John Miles – Rebel

John Miles – Rebel (Music Was My First Love)

Den Song “Music (was my first love)” aus dem Album kennt man natürlich, auch wenn man nicht immer den Interpreten kennt. Obwohl bereits 1976 erschienen, wurde „Music“ bis Anfang der 2000er im Radio auf und runter gespielt. In der ewigen Leserhitparade des WDR rangierte er sehr lange ziemlich oben, knapp vor oder hinter „Stairway To Heaven“. Rebellisch ist die Musik mit Sicherheit nicht. Einprägsame Melodien, „Music“ rangiert hier ganz oben, und Begleitung der Songs mit Geigen und Orchester. Überhaupt scheint alles in Richtung Charts ausgelegt zu sein.
Normalerweise ist das nicht mein Ding und es geht eine Schranke runter, hier aber schafft es John Miles mich für seine Musik zu interessieren und das Album auch von Zeit zu Zeit wieder mal aufzulegen. Stellenweise erinnert mich das Ganze an „Love Affair“, die Band von Steve Ellis.

Die Zielgruppe könnte identisch sein, weiche Rocker mit Hang zum Schmalz. Das ist nicht negativ gemeint, denn auch ich zähle mich manchmal zu dieser Gruppe. Wenn mir der ganze Blues oder Rock keinen Spaß mehr macht, dann muss so etwas her. Eine andere Zielgruppe könnten auch die Pubrocker sein, wenn Geigen und Orchester nicht wären.

Wenn das Booklet nicht irrt, dann wurden, bis auf die Drums (Nick Nicol) und den Bass (Bob Marshall), alle Instrumente von John Miles gespielt. Produzent war Alan Parsons und die Arrangements übernahm Andrew Powell.

Ein nettes Album, das Mann und Frau sich gut anhören kann.

1. Music
2. Everybody Wants Some More
3. Highfly
4. You Have It All
5. Rebel
6. When You Lose Someone So Young
7. Lady Of My Life
8. Pull The Damn Thing Down
9. Music (Reprise)

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2 Kommentare

  1. Zielgruppenverwirrung. Nach der Wende wollten mehrere Leute in meinem Umfeld ENDLICH den ganzen John Miles kennenlernen, dessen “Music” uns damals sooooo vom Hocker gehauen hatte. Wir standen auf Adaptionen und Miles Music war die perfekteste, die Geigen stammten bestimmt aus irgendeinem Wagner-Part; wer hört sich den schon in voller Länge an, um es genau zu wissen.
    In der Übergangsphase 1990 bekamen die Plattenläden so Probierkartons mit Ladenhütern der Westläden. Teilweise noch in Ostmark kauften wir damals schon Peter Frampton, Jimi Hendrix, Chris de Burgh usw. nach.
    Einer meiner Freunde erwischte John Miles; erzählte es aber nicht weiter. Die Platte lag dann einfach so bei ihm rum.
    “Hey!” strahlte ich ihn an, als ich sie sah, “du hast die?”
    “Ach”, winkte er bloß ab. Wir legten sie auf.
    Dann verstand ich sein “ach” und sein Schweigen. Gäääähn.

  2. Als ‘Erbstück’ habe ich kürzlich eine Sammlung von LED ZEPPELIN (+ sämtliche Ableger) CDs bekommen. Niemand außer mir hatte wohl Interesse daran. Darunter war auch JIMMY PAGEs OUTRIDER von 1988. Auf einigen Stücken kreischt ein JOHN MILES in bester IAN GILLAN-Manier. Ich konnte es gar nicht glauben dass es sich um den selben handelt.

    Gruß – Ronald;-)

    P.S: Überall auf den CDs sind noch die Preisschilder drauf. UNGLAUBLICH wieviel man damals für CDs zahlen musste.

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