The Remo Four - Smile!

The Remo Four – Smile!

Tommy Quickly The Remo FourThe Remo Four kamen, wie The Beatles, aus Liverpool. Anfangs arbeiteten sie als Begleitband von Tommy Quickly und Cilla Black. 1966 standen sie, genau wie The Beatles, bei Brian Epstein unter Vertrag und traten in Liverpool im Cavern Club auf. Epstein suchte für The Remo Four einen Keyboarder und Sänger, seine Wahl fiel auf Tony Ashton. Als Tony Ashton einen Anruf aus Epsteins Büro bekam, dachte er die Beatles würden ihn engagieren. Zu meinem Glück sollten es nur The Remo Four werden. Mit Tony Ashton als Sänger, wurden The Remo Four praktisch selbständig und mussten nicht mehr als Begleitband arbeiten. Sie begleiteten zwar weiterhin diverse Musiker, aber der Anteil an Solovorstellungen stieg.

Brian Epstein sah The Remo Four als Nachfolger der Beatles im Hamburger Star Club und verschaffte ihnen ein Engagement. Im Grunde genommen konnte man die Musik der Beatles und der Remo Four jedoch nicht vergleichen. Die Popmusik und der altbackene Rock ‚n’ Roll der Beatles stand gegen den Jazz, Blues und Soul von The Remo Four.

The Remo Four The Pye SinglesIhr einziges Album “Smile!”, man beachte die ernsten Gesichter der Jungs,  erschien 1967 auf dem Label des Star Club. Von Siegfried E. Loch wurde es in nur zwei Tagen in einem kleinen Studio produziert. Die Songs hatten mit der damaligen “Beatmusik” nur wenig zu tun. Bei dem instrumentalem “Rock Candy” ist es Jazz, swingenden Blues gibt es mit dem “7th Son” von Mose Allison und Rock mit “Roadrunner”. Das soulige Element hört man bei “Brother Where Are You” bevor es mit dem “Jive Samba” wieder jazzig wird. Mit “Peter Gunn” traten sie in einer der ersten Beat Club Sendungen auf und wurden hier, wie auch im Hamburger Star Club, zur Stammband.

Fab Gear beatbeatbeatDie Mischung dieser Stile war Ende der 1960er nicht populär und der Masse zu anspruchsvoll. In Deutschland bildete sich zwar eine Fangemeinde, aber über einen Kultstatus kamen The Remo Four leider nicht. Wer nach Ähnlichkeiten mit Bands der damaligen Zeit sucht, mit Brian Auger gibt es sie, aber The Remo Four hatten einen eigenen Stil und der soulige Gesang von Tony Ashton war unverkennbar. John Lord meinte einmal: Egal welche Songs Tony Ashton gerade spielt oder singt, am Ende ist es Soul!

Smile!” Ist für mich eines der großartigsten Alben der 1960er Jahre und dabei vollkommen unterbewertet. Auf meiner CD sind als Bonus noch die vom Star Club produzierten Single zu finden. “Smile!” ist übrigens auch Bestandteil der Box “Original Star-Club Records”.

Mitspieler:

Phil Rogers: bass
Colin Manley: voc. guit.
Roy Dyke: drums
Tony Ashton: keyb., voc.

Die Songs:

Heart beat
The skate
No money down
Rock candy
The 7th son
Roadrunner
Brother where are you
Jive samba
Nothin’s too good for my baby

Bonusse auf der CD von Repertoire Records:

Peter Gunn
Mickey’s monkey
Live like a lady
Sing hallelujah
Dancing and singing
Sing hallelujah
Live like a lady
Live like a lady (Instrumental)

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