Kraan Live

Kraan – Kraan Live

Kraan Live erschien 1975 und wurde in Berlin im Oktober 1974 aufgenommen. Ort der Aufnahme war das Quartier Latin. Kraan waren:

Peter Wollbrandt: guit., voc.
Jon Fride: drums
Hellmut Hattler: bass, voc.
Johannes A. Pappert: alto-sax

Kraan Live ist Jazzrock made in Germany und braucht sich vor Bands wie If oder Back Door nicht zu verstecken. Die zwei „voc.“ in der Besetzungsliste haben nicht viel zu sagen. Es ist zu 98% Instrumental was da zu hören ist. Die Musiker sind mehr als Durchschnitt und der Beweis, auch in der Krautrockszene, falls Kraan überhaupt dazu gehört, gibt es erstklassige Musiker. Besonders herausragt Hellmut Hattler mit seinem Bass.

Es wird, so wie es sich für eine Jazzrockband gehört, improvisiert. Vier Songs liegen über 10 Minuten und damit haben alle Musiker Zeit sich musikalisch zu entfalten. Die Namen sind etwas abenteuerlich und sehr tiefgründig: Sarah’s Ritt durch den Schwarzwald hat es mir besonders angetan. Irgendwoher kommt mir das Thema bekannt vor, ich weiß nur nicht woher.

1. Jerk Of Live
2. Nam Nam
3. Holiday Am Marterhorn Including Gipfelsturm
4. Sarah’s Ritt Durch Den Schwarzwald
5. Andy Nogger
6. Andy Nogger – Gutter King
7. Hallo Ja Ja, I Don’T Know
8. Lonesome Liftboy
9. Kraan Arabia

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2 Kommentare

  1. Remo4 schreibt, dass es auf dem Album “Andy Nogger” “entspannter und lockerer” zuginge als auf dem Vorgänger-Album. So ganz “gelöst” erscheint mir die Handbremse aber nicht, insbesondere im Vergleich mit “Live”. Kraan waren offenbar eine typische Live-Band, die erst im Konzert so richtig loslegt. Auf dem Live-Album groovt und rockt ihre Musik viel mehr und macht – jedenfalls mir – mehr Spaß. Für mich ist es das beste Kraan-Album, noch vor “Andy Nogger”, und ich würde es sogar als Einstieg in die Musik der “alten” Kraan empfehlen. Übrigens ist es (zumindest in der im Jahr 2000 neu gemasterten Version) auch von guter Tonqualität, was für ein Konzert-Album keine Selbstverständlichkeit ist.

    Der Gesang hält sich auf dem Live-Album in Grenzen. Was zu hören ist, passt auf gewisse Weise aber sogar zu der etwas improvisierteren und “ruppigeren” Atmosphäre, verglichen mit dem Studio.

  2. Wenn Songs für würdig genug erklärt werden um auf ein Live-Album zu kommen, dann sitzen sie und sind ausreichend getestet worden vor Publikum, das heisst sie werden normalerweise lockerer gespielt als noch in der Studioversion. Im Falle von Kraan spricht vieles für “live”, ich habe sie mal in Clubatmosphäre erlebt und war überrascht, dass sich Hellmut, Jan und Peter manchmal spontan auf der Bühne entschieden wie es weitergehen sollte mit einem laufenden Jam. Und wenn sich Peter mal in ein Endlos-Solo verstrickte und nicht mehr wusste wie da wieder raus kommen sollte, dann lachten die Kumpels und halfen ihm den Ausgang zu finden.

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