Deep Purple – Mark I & II (1974)

Deep Purple Mark I?
Deep Purple Mark II?
Deep Purple Mark III?
Deep Purple Mark IV oder Mark…?

Tja, das scheint auch bei Deep Purple (wie bei vielen anderen Bands) so eine Sache zu sein mit den Bandbesetzungen: Manche mögen die Frühphase, andere eine spätere, grundsätzlich hat aber wohl für jeden der persönliche Erstkontakt einen prägenden Einfluss.

’74 oder ’75 war ein Schulkollege (Thierry Borel) im Besitz des Doppelalbums Deep Purple – Mark I & II. Ich fand die beiden Scheiben toll, zeigten sie doch einen gelungenen Querschnitt durch die ersten zwei DP-Besetzungen, zum einen die frühen Simper/Evans-Jahre bei denen Deep Purple noch häufig mit Coverversionen herumexperimentierten und zum zweiten das „goldene“, klassische Hardrock-Lineup mit Gillan/Glover von Anfang Seventies.

Mark I & II war damals ein richtiger Mix-Tape-Renner und wurde unzählige Male auf Band kopiert (man erkannte die kopierten Songs oft an den “Knacksern”), mindestens solange bis man die Original-LP’s kennengelernt hatte und das oft ausgeliehene Doppelalbum an Verschleissspuren zu kränkeln begann. Danach verlor Mark I & II ein wenig an Bedeutung, wir hörten uns die Songs mit der Zeit doch lieber in ihrer ursprünglichen Umgebung (sprich auf dem originalen Vinyl) an. War ja auch kein Wunder, der komplette Output unserer damaligen Götter (Deep Purple, Led Zeppelin, ELP, Gallagher, Uriah Heep etc.) war schon bald mal komplett in der Clique im Umlauf.

Die Erinnerung an diese Compilation bleibt unvergessen, ich möchte sogar fast behaupten Mark I & II war mitschuldig an meiner Liebe zum Hardrock. Alleine waren Deep Purple, die mich mit dieser „Best Of“ beeinflussten allerdings nicht: Steppenwolf mit dem atemberaubender Sampler Rest In Peace (vielleicht die stärkste Band-Compilation aller Zeiten), Zusammenstellungen von Golden Earring, den Rolling Stones und UFO halfen mir ebenfalls den richtigen Weg einzuschlagen…

Deep Purple Mark I?
Deep Purple Mark II?
Deep Purple Mark III?
Deep Purple Mark IV oder Mark…?

Für mich keine Frage, Deep Purple hatten in (fast) jeder Besetzung ihre Berechtigung, am innovativsten war sicher die Phase bis Mitte der 70er. Ja und ich gestehe, Stormbringer halte ich noch immer für eines der unterschätztesten Rock-Alben des 20. Jahrhunderts.

LONG LIVE ROCK!
mellow

 


Deep PurpleMark I&II (DoLP, EMI/Purple, 1974)

Deep Purple Mark I
(1968 – 1969)


Evans, Lord, Blackmore,
Simper, Paice

a1)  Hush
a2) Mandrake Root
a3) Why Didn’t Rosemary?
a4) Hey Joe

b1)  Wring That Neck
b2) Emmaretta
b3) Help
b4) Chasing Shadows

Deep Purple Mark II
(1969 – 1973)


Glover, Blackmore, Gillan,
Lord, Paice

c1)  Black Night
c2) Speed King
c3) Strange Kind Of Woman
c4) Into The Fire
c5) When A Blind Man Cries

d1) Smoke On The Water
d2) Woman From Tokyo
d3) Highway Star

(Visited 171 times, 1 visits today)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

16 + fünfzehn =