Cochise

Cochise – die britische Band (UK)

Cochise - Why I Sing The BluesDiese Cochise hat nichts mit der deutschen Band Cochise zu tun und geht daher in Deutschland etwas unter. Der Compilation „Past Loves A History“ liegt ein von B.J. Cole geschriebener Begleittext bei und dieser diente mir für diesen Beitrag als Quelle. Die CD erschien 1992 und beinhaltet 16 der besten Songs von Cochise. Es war lange Zeit einer der wenigen beschaffbaren Tonträger von Cochise. Insgesamt nahmen Cochise 28 Songs auf, also sollte die CD einen ganz guten Überblick bieten.
So der der Stand 2010. Seit 2013 ist die DCD “Velvet Mountain” im Handel. Hier sind alle drei Alben von Cochise (Same, Swallow Tales, So Far) und noch eine Single mit A und B Seite zu finden.
Cochise hatte ein relativ kurzes Leben und bestand von 1969 bis 1972, dann war Schluss.
Cochise wurde von United Artist vertrieben und ihr Kontaktmann bei UA war Andrew Lauder. UA und Lauder betreuten zur gleichen Zeit Bands wie Man, High Tide, Brinsley Schwarz oder Hawkwind. Das Management war die Clearwater Productions und die wiederum versorgten auch Hawkwind und High Tide mit Gigs.
B.J. Cole stellt im Begleittext von „Past Loves A Hsitory“ die einzelnen Musiker vor.

Stewart Brown: akustische Gitarre und Gesang

Brown war ein enger Freund von Reg Dwight, auch Elton John genannt, und spielte mit ihm in einigen Bands um schließlich bei Long John Baldry zu landen. Die Band nannte sich Bluesology. Hier lernte B.J. Cole Stewart Brown durch Peter Grant kennen. Peter Grant wollte mit den beiden eine britische „Flying Burrito Brothers“ ins Leben rufen. Leider ließ Grant das Projekt fallen und kümmerte sich mehr um eine andere Band, Led Zeppelin. Nach den Aufnahmen des ersten Albums zog Stewart Brown mit seiner Freundin ans sonnige Mittelmeer und verschwand aus dem Musikgeschäft. B.J. Cole vergleicht ihn mit Jim Morrison.

Mick Grabham: elektrische und akustische Gitarre und Gesang

Mick Grabham kam aus Sunderland gilt als der Gründer von Cochise. Er spielte bei Plastic Penny die einen Hit mit dem Song „Everything I Am“ hatten. Mick Grabham hatte dadurch Kontakte zu einem Studio und konnte Demos aufnehmen. Das Studio hatte einen guten Namen, Elton John und die Troggs nahmen hier auf. Vorbild von Grabham war u.a. der Countrygitarrist James Burton.

Ricky Willis: Bassgitarre, Percussion und Gesang

Ricky Willis kam aus Cambridge und spielte in einer Band namens Jokers Wild. In der gleichen Band spielte ein Dave Gilmour. Durch Ricky Willis kamen Cochise in Kontakt mit den Stars der damaligen Szene. Steve Marriott zum Beispiel brachte Willis dazu, bei „That’s Why I Sing The Blues“ mit dem Chor zu singen. Ricky hatte auch Kontakte zu Roxy Music und Foreigner. Er war ein begehrter Bassist.

John „Willie“ Wilson: Schlagzeug, Percussion und Gesang.

Willie und Ricky Willis spielten eine Weile mit Dave Gilmour in einer Band. Sie kamen gemeinsam zu Cochise. Laut B.J Cole war Willie ein sehr entspannter Schlagzeuger und prägte den Sound von Cochise auf den beiden ersten Alben. Nach dem zweiten Album verließ Willie die Band und ging zu Quiver.

Roy Otemro: Schlagzeug und Percussion

Roy Otemro war der Nachfolger von John Wilson und ist auf der dritten Platte „So Far“ zu hören. Der Stil von Cochise wurde ein ganz anderer. Nicht mehr das entspannte Trommeln, es kam der Funk. Es geht das Gerücht um, Roy Otemro hat einige Jahre nach dem Bestehen von Cochise Selbstmord begangen.

John Gilbert: Gesang

John Gilbert ersetzte Stewart Brown nach dessen Aussiedlung ans Mittelmeer.

B.J. Cole: Pedal Steel Gitarre, Dobro und Cello

B.J. Cole spielte in diversen Countrybands und wollte schon immer rocken. Er kannte Stewart Brown und der wiederum Mick Grabham. Durch die Steel Guitar wurde B.J. Cole bekannter und einige Größen wie Steve Marriott und Elton John holten ihn zu Aufnahmen. Cochise war für ihn das Sprungbrett.

Auf Past Loves A History sind von Cochise (1970) 5 Songs, von der Swallow Time (1971) 4 Songs und von der So Far (1972) 5 Songs vertreten. Als Bonus gibt es den US Hit „Love’s Made A Fool Of You“. Gäste bei den Aufnahmen waren: Steve Marriott, Robert Kirby, Tim Renwick, Nigel Olsson und Caleb Quaye. Das Cover von der ersten Cochise stammt von Hipognosis und erinnert an ein Cover der deutschen Niagara. Wie allerdings bereits oben geschrieben, auf der Velvet Mountain gibt es den vollständigen Output von Cochise und macht die Past Loves A History überflüssig.

Die Musik erinnert an Heads, Hands And Feet oder Brinsley Schwarz. Die Steel Gitarre sticht aus dem Instrumentarium heraus, passt aber irgendwie. Die Stimme von Stewart Brown hätte der Rockgeschichte länger erhalten haben sollen. Sie gefällt mir besser als die von John Gilbert. Seine zwei Songs „Past Love“ und Watch This Space“ gehören zu den Highlights. Richtige Ausfälle gibt es keine, dafür hat B.J. Cole mit seiner Zusammenstellung gesorgt. Wenn die Rede von Country ist, der Anteil an Rock ist größer.

 

Cochise – Same

Velvet Mountain
China
Trafalgar Day
Moment And The End
Watch This Space
59th Street Bridge Song (Feeling Groovy)
Past Loves
Painted Lady

 

Cochise – Swallow Tales

Cochise - Swallow TalesJed Collder
Down Country Girls
Home Again
Lost Hearts
Strange Images
Why I Sing The Blues
Another Day
Axiom Of Maria
Can I Break Your Heart
O Come All Ye Faithful

 

Cochise – So Far

Cochise - So FarCajun Girl
Blind Love
Dance, Dance, Dance
Many Times
Diamonds
Thunder In The Crib
Up And Down
Wishing Well
Midnight Moonshine

 

(Visited 114 times, 1 visits today)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sieben + 19 =