Ginger Baker - Ginger Baker’s Air Force

Ginger Baker – Ginger Baker’s Air Force

Pop History Vol. 18Am 06.10.2019 verstarb Ginger Baker im Alter von 80 Jahren, Grund meine Alben von Ginger Baker’s Airforce wieder anzuhören. Es sind genau ein Doppelalbum in Vinyl und eine DCD. Das Exemplar in Vinyl nennt sich „Once Upon A Time“ und erschien nach 1972, das genaue Jahr ist nicht vermerkt, nur in Deutschland. Es ist identisch mit der Pop History Vol. 18. Der große Unterschied ist, die Band wird einmal „Air Force“ und einmal „Airforce“ genannt. Auf „Once Upon A Time“ gibt es eine Mischung aus der „Live At Royal Albert Hall“ und „Air Force 2“.

Die Jahrzehnte später gekaufte CD nennt sich „Ginger Baker – Do What You Like“. Von Air Force ist nicht die Rede, aber es sind die „Ginger Baker’s Air Force – Live At Royal Albert Hall“, „Air Force  2“ und „Ginger Baker ‎– Stratavarious“. Als Zugabe gibt es noch die Studioversion von „Man Of Constant Sorrow“.

Ginger Baker Air force 2Als „Fan“ von Steve Winwood verfolge ich sein musikalisches Werk von der Spencer Davis Group bis heute. Blind Faith war 1969 nach nur einem Album Geschichte. Ginger Baker hatte sich durch Cream und Blind Faith einen Namen gemacht und gründete seine eigene Band, die „Ginger Baker’s Airforce“. Von seinen Blind Faith Bandkollegen holte er sich hierzu Steve Winwood und Rick Grech. Es sollte keine kleine Band werden! Neben Winwood und Grech wurden Graham Bond, Denny Laine, Chris Wood, Jeanette Jacobs, Harold McNair, Phil Seaman und Remi Kabaka für die zwei geplanten Auftritte in der Royal Albert Hall geholt.

Dass Steve Winwood in der Band von Ginger Baker spielte, bekam ich zuerst durch ihren Auftritt im Beat Club mit. Das Album konnte ich mir damals noch nicht leisten und als ich dann das Geld hatte, war es schon nicht mehr erhältlich, stattdessen wurde „Once Upon a Time“ zugelegt.

Ginger Baker Air force 2Die Musik ist nicht die von Steve Winwood, er spielte nur eine kleine Rolle. Der eigentliche musikalische Kopf war auch nicht Ginger Baker, es war Graham Bond. Wer die Alben von Graham Bond kennt, der wird auch die Air Force in die gleiche Schublade stecken. Was heraus kam ist Graham Bond miteinem Schuss Jazz und afrikanischen Rhythmen. Ginger Baker ist Schlagzeuger, entsprechende Soloeinlagen dürfen natürlich nicht fehlen. Unterstützt wird er durch die Percussion von Remi Kabaka und Phil Seaman. Etwas Traffic ist auch zu hören und zwar durch Chris Wood an der Flöte. Wie geschrieben, es ist kein Winwood-Album! Steve widmet sich mehr der Orgel als dem Gesang. Der Auftritt in der Royal Albert Hall ist soundtechnisch nicht gerade überragend, aber noch brauchbar.

Nach den Konzerten in der Royal Albert Hall ging es ins Studio für das Album „Air Force 2“. Steve Winwood, Rick Grech, Chris Wood und die anderen verließen, bis auf Graham Bond und Denny Laine, die Band. Die Musik aus dem Studio gefiel mir persönlich nicht mehr so gut. „Man Of Constant Sorrow“ und „Doi’n It“ wurden als Single veröffentlicht. Denny Laine ist es, glaube ich wenigstens, der „Man Of Constant Sorrow“ singt, einfach Klasse!

Die Besetzungswechsel bei den Studioaufnahmen schienen ziemlich schnell vor sich gegangen zu sein. Dem Begleittext nach wollte Ginger Baker unbekannten Musikern zum Ruhm verhelfen, im Sinne von John Mayall. Irgendwie schaffte er es nicht. Es ist noch gute Musik was Ginger Baker mit seiner „Air Force 2“ und „Stratavarious“ abliefert, aber der berühmte Funke sprang bei mir nicht über. Ginger Baker zog es spätestens bei „Stratavarious“ immer mehr nach Afrika.

Ginger Baker’s Airforce – Once Upon A Time

Ginger Baker’s Airforce - Once Upon A Time

I Don’t Care (Live)
You Look Like You Could Use A Rest
I Don’t Want To Go On Without You
Early In The Morning (Live)
Do U No Hu Yor Phrenz R?
You Wouldn’t Believe It
Caribbean Soup
Toady
12 Gates Of The City
Sweet Wine
Da Da Man (Live)
Aiko Biaye (Live)

Ginger Baker – Do What You Like

Ginger Baker’s Airforce - Do What You Like

CD 1 Live:

Da Da Man
Early In The Morning
Don’t Care
Toad
Aiko Biaye
Man Of Constant Sorrow
Do What You Like
Doin’ It

CD 2: im Studio

Singleversion: Man Of Constant Sorrow

“Ginger Baker’s Air Force 2”

Ginger Baker ‎– Air Force 2

Let Me Ride
Sweet Wine
Do U No Hu Yor Phrenz R ?
We Free Kings
I Don’t Want To Go On Without You
Toady
12 Gates Of The City
Sunshine Of Your Love

Ginger Baker ‎– Stratavarious

Ginger Baker ‎– Stratavarious

Ariwo
Tiwa (It’s Our Own)
Something Nice
Ju Ju
Blood Brothers 69
Coda

 

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3 Kommentare

  1. Was für ein Typ! Ich sah kürzlich die Doku (eigentlich war’s eher ein Langfilm) über ihn auf ARTE. Ich erinnere mich noch dass ihn Anfang der 90er Jahre noch mal der Affe biss um mit den MASTERS OF REALITY zu spielen, aber leider hatten weder er noch die Band viel davon, weil es da wohl Bedenken von den Fans beider Lager gab. Ich war damals hell auf begeistert und kaufte mir auch gleich die Platte SUNRISE ON THE SUFFERBUS, aber die blieb weit hinter meinen Erwartungen zurück. Das lag aber nicht an Ginger – die Songs waren halt einfach nicht so gut wie auf ihrem Debüt.

    Ein Anspieltipp zu Ehren von Ginger ans Forum muss ich aber trotzdem los werden: der Eröffnungsrocker SHE GOT ME (WHEN SHE’S GOT HER DRESS ON) ist galaktisch – einer der besten Rocksongs die ich kenne. Und man hört auch bereits in der Eröffnung wer da an den Drums hockt. In Gedenken an den großen Ginger. Ich zieh’s mir jetzt auch mal wieder rein.

    Gruß – Ronald;-)

  2. Kleiner Nachtrag für Leute die so etwas interessiert; AIKO BIAYE oder AYIKO BIA wurde später durch OSIBISA wesentlich bekannter, auch wenn sich dort ein Anderer (Bandleader Teddy Osei) mit den Autoren-Lorbeeren schmückt. Mir gefallen beide Versionen – Ginger Bakers Version hängt noch deutlicher im Rock fest.

    Gruß – Ronald;-)

  3. Nur zur Info : Ginger Baker’s Airforce sind , ich meine beim 3. Essener Pop u. Blues Festival 1970 , in der Gruga- Halle aufgetreten . Keep rockin , AloysF / Essen.

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