P.P. Arnold aka Patricia Ann Cole

Geboren am 03.10.1946 sang sie bereits mit 4 Jahren im Kirchenchor. Sie heiratete früh und bekam genau so früh zwei Kinder. 1966 bekam sie einen Job bei den Ikettes und tourte mit Ike & Tina Turner für zweieinhalb Jahre. Wer gute Ohren hat, der kann ihre Stimme als Backgroundsängerin bei River Deep Mountain High von Ike & Tina Turner hören.

Charlie Watts und Bill Wyman besuchten die Show im Galaxy Club, Los Angeles und luden Ike & Tina Turner für ihre UK-Tour 1966 ein. Als Ike & Tina Turner wieder zurück in die Staaten ging, blieb Patricia Ann Cole in London. Mick Jagger vermittelte sie an Andrew Oldham. Der Photograph der Stones, Gered Mankowitz, gab ihr den Spitznamen. P.P..

„Everything’s Gonna Be Alright“ von Oldham und Skinner war ihr erste Aufnahme. Was folgte machte sie berühmt, „The First Cut Is The Deepest“, komponiert von Cat Stevens und produziert von Mick Jagger, erreichte Platz 16 der Charts im Mai 1967.

P.P. Arnold trat regelmäßig in Clubs auf und suchte nach einer passenden Begleitband. Ihr Fahrer, Mickey O., kannte einen Keyboarder mit Namen Keith Emmerson. Sie beauftragte Keith Emmerson mit der Zusammenstellung einer für sie passenden Band. Emmerson selber spielte bei Gary Farr & The T-Bones und den V.I.P’s. Falls jemand die Plattenserie „Rock Generation“ kennt, der sollte auch diese Band kennen.

Keith Emmerson heuerte Davy O’List (guit.), Lee Jackson (bass) und Ian Hague (drums) an. Die Band und P.P. Arnold einigten sich darauf, zuerst waren sie die Begleitband, hatten aber auch die Möglichkeit sich selber als eigene Band ins Spiel zu bringen. Bei der Namenssuche kam P.P. Arnold auf „Nazz“. Nazz kommt von dem Spruch des Satirikers Lord Buckley „Here Comes The Nazz“, wobei Nazz kein geringerer als Jesus von Nazareth sein sollte. Die Engländer verstanden bei „The Nazz“, dank des amerikanischen Slangs von P.P. Arnold „The Nice“. Womit die erste Ausgabe von „The Nice“ geboren war.

Am 16.08.1967 kam es zu einem Auftritt beim Windsor Jazz & Blues Festival. Wie oben geschrieben, hatten „The Nice“ die Möglichkeit nach ihrer Pflichtübung auch ohne P.P. Arnold zu spielen. Es muss eine gute Show mit Feuerwerk gewesen sein, Andrew Oldham machte einen eigenen Vertrag mit „The Nice“.

P.P. Arnold ging für kurze Zeit zurück in die USA und holte ihre Kinder nach GB. Bei „The Nice“ trommelte inzwischen Brian Davison für Ian Hague. Es wurde ihr erstes Album aufgenommen, „The First Lady Of Immediate“. Produzenten waren Mick Jagger, Andrew Oldham und Mike Hurst.
Die Gigs mit „The Nice“ wurden langsam problematisch. „The Nice“ spielte mehr Psychedelic Rock, die Fans von P.P. Arnold wollten aber Soul hören. „The Nice“ nahmen „America“ auf und starteten ihre eigene Karriere. Am Ende von „America“ spricht der Sohn von P.P. Arnold die Schlussworte.
P.P. Arnold hatte noch einige Hits und trat auch im Beat Club auf. Arrangeur einiger ihrer Songs war John Paul Jones von den späteren Led Zeppelin. 1968 nahm sie ihr letztes Album „Kafunta“ auf. Produzenten waren Mick Jagger und Steve Marriott. Durch Steve Marriott kam sie zu einer Beteiligung an der Aufnahme von „Tin Soldier“, hört mal genauer hin!

Immediate gab bekanntermaßen auf und P.P. Arnold war vertragslos. Sie kam zur Robert Stigwood Organisation und nahm für Polydor zwei Singles auf. Das war es vorerst. Es gab zwar noch Auftritte mit Ashton, Gardner & Dyke und Delany & Bonnie, aber ihre Solokarriere war am Ende.

Nach dem Unfalltod ihrer Tochter zog sie sich aus dem Showbiz zurück, bekam dann aber später wieder kleinere Auftritte und Rollen. Beispiele dafür sind Aufnahmen für Andy Gibb von den Bee Gees, Auftritte bei Fame, Knots Landing, Jesus Christ Superstar sowie beim Starlight Express (da habe ich sie wohl verpasst). 1986 hatte sie einen schweren Autounfall und Bühnenauftritte waren lange Zeit nicht mehr möglich. 1990 tourte sie wieder, diesmal mit „Ocean Colour Scene“ und sang auf dem Album „Amused To Death“ von Roger Waters. Mit Waters tourte sie 1992 und dann wieder 2003. 2007 nahm sie mit Dr. Robert das Album „Five In The Afternoon“ auf und 2017, mit berühmter Unterstützung, „The Tuning Tide“.

P.P. Arnold - First Lady Of ImmediateP.P. Arnold – First Lady Of Immediate:

(If You Think You’re) Groovy
Something Beautiful Happened
Born to Be Together
Am I Still Dreaming
Though It Hurts Me Badly
The First Cut Is the Deepest
Everything is Gonna Be Alright
Treat Me Like a Lady
Would You Believe
Life Is But Nothing
Speak to Me
The Time Has Come

P.P. Arnold - KafuntaP.P. Arnold – Kafunta:

Letter to Bill
Kafunta One
God Only Knows
Eleanor Rigby
Yesterday
Angel of the Morning
As Tears Go By
Kafunta Three
To Love Somebody
Dreamin’
Kafunta Four
Welcome Home

Dr. Robert & P.P. Arnold – Five In The AfternoonDr. Robert & P.P. Arnold – Five In The Afternoon

Die Mitspieler:

P.P. Arnold: voc.
Dr. Robert: voc., guit., bass, piano
Marco Nelson: bass, pedal steel guitar, keyb.
Crispin Taylor, Tansay Omar: drums, perc.
Robb Appleton: harp.
Jose Luis Quesada Bravo: sax.

Die Songs:

Nothing But Love
Be My Judge
What Am I To Do?
Careless Blues
Five In The Afternoon
I Saw Something
Stay Now
Ghost Of Winter
Shape It For Me
Satellite

P.P. Arnold - The Tuning TideP.P. Arnold – The Tuning Tide

Die Mitspieler:

P.P. Arnold: voc.
Bobby Whitlock, P.P. Arnold, Rita Coolidge: backing vocals
Carl Radle, Dave Glover: bass
Jim Gordon, Roger Pope: drums
Eric Clapton, Caleb Quaye: guit.
Bobby Whitlock, Caleb Quaye: keyb.
Bobby Keys: sax.
Jim Price: trumpet

Die Songs:

Medicated Goo
Born
If This Were My World
High And Windy Mountain
Spinning Wheel
Bury Me Down By The River
Children Of The Last War
Brand New Day
The Turning Tide
You’ve Made Me So Very Happy 4:16
Give A Hand, Take A Hand 3:49
Happiness 3:29
You Can’t Always Get What You Want

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