Legend

Legend – Red Boot

Legend gehört zu den Pubrock Bands Anfang der 70er, gefördert von John Peel. Die „Same“, besser bekannt als die mit dem roten Stiefel (Red Boot), erschien 1971 auf Vertigo und war bereits das zweite Album von Legend. Legend liegt stilistisch mitten zwischen den Kursaal Flyers und Dr. Feelgood. Nicht der knallharte Bluesrock des Dr. Feelgood und auch nicht so weich und melodisch wie die Kursaal Flyers es stellenweise sind. Auf dem Album sind nur Eigenkompositionen von Mickey Jupp zu finden. Man merkt, dass er einer der ganz großen Songschreiber ist. Einige seiner Songs wurden später von Elkie Brooks, Joe Cocker, Dave Edmunds, Chris Farlowe, Hamburg Blues Band, Nick Lowe und vielen anderen gecovert.

Schubladentechnisch ist es manchmal Country, dann wieder der R&B der 1950er Jahre, ähnlich dem der Honey Drippers, und schließlich Rock & Roll wie er auch bei Fats Domino, Buddy Holly oder Gene Vincent zu hören ist. Einige der Songs sind tanzbar und das ist auch so gewollt. Es macht Spaß dem unverkrampften Rock zuzuhören. Wer den Film und das Album von Bill Wyman mag, Willie & The Poor Boys, fühlt sich hier sofort wohl.
Die Musik ist weit entfernt von Progrock und gejammt wird auch nicht. Kurze schnörkellose Songs und somit radiotauglich. Das Album erschien 1971 und damit leider zur falschen Zeit. 1971 war progressive Rockmusik und Glamrock angesagter und Pubrock wurde einige Jahre später erst populärerer, Beispiel Frankie Miller.
Herausragend auf Legend sind der Gesang und die Gitarre von Mickey Jupp. Ein anderes Markenzeichen sind die im Chor eingestreuten „Du-Wha-Wah-Aha-ha“, eben ganz im Stil der 1950er Jahre.

Kiss Me Quick,Squeeze Me Slow

Wer sich für Legend und Mickey Jupp interessiert, im Blog stellte ich bisher das dritte Album von Legend „Moonshine“ und die Box „Mickey Jupp – Kiss Me Quick Squeeze Me Slow – The Collection“ vor.

Legend:

Mickey Jupp: voc., guit., keyb.
Mo Witham: guit.
John Bobin: bass
Bill Fifield: drums

Die Songs:

Cross country
Cheque book
Lorraine (Part 1)
Nothing wrong with me
Somebody in love
Goin’ to
Anything you do
My typewriter
Five years
Hole in my pocket
Lorraine (Part 2)
I feel like sleeping

Boni auf der Ausgabe von Repertoire:

Life
Late last night
Don’t you never
Someday

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Ein Kommentar

  1. Mickey Jupp scheint wieder vereinzelt Konzerte zu geben. Jedenfalls sind mir die Ankündigungen aufgefallen, die mir immer wieder mal auf den Monitor kommen. Wenn ich das richtig rauslese, sind das aber eher zurückhaltende, gemütliche Gigs. Was ja auch nicht verkehrt ist, hat Mickey Jupp doch so einige relaxte Songs im Angebot.

    Mickey Jupp ist sich irgendwie immer selber im Weg gestanden und hätte daraus definitiv mehr machen können. Aber vielleicht stimmt es ja für ihn auch so.

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