SNAFU - All Funked Up

SNAFU – All Funked UP

SNAFU meint Situation Normal All Fucked Up und soll ein Spruch aus dem 2. Weltkrieg sein, wiederbelebt durch Captain Beefheart. Es war die Band des trommelnden Sängers Bob Harrison und des Gitarristen Micky Moody. Die beiden Musiker kannten sich bereits von Juicy Lucy. Sie wollten einen funkigen Rhythm ‚n’ Blues spielen und das gelang auch hervorragend. Micky Moody bezeichnete SNAFU einmal als beste Band ihrer Zeit. OK, sie waren shon sehr gut, aber Moody war auch etwas voreingenommen.
All Funked Up war ihr drittes und letztes Album. Bob Harrison hatte die Trommelei aufgegeben und sang nur noch. Getrommelt wurde bei SNAFU vom Ex Tramline Terry Poole, der später zu der Band des van Morrisson gehörte. Colin Gibson von der Ginger Baker Airforce übernahm den Bass und Peter Solley die Geige und das Keyboard. Solley war auf der All Funked Up nicht mehr dabei. Ihn löste erst Brian Chatton und dann Tim Hinkley ab. Solley traf man bei Procol Harum wieder.
All Funked Up war die Weiterentwicklung der ersten beiden Alben und verdient das Wort „funky“. Die Vorgänger waren mehr an Countryrock ausgerichtet. Schuld hatte die Geige des Peter Solley. Durch sein Fehlen wurde wieder mehr gerockt. Mittlerweile beherrschte Moody die Slidegitarre und setzte sie immer häufiger ein. Tim Hinkley brachte auch seinen von Jody Grind bekannten Stil ein.
Als Vorbilder von SNAFU werden die Allman Brothers oder Little Feat genannt, kann ich nur bedingt nachvollziehen. Die Musik ist dafür doch zu britisch.
Der erste Song auf dem Album ist zwar von den Allman Brother, aber der Unterschied ist recht groß. Die Songs sind zum Teil Eigenkompositionen, die Cover gefallen mir besser. Evvery Little Bit Hurts oder Hard To Handle sind die Anspieltipps. Soul, Funk, Rock und Blues sind die Elemente. Das hin und wieder zu hörende Gebläse, wird leider nicht in der Besetzungsliste gewürdigt.
Kein Überflieger oder Meilenstein in der Rockgeschichte, aber ein Album das Spaß macht. SNAFU wird aus meiner Sicht unterschätzt und hätte mehr Erfolg verdient gehabt.
Auf ihrer Tour durch die Deutschland wurde Micky Moody von einem gewissen Herrn Coverdale für seine Band Whitesnake eingekauft. Harrison suchte Ersatz und fand ihn durch Clem Clempson. Hier stimmte allerdings die Chemie nicht und SNAFU wurde bald zur Rockgeschichte.
Wer East Of Eden, Juicy Lucy oder Jody Grind mag, der sollte auch SNAFU probieren. Die Alben sind allerdings ziemlich unterschiedlich in ihrer Ausrichtung. Das hier ist Funk!

Die Songs:

Don’t keep me wondering;
Bloodhound;
Lock and key;
Hard to handle;
Every little bit hurts;
Turn around;
Deep water;
Keep on running;
Bar room tan;
Dancing feet

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