Bulldog Breed (Band)– Made In England

Bulldog Breed (Band) – Made In England

Wenn sich jemand intensiver um die progressive Rockmusik in GB kümmert, der kommt an dem Namen Peter Dunton nicht vorbei und stößt dann auf Bands wie The Flies, Please, Bulldog Breed, Gun oder T2.

Neon PearlDie Geschichte von Bulldog Breed fing im Grunde 1967 an. Peter Dunton, Nick Spenser und Bernard Jinks nahmen ihre ersten Songs auf. Jahrzehnte später, es war 2001, erschien das Album „Neon Pearl – 1967“.

Peter Dunton zog es im gleichen Jahr nach Deutschland und hier gründete er Please. Please, das waren Peter Dunton, Adrian Gurvitz, Robin Hunt und Jürgen Ermisch. Von dieser Besetzung gibt es keine Aufnahmen, sie war zu kurzlebig. Noch, 1967 stieg Peter Dunton bei The Flies ein, um mit ihnen einige Songs aufzunehmen. Erst 1999 wurden die Songs gesammelt und auf eine CD unter dem Namen „Seeing Stars“ gepresst. Das Gastspiel von Peter Dunton war recht kurz und auch die Geschichte von The Flies endete kurz nach den Aufnahmen.

Peter Dunton brauchte für seine Songs eine neue Band. Please entstand neu, diesmal mit Peter Dunton (drums, voc, keyb.), Robin Hunt (voc., flute), Bernard Jinks (bass) und Rod Harrison (guit). Rod Harrison war Mitglied der Neon Pearl, er war aber nicht bei deren Aufnahmen vertreten.

The FliesDie neuen „Please“ nahmen einige Demos für CBS auf, denen gefielen die Aufnahmen nicht. Wieder erst nach Jahrzehnten, diesmal schon 1996!, brachte ACME die Songs als CD unter dem Titel „Please 168/1969“. Obwohl keine Platten verkauft wurden, hatte sich Please einen Namen gemacht. Sie wurden für das berühmte Festival 1969 auf der Isle Of Wight gebucht. Ihr Auftritt fand unter dem Namen „Pleace“ statt, ein Schreibfehler?

Die Brüder Gurvitz wollten Peter Dunton für ihre Band Gun und von jetzt an wird es unübersichtlich. Louis Farrell löste Peter Dunton bei Please ab. Please änderte den Namen in Bulldog Breed. Unter diesem Namen wurden eine Single und ein Album aufgenommen. Bulldog Breed hatten ihren Namen von einem Film mit dem Komiker Norman Wisdom. Nicht von der Hunderasse, wie man denken könnte! „Made In England“ entstand innerhalb von zwei Wochen in den Decca Studios in West Hampstead. Kurz nach den Aufnahmen verließ Rod Harrison die Band, der 16jährige Keith Cross ersetzte ihn.

Mit „unübersichtlich“ meine ich, Peter Dunton soll bei Gun getrommelt haben, aber Louis Farrell wird offiziell als Drummer genannt. Der Drummer von Bulldog Breed sollte Lois Farrell sein, aber hier wird Peter Dunton genannt.

Vernon Joynson vergleicht die Band mit den frühen Pink Floyd. Der Vergleich passt bei einigen der Songs, mir fällt „Relics“ mit „See Emily Play“ ein. Für mich ist es der typische „Beat“ aus Mitte der 1960er Jahre. Man kann es Progressiv, Psychedelic oder Garage nennen, es passt irgendwie alles. Die Melodien sind durchweg angenehm und verspielt. Meiner Meinung ist es nicht die Musik von 1969, das Album hätte drei bis vier Jahre früher erscheinen sollen. Wahrscheinlich ist das der Grund für den fehlenden Erfolg.

Zum Beispiel erinnert gleich der Anfang mit „Paper Man“ an „Painter Man“ von The Creation. Oder man höre sich „I Flew“ oder „Eileen’s Haberdasherry Store“ an, typisch für Mitte der 1960er Jahre und nicht für die Musik von 1969! Es gibt hiervon wenige Ausnahmen. „Reborn“ ist nicht eine der Ausnahmen, aber es geht hier etwas härter zu, The Who lassen grüßen. „You“ swingt, ein Ausflug in jazzigere Gefilde! Freunde der beschwingten Popmusik wird das Album gefallen.

Nach der Veröffentlichung von „Made In England“ lösten sich Bulldog Breed auf. Der auf dem Cover abgebildete Keith Cross, er war an den Aufnahmen nicht beteiligt, Bernard Jinks und Peter Dunton gründeten Morning, das kurz darauf in T2 umbenannt wurde. Der Bandname „Morning“ war bereits anderweitig besetzt. T2 ist eine andere Geschichte, vielleicht gibt es hier bald einen Beitrag.

Bulldog Breed – Made In England

Bernie Jinks: bass
Rod Harrison: guit.
Rob Hunt: voc., flt.
Louis Farrell: drums

Gehörten zu Bulldog Breed, waren an dem Album wahrscheinlich nicht beteiligt:

Peter Dunton: drums
Keith Cross: voc., guit.

Die Songs:

Paper Man
Broomstick Ride
I Flew
Eileen’s Haberdashery Store
Folder Men
Dougal
When The Sun Stands Still
Reborn
Friday Hill
Silver
You
Top O’ The Pops Cock?!?!
Revenge
Austin Osmanspare

Bonus, die Single:

Halo In My Hair
Portcullis Gate

(Visited 24 times, 1 visits today)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

fünf × eins =