The Rolling Stones – Rock And Roll Circus

The Rolling Stones – Rock And Roll Circus

Vor einigen Jahren entdeckte ich in einem Plattenladen ein buntes Cover mit der Aufschrft „The Rolling Stones – Rock And Roll Circus“. Die CD war mir neu, glaubte ich doch sämtliche Alben der Rolling Stones zu kennen und in der Sammlung zu haben. Sofort gekauft und gestaunt. Es waren nicht nur die Rolling Stones die in dem Rock And Roll Circus auftraten, es gab noch andere Bands und Musiker zu hören. Im Booklet wird die Geschichte dieses Albums erzählt. Es war die Zeit von „Beggars Banquet“ als die Rolling Stones auf die Idee kamen eine Veranstaltung mit Freunden in einem Zirkus zu filmen. Es sollte ein Gemeinschaftsprojekt mit der BBC werden. An zwei Tagen um den 11. Dezember 1968 trafen sich die Musiker und nahmen Film und Ton auf. Das Ganze wurde auf Eis gelegt und unverständlicherweise erst 1995 veröffentlicht. Im Juli 2019 soll endlich eine Sonderedition erscheinen mit dem Film als Blu-Ray und DVD mit CD. Vielleicht wird die Box gekauft, im Moment reicht mir aber die CD.

Mick Jagger hält die Vorrede und stellt nach dem Einmarsch der Gladiatoren als erste Band Jethro Tull mit ihrem „Song For Jeffrey“ vor. Mitglied von Jethro Tull ist hier noch Mick Abrahams. Was dann kommt ist eine kurze Rockoper von Keith Richard vorgestellt, The Who und ihre schnelle Nummer „A Quick One While He’s Away“. Nach einer kurzen Zirkusmusik geht es mit Taj Mahal und „Ain’t That A lot Of Love“ weiter. Taj Mahal wird von der Band seiner ersten Alben begleitet, nämlich mit Jesse Ed Davies, Jack Blackwell und Gary Gilmore.

Eine Freundin der Rolling Sones durfte auch mitmachen. Charlie Watt stellt die schöne Miss Marianne Faithfull mit dem Song „Something Better“ vor. Es kommt anschließend zu einem Gespräch zwischen John Lennon und Mick Jagger. Thema ist die Begleitband der nächsten Songs „The Dirty Mac“. The Dirty Mac beginnt mit dem „Yer Blues“, einem wirklich harten Blues! War John Lennon ein Blueser? Hier hört es sich fast so an. Eric Clapon spielt hier ein erstklassiges Solo und Keith Richards sein Lieblingsinstrument, den Bass. Der nächste Song ist nur etwas für die beinharten Fans einer gewissen Yoko Ono. John Lennon musste seine Yoko wahrscheinlich singen (?) lassen. The Dirty Mac mit dem aus der Klassik kommenden Geiger Ivry Gitlis legen anfangs rockig los, aber nach einigen Minuten hört man im Hintergrund fürchterliches Gekreische: Yoko Ono hat zugeschlagen und die ansonsten gute Jamsession total verhunzt. An dieser Stelle freue ich mich über die Vorteile der CD und zappe weiter. Der Song nennt sich passend „Whole Lotta Yoko“.

John Lennon stellt schließlich den Höhepunkt der Show vor. The Rolling Stones. Den Anfang macht „Jumping Jack Flash“ gefolgt von Songs aus dem Album „Beggars Banquet“. Wahrscheinlich war es einer der letzten Auftritte von Brian Jones. Die Leadgitarre soll allerdings Keith Richard gespielt haben, vielleicht sollte man sich den Film doch ansehen. Auf alle Fälle ist diese Leadgitarre sensationell gut! Das Album wurde Live aufgenommen was interessant für diejenigen ist, die die Songs mit denen von „Beggars Banquet“ vergleichen wollen. Mir gefallen die Versionen aus diesem „Circus“ etwas besser.

Übrigens brachte mich das Album auf den Namen dieser Website „Rockzirkus“. J

Die Bands:

Jethro Tull:

Bass, Harmonica – Glen Cornic: bass, harp
Drums – Clive Bunker: drums
Guitar – Mick Abrahams: guit.
Ian Anderson: flute

The Who:

Peter Townshend: guit., voc.
Bass, Vocals – John Entwhistle: bass, voc.
Drums – Keith Moon: drums
Vocals – Roger Daltrey: voc.

Taj Mahal:

Taj Mahal: voc.
Gary Gilmore: bass
Chuck Blackwell. Drums
Jesse Ed Davis: guit.

Marianne Faithfull: voc.

(wahrscheinlich in Begleitung von The Dirty Mac)

The Dirty Mac:

Keith Richards: bass
Mitch Mitchell: drums
Eric Clapton: guit.
John Lennon: voc., guit.

The Rolling Stones:

Mick Jagger: voc.
Keith Richard: guit., voc.
Brian Jones: slide guit., guit.
Bill Wyman: bass
Charlie Watts: drums
Nicky Hopkins: keyb.
Rocky Dijon: perc.

Die Auftritte:

Mick Jagger – Introduction Of Rock And Roll Circus
Entry Of The Gladiators
Mick Jagger & Yoko Ono – Introduction Of Jethro Tull
Jethro Tull – Song For Jeffrey
Keith Richards – Introduction Of The Who
The Who – A Quick One While He’s Away
Over The Waves
Taj Mahal – Ain’t That A Lot Of Love
Charlie Watts –  Introduction Of Marianne Faithfull
Marianne Faithfull – Something Better
Mick Jagger & John Lennon – Introduction Of The Dirty Mac
The Dirty Mac – Yer Blues
Yoko Ono & Ivry Gitlis With The Dirty Mac – Whole Lotta Yoko
John Lennon – Introduction Of The Rolling Stones

The Rolling Stones:

Jumping Jack Flash
Parachute Woman
No Expectations
You Can’t Always Get What You Want
Sympathy For The Devil
Salt Of The Earth

(Visited 181 times, 1 visits today)

Ein Kommentar

  1. Da ist ja kürzlich eine LP-Variante davon rausgekommen (auf 3 LPs mit zusätzlichem Audiomaterial welches auf der bisherigen CD nicht veröffentlicht worden war). Obwohl die CD bereits bei mir im Regal stand, habe ich nur kurz überlegen müssen als ich die Ausgabe in einem Plattenladen in meiner Gegen im Regal fand. Steht zwar noch unausgepackt hier, aber bin trotzdem mal darauf gespannt. Ob man diese ewigen Re-releases haben muss oder ob man es als Hobby betrachtet, sich die Kohle zum x-ten Mal aus der Tasche ziehen zu lassen, das muss jeder mit sich selber ausmachen.

    Obwohl ich zum Thema heute sehr viel kritischer eingestellt bin als auch schon, und in den meisten Fällen ein Original vorziehe, bin ich hier doch eingeknickt. LP? Check! Zusätzliches Material? Check! Haptik? Check! Allerdings kann man die CD nicht entsorgen, auf dem Markt reicht das nicht mal um eine Tasse Kaffee zu kriegen.

    Negativ eigentlich nur, die Ausgabe ist, wie alle frühen Rolling Stones Ausgaben unterdessen von ABCKO (und die finde ich zum k…..) und ist ausserdem ziemlich teuer (wir reden hier von knapp CHF 90.00 für das Set).

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

achtzehn + 15 =