Ruzz Guitars’s Blues Revue – Live At The Lousiana

Ruzz Guitars’s Blues Revue – Live At The Louisiana

Ruzz Guitar, der bürgerliche Name ist mir unbekannt, nennt als seine Vorbilder Wilko Johnson, Brian Setzer, Jim Heath und Jimmie Vaughan. Der Website seiner Band „Blues Revue“ nach entwickelte er aus diesen Vorbildern einen eigenen Stil. Wenn ich mir das Konzert im Lousiana anhöre, dann fallen mir noch andere Gitarristen ein wie Albert Collins, die Eismaschine, oder auch ein Albert King. Albert Collins trifft nur bedingt zu. Albert Collins spielte eine Fender Telecaster und Ruzz Guitar ausschließlich Gitarren von Gretsch. Von Gretsch wird er auch gesponsert, er ist der “Featured Guitarist” auf deren Website. Die Heimatstadt von Ruzz ist Bristol in England. Er spielte mit zahlreichen Bands aus Bristol und Bath und ging von da aus auf Tour durch Großbritannien und Europa.

Ruzz Guitars’s Blues Revue

Gemeinsam mit dem Drummer Mike Hodinott und dem Stehbass spielenden Joe Allen wurde 2014 die Ruzz Guitar’s Blues Revue gegründet. Ihr erstes Studioalbum „Ruzz Guitar’s Blues Revue“ aus 2015 ist bereits vergriffen, kann aber als MP3 bei einem bekannten Online-Händler gekauft werden.

Ruzz Guitars’s Blues Revue - Burn Out

Im April 2016 wurde die Band um eine dreiköpfige Bläsertruppe verstärkt. Das Album „Burn Out“ wurde noch unter dem Namen “Ruzz Guitars’s Blues Revue“ aufgenommen. Bei dem Album half unter anderen Pete Gage (Geno Washington & The Ram Jam Band, Vinegar Joe und Dr.Feelgood) mit Gastauftritten.
2018 wurde das Studioalbum „The Heist“, diesmal mit dem Hinweis auf die „Big Band“ aufgenommen. Es halfen hier der bereits bekannte Pete Gage und Tommy Harkenrider, ein gefragter Gitarrist aus Las Vegas.

Ruzz Guitars’s Blues Revue - The Heist

Canvey, ein Mitstreiter in Sachen Rock, überraschte mich vor eine paar Tagen mit der neusten CD von „Ruzz Guitar’s Blues Revue“. Es ist der Mitschnitt einer Show aus dem Louisiana in Bristol von September 2019. Folgerichtig trägt der Titel der CD den Namen „Live At The Louisiana“. Es ist die Art von Blues die ich mag. Teilweise erinnert er an die Blues Brothers oder auch an die frühen Fleetwood Mac wie bei dem Song „Sleepwalk“ von den Brüdern Farina. Die Richtung reicht von Rock ‚N‘ Roll, über Rhythm ‚n‘ Blues bis Jump-Blues. Die Band spielt locker und entspannt. Bedingt durch die Bläser kommen bei einigen Songs Erinnerungen an die Bluesbands der 1940er oder 1950er Jahre auf, wie beispielsweise von Louis Jordan. Mittelpunkt ist die Gitarre von Ruzz Guitar. Gas kann die Band auch geben, man höre sich den Boogie „Sweet As Honey“ an. Wenn es etwas zu meckern gibt, die Stimme von Ruzz Guitar kommt etwas dünn daher. Das kann daran liegen, dass er nicht der große Shouter ist oder das Mischpult ist schuld (ich tippe auf die erste Vermutung). Der Sound ist übrigens sehr gut! Auch gut ist die Zurückhaltung des Publikums. Es gibt lediglich in den Pausen kleinere Beifallsbekundungen. Vier Songs wurden von einem H. Evans geschrieben, ist das Ruzz Guitar? Der Rest sind Cover oder Interpretationen von Songs von Bill Doggett, Lloyd Price, Buddy Johnson und Santo und Johnny Farina.
Es ist nicht der ganz aufregende Blues, aber muss das immer sein? Wie oben bereits geschrieben, ich mag die Musik von Ruzz Guitar’s Blues Revue und werde mich um die anderen Alben kümmern. „The Heist“ sollte unterwegs sein und dann mehr.

Mitspieler:

Ruzz Guitar: guit., voc.
Mike Hoddinott: drums
Paul Quinn: keyb.
Jack Jowers: Trpt
Michael Gavaghan: Sax
Joe Allen: Bass

Die Songs:

Hold it
Baby Please Come Home
Movin’ On
Back Home To Stay
Sleepwalk
Under Your Spell
Sweet As Honey
It’s Obdacious

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2 Kommentare

  1. H. Evans (Henry James Evans) ist tatsächlich Ruzz.

    Freut mich, dass dir die CD weitestgehend gefällt. Wenn das Covid-19 Ding vorbei ist, dann gehts wieder mal nach England und wenn ich Glück habe, dann kann ich das mit einem Ruzz Guitar’s Blues Revue Gig verbinden (und einem Pete Gage Auftritt).

    Cheers

    Roland

    1. Nicht nur „weitestgehend“. Die CD gefällt mir Im Ganzen sehr gut. 🎸
      Freu mich schon auf „The Heist“.

      Danke für die CD und den Tipp!👍

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