Jimmy Dawkins – All For Buisness

Wenn es Alben aus der Schublade Blues gibt die sich locker unter die Top 50 aller meiner Alben bewegen, dann sind das die von Jimmy Dawkins und denen der Aces. Jimmy Dawkins ist in erster Linie ein Gitarrist und erst an zweiter Stelle kommt der Gesang.

Der 1936 geborene Jimmy Dawkins war der dritte Blueser, der den Grand Prix Du Disque De Jazz vom Hot Club Frankreich erhielt. Die Verleihung fand am 27.11.1971 statt. Um diese Zeit fanden verschieden Session statt, die glücklicherweise aufgenommen und veröffentlicht wurden.
Kurz vor der Verleihung der Auszeichnung, übrigens für die Platte Fast Fingers, am 27.10. und 1.11. wurde All For Buisness aufgenommen.

Jimmy Dawkins  buchte als Stimme Big Voice Odom. Eine weiter Gitarre ist die von Otis Rush, auch nicht schlecht. Die Aufnahmen sind zum Teil Jams oder haben Jamcharakter. Man gebe ein Thema vor und es geht los. Cotton Country ist mit einer Länge von über 8 Minuten das beste Beispiel. Auf der CD gibt es auch Boni und die sind bestimmt nicht schlecht. ES LEBEN DIE BONÜSSE!!! Hippies Playground oder Jammin’ With Otis sind Perlen für jeden Freund eines lockeren Blues.
Jimmy Dawkins spielt nicht die übliche Bluesgitarre wie die von den Kings oder eines Buddy Guy. Sie hört sich mehr jazzig, funky an, vielleicht kann hier jemand helfen den richtigen Vergleich zu finden. Die All For Buisness passt in die Zeit Anfang der 70er Jahre. Der klassische Chicagoblues der geprägt von Willie Dixon, Howlin Wolf oder Muddy Waters war, wurde von jüngeren Blueser neu definiert. Son Seals fällt mir als Beispiel ein. Das übliche Instrumentarium mit Gitarre, Bass und Schlagzeug wird erweitert um Gebläse und Orgel. Auf All For Buisness übernimmt Jim Conley das Saxophon und Sonny Thompson die Orgel. Wenn ich schon dabei bin, Ernest Gatewood zupft den Bass und Robert Crowder wechselt sich an den Drums mit Charles Hicks ab.
Irgendwie ist es schade um solche Leute wie Jimmy Dawkins, Earl Hooker oder Otis Rush. Sie blieben immer im Schatten von anderen Bluesern und schafften nie eine große Berühmtheit. Schlechtere Musik machten sie bestimmt nicht, aber das kennen wir ja an etlichen Beispielen auch aus dem Rock.

Die Songs:
1. All for Business
2. Cotton Country
3. Moon Man
4. Down So Long
5. Welfare Blues
6. Having Such a Hard Time
7. Sweet Home Chicago
8. Born in Poverty
9. Jammin’ With Otis – Bonus
10. Hippies Playground – Bonus
11. Moon Man – Bonus.

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