Terry Reid – Rogue Wave

Terry Reid – Rogue Waves

Nach, den meiner Meinung nach unseligen Experimenten mit Graham Nash, gemeint ist das Album „Seed Of Memory“, war „Rogue Waves“ wieder ein Album das die Bezeichnung „von Terry Reid“ verdiente. Eine Mischung aus Eigenkompositionen und Coverversionen. Auffallend ist, Terry Reid covert gleich zwei Songs von Phil Spector. Die Songs von „Rogue Waves“ sind zwischen Blues, Rock und Soul angesiedelt, geprägt von der souligen Stimme Terry Reids. Aufgenommen wurde „Rogue Waves“ 1978 in dem Brothers’s Studio, Santa Monica. Produzenten waren diesmal Terry Reed und Chris Kimsey. Die Plattenfirma war Capitol Records. Als das Album im Frühjahr 1979 veröffentlicht werden sollte, gab es personelle Umbesetzungen bei Capitol Records. Die Folge war, „Rogue Waves“ wurde nicht beworben und verschwand in der Versenkung.

Wenn Mickey Most nicht gewesen wäre, welchen Verlauf hätte seine Karriere nehmen können? Er soll Live mit seinem Powertrio sehr gut gewesen sein. Nicht von ungefähr trat Terry Reid mit Größen wie The Rolling Stones oder Jefferson Airplane auf. Der Knebelvertrag bei Mickey Most verbot ihm seine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen und auf Platte zu pressen. Schließlich bestand Most auf Einhaltung einer US-Tour, anstatt ihm zu erlauben mit Jimmy Page Led Zeppelin zu gründen. Nicht einmal bei Deep Purple war es ihm erlaubt mitzumachen, Ian Gillan ersetzte ihn.

Terry ReidSeine Allianz mit David Lindley durfte nie auf Platte erscheinen, auch hier soll es geniale Konzerte gegeben haben. Als er endlich wieder in ein Studio durfte, verdarb ihm Graham Nash mit schlechten Songs und mieser Produktion den Erfolg. Das ist übrigens nur meine eigene Meinung (nach meinem schlechten Musikgeschmack). Viele Kritiker sehen das anders und ich stehe mit dieser Meinung ziemlich alleine da. Jeder kann sich die Alben anhören und für sich bewerten.

Terry Reid ist ein großartiger Rhythm ‚n’ Blues und Rock Sänger und auf der „Rogue Waves“ beweist er diese Qualitäten. Wie schon geschrieben, der Zug war damals für ihn abgefahren und er hatte den Anschluss verpasst ein ganz Großer zu werden.

Wer sich mehr mit Terry Reid beschäftigen will, es gibt die DCD „Super Lungs: The Complete Studio Recordings 1966-1969“. Mittlerweile existiert auch eine Box mit fünf seiner Alben, darunter „Rogue Waves“.

Mitspieler:

Terry Reid: voc., guit.
Lee Miles: bass
Doug Rodrigues: guit.
John Siomos: drums
Sterling Smith: keyb.
James E. Johnson: keyb.

Die Songs:

Ain’t No Shadow
Baby I Love You
Stop and Think It Over
Rogue Wave
Walk Away Renee
Believe in the Magic
Then I Kissed Her
Bowangi
All I Have to Do Is Dream

 

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