Eric Burdon & The Animals - The Twain Shall Meets

Eric Burdon & The Animals – The Twain Shall Meets

In The Beginning…

So geht es auf dem Album los . Monterey ruft und alle kommen… Was war da schon Woodstock? In Woodstock rief die Filmindustrie und veranstaltete ein Spektakel, in Monterey wurde Musik gemacht.

Mit „Monterey“ hatte Eric Burdon wohl den größten Hit mit seinen Animals. Es waren nicht mehr The Animals des Alan Price. Es waren die psychedelischen Animals, die sich in San Francisco verliebt hatten. Nicht mehr der Beat oder Rhythm ‚n’ Blues, sondern Experimente mit verzerrten Gitarren. Der Umschwung kam bereits mit „Winds Of Change“. Auf „Winds Of Change“ kam Eric Burdon und seine „neuen“ Animals zu ihren ersten Hits mit „Good Times“ und „San Franciscan Night“. „The Twain Shall Meet Eric Burdon & The Animals“ war ein würdiger Nachfolger.

Der Name ist eine Wortspielerei mit dem Hochdeutschen „zwene“ oder zwei oder two. Was Eric genau meinte, ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich ging es gegen die Deutschen und den 2. Weltkrieg mit ihnen. Zwei der Songs sprechen für die Theorie: „Sky Pilot“ und „We Love You Lil“.

Als das Album 1968 erschien fehlte mir das Kleingeld. „Winds Of Change“ war bereits eine finanzielle Kraftanstrengung, „The Twain Shall Meet“ war einfach nicht drin. „Sky Pilot“ wurde sofort gekauft, eine Single gab das Budget noch her, und dudelte einige Tage ohne Pause. Das Umdrehen für den Part 2 war etwas umständlich, lohnte sich aber. Irgendwann gab es die „Pop History“ Serie. Geld war jetzt da und darauf waren einige Songs von „The Twain Shall Meet“, das zeitweise nicht als LP zu bekommen war. Ebay oder dergleichen gab es Anfang der 1980er Jahre noch nicht und auf den Börsen verlangte man unverschämt hohe Preise. Mit CD‘s sollte ich mich erst 10 Jahre später beschäftigen. „The Twain Shall Meet“, und das restliche Schaffen von Eric Burdon, fand sehr spät den Weg auf eine CD.

Monterey“ ist der Anfang und Eric erzählt von den Musikern die er verehrt. Eric Burdon gibt hier sehr gute Tipps zu Musikern, um die man sich kümmern soll. Bei „Winds Of Change“ tat er es ebenfalls und „Monterey“ ist praktisch die Fortsetzung. Geige, Sitar, eine verzerrte Gitarre und Gebläse, dazu ein ganz heißer Bass, der leider nur so auf der Repertoire Ausgabe der CD erst so richtig zur Geltung kommt.

Closer To The Truth“ geht unter die Haut. Leisere Töne und eine unheimliche Stimmung die da aufkommt. Streicher und Orchester im Hintergrund. Seltsame Geräusche sind am Anfang von „Clother To The Truth“ zu hören, aber dann geht es los und wie! „There is a man somewhere come clother to the truth…

No Self Pity“ mit Spinett Begleitung und Basstrommel. Ein recht aufmunternder Song, es gibt immer jemanden der noch besser oder schlechter oder was auch immer dran ist. Der Spruch mit der Sinfonie, die mit der Schönheit nicht an das Singen eines Vogels reicht, bekommt hier eine neue Würdigung. Eric Burdon kommt ins Schwärmen und die Musik ist passend und gut.

Bei „Orange And Red Beans“ geht es weiter mit Streichern und Orchester. Etwas zerfahren, aber kann trotzdem angehört werden.

Dann der Hammer “Sky Pilot”, keine Single zum Umdrehen, lang lebe die CD! Kein Aufstehen mehr, ein ganzer Song in zwei Teilen und ohne Unterbrechung! Die Single steht immer noch im Regal und lässt sich ganz passabel abspielen (Wäre etwas für die Jukebox von Mellow.). „You never reach the sky…“ Die Engländer hatten schon immer einen Hang zur Heldenverehrung.

Der vorletzte Song des Albums ist „Lilly Marlene“ gewidmet, passend zum „Sky Pilot“. Ein Instrumental mit der altbekannten Melodie. Für mich die schärfste Version des Songs.

Alles ist Eins, „All Is One“ damit endet eines der besten Alben der Rockgeschichte.

Die CD in der Repertoire Ausgabe ist eine vollständig restauriert Fassung und klingt beinahe besser als die LP. Ich besitze mittlerweile das Album ebenfalls in Vinyl, die Tests der unterschiedlichen Tonträger gingen unentschieden aus.

Ach ja, erschienen ist das Album 1968. Im gleichen Jahr erschienen noch “Every One Of Us” und “Love Is“, dazu später mehr.

Mitspieler:

Eric Burdon: voc.
Vic Briggs:guit.
John Weider: guit.
Barry Jenkins: drums
Danny McCulloch: bass

Die Songs:

Montery
Just The Thoughts,
Closer To The Truth,
No Self Pity,
Orange And Red Beans,
Sky Pilot,
We Love You Lil,
All Is One

 

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