Hazy Malaze (featuring Neal Casal)

Am 26. August 2019 starb der amerikanische Gitarrist, Sänger und Songschreiber Neal Casal im Alter von 50 Jahren, offenbar beging er Selbstmord.

R.I.P.

Mein nachfolgender Artikel stammt aus dem ehemaligen Forum des Rockzirkus und dreht sich um seine Band Hazy Malaze die drei ausgezeichnete, leider kaum wahrgenommene Alben veröffentlichte.

LONG LIVE ROCK’N‘SOUL!
mellow

 

Ich richte den Scheinwerfer mal wieder eine Band die in den Niederungen des Business stecken geblieben ist, zu Unrecht natürlich, sonst würde ich diese Zeilen ja nicht verfassen…

Hazy Malaze, noch nie gehört den Namen?
Tja, dann ist es allerhöchste Zeit das zu ändern.

Wer mit groovendem, soulinfiziertem Hardrock der frühen Seventies etwas anzufangen weiss, der wird von diesem Trio aus New Jersey begeistert sein. Hier passt alles zusammen, hier wirkt nichts aufgesetzt, konstruiert oder nach den Charts schielend ausgerichtet. Hazy Malaze bieten Power und Feeling pur, Gitarren mit Steckdosenanschluss und Songs bei denen der Rezensent so richtig warme Schuhsohlen kriegt. Bei Bedarf wird das Instrumentarium um Orgel, Gebläse oder Bluesharp erweitert, Neal Casal (der seine Karriere 1988 bei Blackfoot startete), der geistige Kopf der Band, weiss genau wie er die gewünschten Stimmungen hinkriegt.

Hazy Malaze die Neal Casal 2002 aus der Taufe hob, sind nur eines seiner vielen Projekte, aber eines in das er sein ganzes Herzblut steckt. Der Singer/Songwriter, Multiinstrumentalist und Fotograf scheint ein richtiger Workaholic zu sein: Auf sein persönliches Konto gehen seit 1995 mindesten 10 Solo-Alben im Americana-Bereich. 2005 stieg er bei The Cardinals, der Band des Songwriters Ryan Adams ein. 2007 war er an der Songbird-Scheibe von Willie Nelson beteiligt und schliesslich kam es 2010 auch noch zu einer Kollaboration mit einer schwarzen Krähe, ab da griff Neal Casal bei der Chris Robinson Brotherhood in die Saiten. Kein Wunder fanden sich die zwei, Hazy Malaze und die Black Crowes beziehen den Saft aus denselben Wurzeln. Ach ja, auch bei Phil Lesh & Friends taucht der Name Neal Casal auf, also eigentlich immer dort wo es nach langen Jams riecht.

Wer sich nach ursprünglichem souligem Retrorock der Extraklasse sehnt, der sollte sich jetzt dringend auf die Suche nach Alben von Hazy Malaze machen, die sind jeden Cent wert…

Discography:


Hazy Malaze (Fargo, 2003)


Blackout Love
(Fargo, 2005)


Connections
(Fargo, 2009)

Hazy Malaze:
Neal Casal – Vocals, Guitar, Harmonica
Jeff Hill – Bass, Vocals, Guitar
Dan Fadel – Drums, Vocals, Wurlitzer, Percussion

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