Colosseum Daughter Of Time

Colosseum – Daughter Of Time

Das dritte Album von Colosseum hebt sich von den Vorgängern ab. Jon Hiseman meint dazu, es sein ein Studioalbum und meint damit, es gibt keine Songs die für einen Gig geeignet wären. So ganz ist das nicht richtig, einige Songs schafften es auch bis auf die Bühne.
Warum sich das Album aus meiner Sicht abhebt, das ist die Stimme von Chris Farlowe und die Gitarre des Clem Clempson.
Es ist irgendwie bombastisch und erinnert stellenweise an eine Oper. Das ist nicht negativ gemeint, aber so ist eben der Eindruck. Der Name Colosseum bedeutet auch: Zirkus, Arena und Gladiatoren. Hätte Colosseum einige Jahre früher existiert oder wäre Ben Hur später gedreht worden, die ersten Songs wären der Soundtrack.
Was auch ins Ohr sticht, es gibt eine der wunderschönsten Versionen des Jack Bruce Songs Theme For An Imaginary Western. Jon Hiseman trommelte für Jack Bruce als dieser den Song aufnahm. Dick Heckstall-Smith war auf Songs For A Tailor bei anderen Songs ebenfalls zu hören.
Es ist auch ein Album des Umbruchs, Letherland und Reeves gingen und mussten ersetzt werden. Chris Farlowe war übrigens eine Verlegenheitslösung. Clem Clempson konnte noch nie singen und Paul Williams von Juicy Lucy lehnte das Angebot von Jon Hiseman dankend ab.
Trotzdem versammeln sich hier Ausnahmemusiker die ihre Klassse bis heute immer wieder bewiesen haben, auch Jon Hiseman bei seinem Solo Time Machine.
Ein Album für fortgeschrittene Freunde von Colosseum. Sechs von fünf möglichen Punkten bekommt es von mir auf jeden Fall. Zum Einstig ist es allerdings weniger geeignet.

Die Mitspieler:

Jon Hiseman, drums
Dick Heckstall-Smith, sax.
Dave Greenslade, key.
Mark Clarke, bass
Louis Cennamo, bass
Clem Clempson, guit.
Chris Farlowe, voc.
Barbara Thompson: sax.
Einige Violinen, Violas, Hörner und Cellos. (bin zu faul um alle abzuschreiben)

Die Songs:

Three Score & Ten, Amen,
Time Lament,
Take Me Back To Doomsday,
Daughter Of Time,
Theme From An Imaginary Western,
Bring Out The Dead, Downhill & Shadows,
The Time Machine

Mehr zu Jon Hiseman und Co. gibt es im Rockzirkus

Nachtrag: Jon Hiseman verstarb am 12.06.2018.

(Visited 78 times, 1 visits today)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

7 − zwei =