Keith Richard - Crosseyed Heart

Keith Richards – Crosseyed Heart

Was soll man dazu schreiben ohne dem genialsten Erfinder von Gitarrenriffs weh zu tun? Zuerst sah ich die Dokumentation „Under The Influence“, dann hörte ich ein paar Tage später „Crosseyed Heart“. Beides erschien am selben Tag, dem 18 September 2015. Die Dokumentation machte neugierig auf das Album, was auch Sinn und Zweck war. Die Dokumentation kann ich nur jedem Freund der Rolling Stones empfehlen. Sie zeigt einen ganz anderen Keith als man ihn sonst kennt. Keith Richards ist nicht der total zugedröhnte Schreck der Menschheit. Er zeigt sein wahres Gesicht, er ist ein Vollblutmusiker und Bluesfan.

Das mit dem Bluesfan zeigt er auf dem Album gleich beim Titelsong „Crosseyed Heart“, Countryblues vom aller Feinsten. Leider ist es der einzige Bluessong dieser Art. Es gibt da zwar noch „Good Night Irene“ von Ledbetter, mehr ein Folksong, aber das war es auch schon in Sachen Blues. Was folgt ist solider Rock, manchmal der etwas härten Art. Keith Richard hat viele Freunde in Musikerkreisen und einige halfen ihm. Es waren zum Beispiel Norah Jones, Ivan und Aaron Neville, Waddy Wachtel oder Paul Nowinski.

Es ist ein Album des Keith Richards und nicht eines der Rolling Stones! Man findet keine genialen Riffs und Keith Richards ist nicht der begnadete Sänger. Die Ansichten über das Album sind im Netz geteilt. Manche nennen es eine Sternstunde, „Stones Back To The Roots“, und für andere ist es ein Totalausfall. Beides ist es nicht. Bei mir läuft es unter der Rubrik „solider Rock“ mit kleinen Highlights. Wenn auf dem Album nicht der Name „Keith Richards“ stehen würde, es hätte sich weniger gut verkauft.

Als Fan von Keith Richard und den Rolling Stones stell ich das Album nicht in die finsteren Ecke. Neulich wurde wieder einmal die Dokumentation angesehen und da kam das Album anschließend in den Player. Beides gehört zusammen, dann versteht man Keith und seine Musik besser. Die Dokumentation läuft meines Wissens nach übrigens nur auf Netflix.

Die Musiker:

Keith Richards: voc., guit., bass, keyb.
Steve Jordan: drums, voc.
Waddy Wachtel: guit.
Paul Nowinski, Pino Pallido: bass
Ivan Neville: keyb., voc.
Aaron Neville: voc.
David Paich: keyb.
Clifton Anderson, Jack Hale: trombone
Charles Dougherty, Jim Horn, Lannie McMillan, Bobby Keys: sax.
Spooner Oldham: keyb.
Ben Cauley, Kevin Batchelor: trpt.
Charles Hodges: keyb.
Larry Campbell: pedal steel guitar, violin
Pierre DeBeauport: guit.
Norah Jones: voc.
Bernard Fowler, Blondie Chaplin, Meegan Voss, Babi Floyd, Sarah Dash und der Harlem Gospel Chor: backing voc.

Die Songs:

Crosseyed Heart
Heartstopper
Amnesia
Robbed Blind
Trouble
Love Overdue
Nothing On Me
Suspicious
Blues In The Morning
Something For Nothing
Illusion
Just A Gift
Goodnight Irene
Substantial Damage
Lover’s Plea

 

(Visited 36 times, 1 visits today)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 × eins =