Fleetwood Mac – Boston Tea Party – 4 LP Set

Fleetwood Mac In Concert – Boston Tea Party – 4 LP Set

Wer sich den musikalischen Höhepunkt der Fleetwood Mac um die drei Gitarristen Peter Green, Jeremy Spencer und Danny Kirwin anhören möchte, mit den Boston Session ist sie/er gut bedient. Es gibt nichts besseres an Livemusik von Fleetwood Mac.

Die Tea Party Konzerte fanden vom 05. bis zum 07.Februar 1970 im Magna Building, 53 Berkley Street Boston statt. Die Aufnahmequalität ist ganz ordentlich bis sehr gut. Es gibt einige Unterschiede zu der CD-Version hinsichtlich der Trackliste. Wahrscheinlich liegt der Grund in den begrenzten Möglichkeiten von Schallplatten.
Natürlich stehen die drei Gitarren und das Zusammenspiel im Mittelpunkt. Mick Green ist nicht immer der Boss, es gibt Wechsel wer den Ton angibt. Der Gesang wird ebenfalls wechselseitig übernommen. Bei dem letzten Song der Aufnahmen am zweiten Tag bei „Encore Jam“ gibt es noch einen Gast an der Gitarre, Joe Walsh. Ausgelassene Jams sind nichts mehr für mich, ich mag es normalerweise kurz und knackig. In diesem Fall kann ich mir allerding die beiden Versionen vom „Rattlesnake Shake“ gut anhören.
Fleetwood Mac – Boston Tea Party – 4 LP SetDie Informationen in der „Box“ beschränken sich auf eine kurze Erklärung was am jeweilige Abend geschah und auf die Trackliste. Es gibt scheinbar zwei Ausgaben der Boston Tea Party. Meine ist die von 2009, die andere von 2017. Der neueren Ausgabe hat man zusätzlich ein Begleitheft spendiert, das meiner fehlt. Für Freunde des Vinyls und der frühen Fleetwood Mac kann ich die „Box“ nur empfehlen, zumal der Preis noch human ist.

Die Musiker:

Peter Green: guit.; voc.
Jeremy Spencer: guit.; voc.
Danny Kirwan: guit.; voc.
Mick Fleetwood: drums
John McVie: bass
Joe Walsh: guit. bei der Encore Jam

Die Songs:

Set 1 – LP – 1 A

Black Magic Woman 6:54
Jumping At Shadows 4:48
Like It This Way 4:34
Only You 5:07
Madison Blues

Set 1 – LP 1 – B

Rattlesnake Shake 24:39

Set 1 – LP 2 – C

I Can’t Hold Out 6:35
Got To Move 3:48
The Green Manalishi 12:55

Set 2 – LP 2 – D

World In Harmony 4:12
Oh Well 4:21
Stranger Blues 3:57
Red Hot Mama 4:10
Teenage Darling 4:16
Keep A-Knocking 5:14

Set 2 – LP 3 – E

Rattlesnake Shake 24:49

Set 2 – LP 3 – F

Loving Kind 2:57
Jenny Jenny 10:50
Encore Jam 12:48

Set 3 – LP 4 – G

Sandy Mary – live 6:04
If You Let Me Love You 10:30
Coming Your Way 7:07
The Sun Is Shining 3:11

Set 3 – LP 4 – H

Oh Baby – 4:26
Tiger 3:45
Great Balls Of Fire 3:34
Tutti Frutti 6:45
On We Jam 7:56

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3 Kommentare

  1. Echter, gelebter, fetter Blues-Rock, transparent & druckvoll – Die Boston Blues Sessions von Fleetwood Mac sind nicht-kommerzielle, aber professionelle Mischpult-Mitschnitt von drei Konzerten am 5., 6. und 7. Februar 1970 in der Konzert-Reihe Boston Tea Party. Es gab dieses Live-Juwel als: 1. drei Einzel-CD´s, 2. als 3CD-Rund-Box (beides nicht mehr als Neuware verfügbar), 3. als preiswerte Best-Of-Three DCD von Recall, 4. als Single-CD-Zusammenstellungen von verschiedenen Label und 5. neuerdings wieder Remastered als ultimative quadratische 3CD-Box oder wie beschrieben 4LP-Box mit den kompletten Aufnahmen aller drei Sessions. Die fünf Ausgaben, alle mit für die Zeit überraschend guter Tonqualität, sind von der gleichen Konzert-Trilogie in Boston. Handgemachter, Gitarrengetriebener Blues-Rock vom Allerfeinsten, beseelt, inspiriert, noch heute faszinierend und alles wurde tontechnisch sehr gut eingefangen. Weil vier Gitarren noch nicht genug sind (6-Saiter: Green, Spencer, Kirwan und John McVie am Bass), lassen die Jungs von Big Mac bei der Encore Jam (auf CD 2 oder auf LP 3 – F) auch noch Joe Walsh in die Saiten greifen. Für mich gehört Boston Tea Party auf ewig zu den besten Live-Alben aller Zeiten. Ähnlich druckvoll und aus der gleichen Zeit, sind die drei Live-Bonus-Titel Jail Bait, The Pilgrim, Phoenix (Promo-EP: Live From Memphis 1972), zu finden auf dem Album Argus: Expanded Edition von Wishbone Ash. Klingende Grüsse, Der SchoTTe [20200616]

  2. Ich gehöre zu den (wahrscheinlichen vielen?) FLEETWOOD MAC-Geschädigten der späten 70er Jahren, als man nach dem überragenden Erfolg von RUMORS ihre alten Platten wieder auf den Markt warf. Ich kaufte irrtümlicherweise eine Compilation der frühen Sachen und dachte nur: WAS FÜR EIN SCHEISS – ich fühlte mich betrogen! Im Laufe der Zeit lernte ich die ‘verschiedenen’ FLEETWOOD MACs und ihre langjährige Wandlung besser kennen und schätze inzwischen viele ihrer Blues-Sachen. Die langen Jams der Band gehören jedoch nicht dazu. Ein kurzes Phänomen der Zeit… zum Glück…

  3. Dein überrascht sein verstehe ich sehr gut, denn damals sind eine Menge von Fans in die gleiche Falle getappt. Die Geschichte von Mick Fleetwood hat ja nicht mit Boston Tea Party angefangen, sondern reicht zurück bis Anfang der 60iger. Ich kenne Jemanden der die Phase vor den bluesigen Fleetwood Mac am Stärksten fand, so ist das eben mit Vorlieben. Die Rock-Pop-Phase ab 1975 ist meines Erachtens aber ebenso beeindruckend. Welche Rock-Band kann schon behaupten mit unterschiedlichsten musikalischen Ausrichtungen sowie personellen Besetzungen so Erfolgreich gewesen zu sein wie Big Mac. Und die Geschichte geht, zwar etwas holperig, noch weiter. Klingende Grüsse, Der SchoTTe [20200619]

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