Rare Bird (Band)- Same (1969)

Rare Bird – Rare Bird und Sympathy (1969) (Band)

Zwei Keyboarder und keine Gitarre, das war die Urbesetzung von Rare Bird. Rare Bird nahmen wohl den schönste Song der Rockgeschichte auf, Sympathy.  Es war und blieb allerdings ihr einziger Hit. Rare Bird blieben mit ihren LPs vielleicht so erfolglos, weil die restlichen Songs gegen den Übersong Sympathy weit abgeschlagen waren. Die LP kam zwar in die Charts, der ganz große Erfolg mit dem Verkauf kam nicht. Die nachfolgenden Alben wurden bereits in anderer Besetzung aufgenommen.

Der erste Song, Iceberg, erinnert in den Instrumentalpassagen an “Blue Rondo A La Turk” von Dave Brubeck, danach geht es poppiger weiter. Mir fiel bei dem Gesang von Times die Band von Kevin Coyne „Siren“ ein. Wie überhaupt, man hat zwischendurch immer wieder Assoziationen zu andern Songs. Schöne Melodien wenn gesungen wird. Treten die Keyboarder in den Vordergrund wird geswingt und der Jazz kommt durch. Diese Trennung zwischen Gesangs- und Instrumentalpassagen ist typisch für das Album. Jedes Mal kommt es hier zu einem Wechsel in Tempo und Stil. Rare Bird ist vergleichbar mit den Nice oder Emmerson Lake & Palmer. Eine schöne, swingende Progrockscheibe.

Anspieltipp Beautiful Scarlet und bitte nicht Sympathie.

Graham Field; keyb.
Dave Kaffinetti : keyb.
Steve Gould: voc., bass
Mark Ashton: drums, voc.

Iceberg;
Times;
You Went Away;
Melanie;
Beautiful Scarlet;
Sympathy;
Natures Fruit;
Bird On A Wing;
God Of War

 

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Ein Kommentar

  1. Gerade diese krassen Gegensätze von vokal-polierter Hit-Perle Sympathy des Debüts, zum orgastischen Long-Track Flight über eine ganze LP-Seite vom Folgealbum As Your Mind Flies By (1970), oder auch deren enorme Spannweite von Pop-Rock, über Prog/Art-Rock bis zu Hard-Rock, immer exzellent produziert und immer souverän mit der Instrumentierung umgesetzt, macht/e eine großartige Band wie Rare Bird aus. Da passt und macht auch das wunderbare dritte Album Epic Forrest (1972), das Erste nach Label-Wechsel zu Polydor, überhaupt keine Ausnahme. Wer Geduld hat, sich genug Zeit nimmt für das gesamte Material, Einfach-LP mit zusätzlicher Single oder später 3-seitige Doppel-LP, wird mit einem Meilenstein der anspruchsvollen Rockmusik belohnt, ähnlich wie The Alchemist von Home oder Sufficiently Breathless von Captain Beyond. Wie der Bandname schon sagt, sie waren schon ein paar seltsame/seltene (aber professionelle) Vögel. Leider hatten auch Rare Bird, wie viele andere gute Bands in dieser Zeit, viel Pech damit das es (bis heute) nicht genügend Anhänger dieser schönen Musik gab/gibt und ihnen deshalb nicht der Durchbruch und durchschlagener Erfolg gelang. Unsterblich sind sie für die Kenner geworden, mit ihrem geschlossenen, vielfältigen Gesamtwerk vom selbstbetitelten Debüt (1969) bis Born Again (1974). SchoTTenTipp: Somebody´s Watching (1973), mit Kracher-Titel Dollars (Interpretation von A Few Dollars More – Für eine Handvoll Dollar). Klingende Grüsse, Der SchoTTe

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