Deep Purple – Same (Hieronymus Bosch, Garden Of Earthly Delights)

Deep Purple – Same (Hieronymus Bosch, Garden Of Earthly Delights)

Es war meine zweite Schallplatte von Deep Purple. Aus irgendeinem Grund fiel das „Book Of Taliesyn“ durch das Raster und wurde nicht gekauft. Geldmangel und nicht den oder die Übersongs waren die Gründe. Das Cover des dritten Albums zog mich dagegen sofort an. Schon damals war ich ein Fan von Hieronymus Bosch und Pieter Brueghel dem Älteren.  Die Begeisterung allein über das Cover war von Anfang an groß. Kunst trifft auf Rock!

Im Gegensatz zu „Book Of Taliesyn“ gab es zwei Highlights mit „The Painter“ und „April“. Der Rest der Songs war ebenfalls sehr gut. Deep Purple zeigte zur Zeit der Aufnahme bereits erste Auflösungserscheinungen, Rod Evans und Nick Simper sollten abserviert werden. Auf die Qualität des Albums hatte das keine Auswirkungen.

Wie auf der „Shades Of Deep Purple“ geht es sehr rhythmisch los. Die Drums von Ian Paice sind auf den Songs immer wieder zu bewundern. Er ist einer der besten Drummer im Rockzirkus. Man muss ihn einmal Live mit „Fireball“ erlebt haben und man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Auch auf diesem Album covert Deep Purple wieder einen Song. Von Album zu Album wurden es immer weniger Cover. Hier ist es „Lalena“ von Donovan. Zugegebenermaßen gefällt mir das Original von Donovan besser. Deep Purple hätte sich meiner Meinung nach nicht unbedingt an Lalena versuchen sollen. Was dann folgt gleicht alles wieder aus. „The Painter“ ist der erste Höhepunkt des Albums. Eine gute Zusammenarbeit aller Bandmitglieder. Es folgen zwei solide Rocknummern. Bei „Why Didn’t Rosemary“ swingen Deep Purple sogar! Vor dem Übersong „April“ gibt es mit „Bird Has Flown“ noch ein nettes Zwischenspiel.

Es gibt für mich zwei Klassiker von Deep Purple die alle anderen Songs überragen. „Child In Time“ (geklaut von It’s A Beautiful Day) und „April“.  Die “Deep Purple” wurde jahrelang sehr oft aufgelegt und nur um „April“ zu hören. Der melodische und ruhige Anfang, die spanischen und klassischen Elemente und dann nach langem Warten der eigentliche Song! Hier wird eine Spannung aufgebaut, einmalig schön! „April“ alleine lohnt die Anschaffung des Albums. Jon Lord arbeitete in dieser Zeit, im Frühjahr 1969, mit The Royal Philharmonic Orchestra, was man bei „April“ heraus hört. „Deep Purple – Same“ ist ein Klassiker der in jede gepflegte Sammlung von Rockalben gehören sollte.

Deep Purple

Mitspieler:

Jon Lord: keyb.
Ian Paice: drums
Ritchie Blackmore: guit.
Nick Simper: bass
Rod Evans: voc.

Die Songs:

Chasing shadows
Blind
Lalena
Fault line
The painter
Why didn’t Rosemary
Bird has flown
April

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