Hagenau verlegt. Seit 2004 ist die Firma Karl Höfner wieder ein unabhängiges solventes Familien-Unternehmen. Neben den in Deutschland gebauten Modellen gibt es mittlerweile auch preiswertere Höfner-Gitarren aller Art, aber auch Geigen, Bratschen, Celli, Kontra-Bässe sowie passende Bögen. Künstler-Auswahl E-Gitarren: Graham Bonnet, Phil Manzanera, Michael Rhodes, Uli Jon Roth, Curt Smith, Paul Weller, Tina Weymouth, Atilla Zoller und viele mehr.

Das nächste Mal geht es bei Chris Rea im Rockzirkus mit um »La Passione« auch wieder um Leidenschaft, diesmal aber um das Thema Rennsport. Auch wieder ein sehr spannendes Thema.

Weiterlesen: Chris Rea 1City Blues ConnectionNatural Blues – Klingende Grüsse, Der SchoTTe

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