Climax Blues Band – Gold Plated

Climax Blues Band – Gold Plated

Es ist Bluesrock, mit Betonung auf Blues, was da auf Gold Plated zu finden ist. Es wurde meines Wissens nach das erfolgreichste Album der Climax Blues Band. „Couldn’t Get It Right“ schaffte es bis auf den 3. Platz der US-Charts. Schuld am Erfolg der LP hatte mit Sicherheit der Produzent Mike Vernon. Den Hit allerdings produzierte die Band in eigener Regie.
Was die Climax (Chicago) Blues Band von anderen Bands dieses Genres unterschied, waren einmal Colin Cooper mit seinem Saxophon und sie hatten mitten im Zeitalter des Punks kommerziellen Erfolg mit dem aus der Mode gekommenen Bluesrock.
Die Songs sind Eigenkompositionen. Ausrutscher gibt es nicht, sie erreichen alle die Qualität des Hits. Für mich eine der besten Scheiben der Band.

Erschienen ist das Album 1977 in der Besetzung:

Peter Haycock: guit., voc.
Colin Cooper: sax., guit.; voc.
Richard Jones: keyb. voc.
Derek Holt: bass; voc.
John Cliffley: drums; perc.

Die Songs:

Together and free
Mighty fire
Chasing chase
Berlin Blues
Couldn’t get it right
Rollin’ home
Sav’ry gravy
Extra

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4 Kommentare

  1. Ach ja, die CLIMAX BLUES BAND… Erinnert sich noch jemand an die? Für die Rock-Historie scheint diese Gruppe irrelevant geworden zu sein. Ich wurde auf sie aufmerksam durch einen Auftritt im Rockpalast – besonders erinnere ich mich dabei an ein Medley aus COUNTRY HAT und Robert Johnsons COME ON IN MY KITCHEN, gespielt nur von Colin Cooper & Peter Haycock (nach dem Stück suche ich noch heute) – genial! Ich kaufte damals diverse Platten der Gruppe (6 Stück!), aber keine erreichte nur annähernd die Klasse des Rockpalast-Auftritts. Meine beiden Lieblingsscheiben blieben GOLD PLATED und dessen Vorgänger STAMP ALBUM. STAMP ALBUM enthält die besseren Songs, hat aber mehr Ausfälle, GOLD PLATED ist ausgeglichener. Auf beiden Alben ist der Blues zugunsten des Funk schon reichlich gedrängt. Später wurde die Band auch noch poppiger. Für mich das Ende…

    Schön anzuhören ist die LP auf jeden Fall – und Dank Rockzirkus-Blog wird sie nicht vergessen.

    Ach so, der Name GOLD PLATED bezieht sich auf Peter Haycocks Gitarre, die mit Blattgold überzogen war (und die IKE TURNER gern besessen hätte – jedenfalls steht es so auf dem Covertext) – das ist in Zeiten da Frank Ribery ‘Goldsteaks’ verzehrt irgendwie recht aktuell.

    Gruß – Ronald;-)

    1. Sicher kenne ich die noch!
      Ich fand es immer extrem spannend wie sich die CLIMAX BLUES BAND in relativ kurzer Zeit verändert hatte, also von der eher traditionell agierenden Bluesrockband zur Rockband mit Proganleihen die kurz danach an funky Sound Gefallen fand ehe sie nach dem kommerziellen Höhenflug von „Couldn’t Get It Right“ (der sie in Übersee zum angesagten Stadionact beförderte) in einem gar seichten Teich landete und schlussendlich im Brackwasser absoff. Das Comeback im 21. Jahrhundert war dann glücklicherweise eher wieder bluesorientiert, ich sah sie damals mehrmals live bei Clubgigs.

      Die spannendste Phase war mich ’72 bis ’75, respektive die Alben RICH MAN (1972), FM/LIVE (1973), die unterschätzte LP (und leider dauernd vergriffene CD) SENSE OF DIRECTION (1974) und schlussendlich das feine STAMP ALBUM. Okay, GOLD PLATED war eigentlich auch noch ganz in Ordnung, aber danach liess die Qualität nach, der Tiefpunkt so ziemlich sicher LUCKY FOR SOME (1981), eine Scheibe die damals wie heute niemand braucht.

      mellow

      1. @mellow; vielleicht sollte man noch die tiefe Baritonstimme von Colin Cooper (ich glaube der war’s) erwähnen – für eine Rockband ungewöhnlich – da krächzen die Sänger meist mit hochgepitchten Kopfstimmen (ich könnte jetzt ein paar negative Beispiele nennen, aber ich verkneif’s mir). Das fand ich eigentlich immer sehr angenehm und vor allem hob es die Band aus dem Einheitsbrei heraus. Auf GOLD PLATED kann man den Titel SAV’RY GRAVY als Beispiel heranführen – nicht von ungefähr mein Lieblingssong auf der Platte. Aber selbst in ihrer späteren Pop-Phase gibt es noch Beispiele dafür. Gruß – Ronald;-)

  2. Ja, Colin Cooper war schon aussergewöhnlich, nicht nur wegen seiner Stimme. Ich unterhielt mich an einem CLIMAX-Gig anno 2005 mal mit dem Bassisten, ich glaube das war Neil Simpson. Der schimpfte ganz schön über den Bandleader (Cooper) der sie zu dieser Ochsentour kreuz quer durch Europa gezwungen habe, er habe deshalb in seinem “Brotjob” sogar zwei Wochen unbezahlten Urlaub nehmen müssen, nein der “Alte” sei wirklich irre. Witzigerweise stand der “Alte” gleich neben ihm an der Bar. Nun, entweder war sich Colin Cooper solche Kritik gewohnt oder hörte nicht mehr sonderlich gut. Das Konzert mit dem letzten originalen CLIMAX-Mitglied natürlich wie immer super, der Kerl hatte eine magische Aura, eine Wahnsinns-Stimme und liess wie immer sein Saxophon ordentlich röhren. Colin Cooper starb 2008 an Krebs, die CLIMAX BLUES BAND (inkl. Neil Simpson) gibt es aber noch immer, die Band hat am 5. Januar 2019 das Album HANDS OF TIME (endlich wieder mit neuem Song-Material) veröffentlicht.

    mellow

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