focus 3

Focus 3 oder Focus III – das Album mit Sylvia

Wieder fand ein Wechsel der Bandmitglieder statt. Cyril Havermans war bei dem Mix aus Klassik, Rock und Jazz überfordert und Jan Akkerman übernahm häufig Bass und Gitarre bei der Focus II. Für das nächste Album musste ein neuer Bassist her, es wurde Bert Ruiters. Albertus Clemens Ruiter, wie er mit vollem Namen hieß, hatte sich einen Namen als solider Bassist gemacht und spielte vor Focus bereits in einigen anderen Bands.

Dank Hubert Terheggen wurde “Hocus Pocus” bei Radio Luxemburg rauf und runter gespielt. 1972 war ein Jahr der Tourneen, der Festivals und den Fernsehauftritten. Focus wurde dadurch in Europa und in den USA immer berühmter. Ihre Art Klassik, Jazz und Rock zu mischen und das Außergewöhnliche bei „Hocus Pocus“ kamen beim Publikum gut an! Ein neues Album musste her, solange der Erfolg anhielt.
Im Juli 1972 ging es in das Olympic Studio in London. Als Produzent wurde wieder Mike Vernon verpflichtet. Zur gleichen Zeit nahm David Bowie im Nachbarraum „The Rise And Fall Of Ziggy Stradust“ auf.

“Round Goes The Gossip…” wurde ein Song mit klassischem Hintergrund. Thijs van Leer zitierte Virgil auf Latein mit der Geschichte von Aenid. Aenid floh aus dem brennenden Troja um das römische Reich zu gründen.

„Sylvia“ wurde der größte Hit von Focus. Eine Komposition von Thijs van Leer aus alten Zeiten als er noch mit Ramses Shaffy und Liesbeth List in einer Band spielte. „Sylvia“ war ursprünglich noch mit Gesang. Die Backgroundsängerin war eine gewisse Silvia Alberts und hatte einen Solopart. Irgendwie gefiel Thijs van Leer ihr Gesang nicht. Er schrieb den Song für sie um, nahm ihn aber nie auf. Bei Focus erinnerte er sich wieder an die Melodie. Für Jan Akkerman war es ein Blues und sein Solo wurde von Thijy van Leer als bestes Gitarrensolo bezeichnet, das jemals von Jan Akkerman gespielt wurde. „Sylvia“ wurde zum Riesenhit und kam bis auf Platz 4 in GB.

In „Focus III“ wurden Stile von Schubert, Tschaikowsky mit dem Petuala Clark Hit „Don’t Sleep In The Subway“ vermischt. Interessant!

“Carnival Fugue” ist eine in Jazz und Rock driftende Interpretation von „Das wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach.

Bei „Elspeth Of Nottingham“ experimentierte Akkerman mit einer 13-saitigen Gitarre. Es sollte sich wie am Hofe Heinrichs des VIII anhören. Mike Vernon mischte das Muhen von Kühen und Vogelgesang dazu.

“Anonymus II” schließlich ist eine Weiterentwicklung des bereits auf dem ersten Album erschienenen Songs. Es wurde bei zahllosen Auftritten derart verändert, dass Fokus es neu aufnehmen wollten.

Das Album wurde Nummer 1 in den Niederlanden, 6 in GB und 24 in den US Charts. Ein Jahr später, 1973, wählte der Melody Maker Jan Akkerman zum besten Gitarristen des Jahres.

Die Songs:

Round Goes The Gossip…
Love Remembered
Sylvia (Tamborin Mike Vernon)
Carnival Fugue
Focus III 6:07
Answers? Questions! Questions? Answers!
Elspeth Of Nottingham
Anonymus II

Die Band:

Thijs van Leer: keyb., flute, voc.
Jan Akkerman: guit.
Pierre van der Linden: drums
Bert Ruiters: bass

Fortsetzung folgt….

(Visited 283 times, 1 visits today)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eins × 4 =